"Konnte nicht mehr mitzählen, wie viele Hände versuchten, in meine Hose zu gelangen" - Beide Arme gebrochen
Kairo - Die ägyptisch-amerikanische Journalistin Mona
al-Tahawy ist nach eigenen Angaben während der Proteste in Kairo von
der Polizei geschlagen, festgenommen und sexuell misshandelt worden.
Die bekannte Publizistin berichtete nach ihrer Freilassung am Freitag
über den Kurzmitteilungsdienst Twitter und in Interviews mit
verschiedenen TV-Sendern von ihren Erlebnissen im Gebäude des
Innenministeriums.
Ihren Angaben zufolge wurde sie von Angehörigen der
Ordnungspolizei festgenommen, als sie Mittwochnacht Straßenschlachten
zwischen der Polizei und Demonstranten in der Nähe des Tahrir-Platzes
fotografierte. Anschließend habe man ihr die Augen verbunden und sie
begrapscht. "Ich konnte irgendwann nicht mehr mitzählen, wie viele
Hände versuchten, in meine Hose zu gelangen", schrieb Tahawy. Während
dieser Tortur habe sie sich damit getröstet, dass sie hinterher einen
Artikel schreiben würde, über das, was ihr geschah.
Eine Röntgenaufnahme zeige, dass ihr linker Arm und ihre rechte
Hand als Folge der Schläge gebrochen seien, schrieb sie weiter. Auf
Bildern waren sie mit verbundenen Arme zu sehen. "Gott weiß, was
passiert wäre, wenn ich keine doppelte Staatsbürgerschaft gehabt
hätte." Ein Angehöriger der Militärpolizei habe sich später, nachdem
er ihre Identität festgestellt habe, für das Verhalten der Polizei
entschuldigt.
Es ist nicht das erste Mal, dass eine Frau während der
Demonstrationen gegen das in Ägypten seit dem erzwungenen Abtritt von
Langezeit-Staatschef Hosni Mubarak übergangsweise herrschende Militär
Opfer sexueller Übergriffe von Polizeibeamten wurde. Journalistinnen
berichteten in den vergangenen Tagen zudem von sexueller Belästigung
durch Zivilisten auf dem Tahrir-Platz.
Arabische Nachrichtenwebsites veröffentlichten am Freitag ein
Video, auf dem zu sehen ist, wie eine junge Frau in Jeans und
Sweatshirt von jungen Männern auf dem Tahrir-Platz betatscht und
geschlagen wird. Ein etwas älterer Mann mit Bart bringt sie
schließlich in Sicherheit. Angeblich soll es sich