Kairo

US-Journalistin von Polizei misshandelt

25. November 2011, 16:14

"Konnte nicht mehr mitzählen, wie viele Hände versuchten, in meine Hose zu gelangen" - Beide Arme gebrochen

Kairo - Die ägyptisch-amerikanische Journalistin Mona al-Tahawy ist nach eigenen Angaben während der Proteste in Kairo von der Polizei geschlagen, festgenommen und sexuell misshandelt worden. Die bekannte Publizistin berichtete nach ihrer Freilassung am Freitag über den Kurzmitteilungsdienst Twitter und in Interviews mit verschiedenen TV-Sendern von ihren Erlebnissen im Gebäude des Innenministeriums.

Ihren Angaben zufolge wurde sie von Angehörigen der Ordnungspolizei festgenommen, als sie Mittwochnacht Straßenschlachten zwischen der Polizei und Demonstranten in der Nähe des Tahrir-Platzes fotografierte. Anschließend habe man ihr die Augen verbunden und sie begrapscht. "Ich konnte irgendwann nicht mehr mitzählen, wie viele Hände versuchten, in meine Hose zu gelangen", schrieb Tahawy. Während dieser Tortur habe sie sich damit getröstet, dass sie hinterher einen Artikel schreiben würde, über das, was ihr geschah.

Eine Röntgenaufnahme zeige, dass ihr linker Arm und ihre rechte Hand als Folge der Schläge gebrochen seien, schrieb sie weiter. Auf Bildern waren sie mit verbundenen Arme zu sehen. "Gott weiß, was passiert wäre, wenn ich keine doppelte Staatsbürgerschaft gehabt hätte." Ein Angehöriger der Militärpolizei habe sich später, nachdem er ihre Identität festgestellt habe, für das Verhalten der Polizei entschuldigt.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Frau während der Demonstrationen gegen das in Ägypten seit dem erzwungenen Abtritt von Langezeit-Staatschef Hosni Mubarak übergangsweise herrschende Militär Opfer sexueller Übergriffe von Polizeibeamten wurde. Journalistinnen berichteten in den vergangenen Tagen zudem von sexueller Belästigung durch Zivilisten auf dem Tahrir-Platz.

Arabische Nachrichtenwebsites veröffentlichten am Freitag ein Video, auf dem zu sehen ist, wie eine junge Frau in Jeans und Sweatshirt von jungen Männern auf dem Tahrir-Platz betatscht und geschlagen wird. Ein etwas älterer Mann mit Bart bringt sie schließlich in Sicherheit. Angeblich soll es sich bei der Frau um die von vielen Ägyptern angefeindete Studentin Alia al-Mahdi handeln. Dies ließ sich jedoch nicht überprüfen.

Die 20 Jahre alte Ägypterin, die sich selbst als "Revolutionärin" bezeichnet, hatte Mitte dieses Monats den Zorn vieler Jungrevolutionäre auf sich gezogen, nachdem sie in ihrem Blog Fotos veröffentlicht hatte, auf denen sie nackt zu sehen ist. Die Studentin bezeichnete die Veröffentlichung der Bilder als Kunstaktion. Die Bewegungen der Revolutionsjugend erklärten unisono, Mahdi gehöre nicht zu ihnen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 97
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supermike
01
28.11.2011, 13:23
Und in einem anderen Artikel liest man gerade: Beschwerden über mangelnde Präsenz der Sicherheitskräfte

Was wollen die jetzt in Ägypten ?
Mehr oder weniger Sicherheitskräfte ?
Gar keine mehr und Anarchy ?

Derzeit gibts ausser dem Militär keinen der für Ordnung im Chaos sorgt - aber das Militär soll weg - wer sorgt dann für Ordnung ?

Nix für ungut: die Journalistin tut mir leid und es wird auf "beiden Seiten" sicher noch schlimmeres passieren aber ohne das die Sicherheitskräfte hart durchgreifen wenns nötig ist, wirds nicht funktionieren.

istmirnichtmehrschnuppe
00
28.11.2011, 15:46
es sorgt niemand für sicherheit im land

erst recht nicht die polizei, und das schon seit der absetzung mubaraks. es werden keine anzeigen entgegen genommen, der verkehr nicht geregelt und schon gar nicht mörder, diebe usw. verfolgt. das militär sieht unbeteiligt zu, auch wenn dann die bisher abwesenden polizeikräfte mit unmäßiger gewalt gegen unbewaffnete protestanten vorgehen. also: polizisten, die auf unbewaffnete schießen, scharf, mit gummi und schrot, insbesondere auf den kopf und die augen, und tränengas in konzentrationen, die tödlich sind.

und verantwortlich ist die höchste gewalt im land, die armee!

die armee soll nicht weg, sondern sich auf ihre aufgabe der verteidigung und sicherheit zuwenden, und die regierungsarbeit an eine echte zivilregierung übergeben

istmirnichtmehrschnuppe
00
26.11.2011, 22:26
maged buttler

heisst der kollege von mona, ebenfalls aktivist, der gleichzeitig mit ihr verhaftet wurde. der arme kerl kam ins torah gefängnis, wurde übelst zusammengeschlagen und inzwischen wieder freigelassen. vorher - nachher photo? http://boingboing.net/2011/11/2... ore-131482

seine geschichte wird nicht weltweit in allen medien erzählt, warum nicht? 1. ist er ägypter, 2. ein mann unter sehr vielen, 3. war mona auch vorher schon sehr bekannt als aktivistin und bekam deshalb sofort die mediale aufmerksamkeit oder 4. weil die sexuelle belästigung fehlt, die einfach medienwirksamer ist? keine ahnung

Mynnia
10
26.11.2011, 00:31
Das kommt mir bekannt vor.

Gab es da im Rahmen des Arabischen Frühlings nicht schon einmal so etwas? Ich glaube sogar auch in Ägypten...

goldener_drache_spielt_mit_phoenix
01
30.11.2011, 13:42
gab es schon mehrmals

es waren bei diesen Fällen aber keine bösen Sicherheitskräfte, sondern "friedliche" Demonstranten.

Neil McCauley
70
25.11.2011, 20:49
na wenigstens kann sie fuer den Preis ein Paar gebrochener Knochen ihre 15 Minuten auf internationaler Ebene geniessen.

Ein PublizistikStipendium an einer amerikanischen Uni, gefolgt von einer gut dotierten Stelle bei einem US ThinkTank waere zu erwarten.

Mal ganz ehrlich: ich will nicht wissen, wie viele Frauen und unschuldige, die keinen amerikanischen Pass haben, von Regimes wie in Aegypten gefoltert, vergewaltigt, gemordet werden. Ich kann den Grund nicht erkennen, warum das Schicksal gerade dieser jungen Frau ueber derer Schicksale stehen und berichtenswert erachtet werden soll. Nur weil sie sich nackt ausgezogen hat und von ihrem Leiden CNN berichten konnte? Laecherlich sowas. Aber fuer "westliche" Medien ist sie ein gefundenes Fressen, Hauptsache, man beruhigt sein Gewissen.

KM56
01
26.11.2011, 16:13
Ich glaube Ihre Englischkenntnisse reichen wohl nicht aus

und erst recht nicht Ihre Deutschkenntnisse, um den Artikel und die Video-Berichterstattung annähernd zu verstehen. Am besten fangen Sie nochmal von vorne an oder lassen Sie sich den Inhalt erklären.

Fritz Wunderlich
12
25.11.2011, 20:11

in allen islamischen ländern gibt es mehr sexuelle probleme als in westlichen

sie werden halt nur einfach beschwiegen

elsalvador
00
28.11.2011, 12:37

mal einfach ins blaue geraten oder was? -.-

der burli
01
25.11.2011, 17:48
ein wahnsinn. menschenrechte im 21. jhdt... viel (bildungs)arbeit liegt noch vor uns....

Linus Tintifax
00
25.11.2011, 16:04
super

na dann brauch mir ja um meine freunde, die ab nächster woche vorort eine doku filmen, überhaupt keine sorgen machen.

KM56
00
26.11.2011, 16:14
am besten Frauen zu Hause lassen.

habe irgendwo gelesen, dass aufgrund des Vorfalls keine weibl. Journalistinnen mehr dorthin geschickt werden.

Danuselli
60
25.11.2011, 16:16

sorry aber eine Frau die aktuell da runter fährt??

Entweder hat sie keinen Plan oder Sie hat mit ihrem leben bereits abgeschlossen

3dGeist
06
25.11.2011, 15:52

Ich will mir garnicht vorstellen wieoft soetwas passiert ohne dass es in den Medien groß berichtet wird.

Danuselli
213
25.11.2011, 14:43

mich errinnert das irgendwie schon an die Brutkasten-Geschichte.

Ich mein dort sind Straßenschlachten und Kriegsähnliche Zustände also musst Kriegsreporter sein um dort "bleiben" zu wollen dann ist dir aber bewust was abgehen kann oder abreisen,... nicht auch noch wärend Ausgangsverboten herum geistern und Photos machen.

knuuuut
02
25.11.2011, 16:37

eine journalistin, die sich für die geschehnisse in ihrem land interessiert, wird auch darüber berichten wollen.
auch wenn es ihr klar war, dass ihr eventuell was passieren könnte und sie bewußt das risiko eingegangen ist, heißt das nicht, dass man das, was mit ihr geschehen ist, totschweigen soll - im gegenteil.

Danuselli
31
25.11.2011, 16:58

sorry mach dich mal über die Geschichte dieser Frau mit Mubarak und dem Regiem schlau die gilt seit ~2006 mow als "Staatsfeind", da Journalistin und Amerikanerin aber nicht so einfach zu beseitigen.

und von totschweigen redet kein mensch,... aber aufblähen braucht mans auch nicht.

knuuuut
00
25.11.2011, 17:26

was ist denn da aufgebläht? auch wenn sie als "staatsfeind" gilt, darf man ihr nicht beide hände brechen.

Danuselli
40
25.11.2011, 17:57

sinnerhaltenent lesen ist keine stärke ?)

es geht nicht ums dürfen,... jede gewalt ist zuviel und jeder schmerz ist zuviel,... aber ich kann auch nicht ins brennende Haus rennen und dann dastehen und schreien "das ist heiß"

Die Frau kennt ihr Land, das Volk und das Regime, wenn ihr das nicht genug Fakten sind um eben bei ausgangssperre nachts nicht ausser haus zu gehen,.... das ist Kriegähnlich da unten, kein Geburtstagsfest.

Wie Mäci-Kaffe,... heiß da brauch ich ned drauf schreiben vorsuicht heiß,.... kalten kaffee will eh keiner !

Da unten gilt noch immer die Sharia,... die soll froh sein das sie so heil raus gekommen ist.

Und es ist aufgebläht,... über all bei "verschiedenen TV-Sendern", CNN, Reuters, ect.

knuuuut
02
26.11.2011, 19:45

dieser artikel ist kein aufgeblähter bericht, und ich finde es gut, dass man über dieses vorkommnis berichtet hat. es ist mir wurscht, ob die frau es hätte wissen müssen oder nicht wissen müssen, was passieren hätte können, müssen o.ä. - es war berichtenswert.

Poldi Fesch
00
25.11.2011, 16:47
nicht eventuell

sehr wahrscheinlich u. dann auch noch fuer so einen Nonsens

Danuselli
30
25.11.2011, 16:06

10 strichel,... kein kommentar,.... top manche leut hier.

wenn wenigstens ein "frauenverachtend" gekommen wäre, dann hätte ich wenigstens gesehen das man den post nicht verstanden hat,.... aber so weis anscheinend keiner über den "Beruf Kriegsjournalist" bescheid.

grumbleduke
 
02
25.11.2011, 19:01
Einem Koffer, der jeden zweiten seiner Sätze mit einem "Sorry, aber ..." beginnt

soll man auch noch die erklären warum er rote Stricherl erhält?

Soweit kommt es noch.

Fritz Wunderlich
11
25.11.2011, 20:09

selten , aber doch grün

Rote Pest
12
25.11.2011, 16:02

Ja klar - bei Vergewaligungen ist immer die Frau schuld.
Aus welchem Loch sind denn Sie hervorgekrochen? Husch, husch zurück.

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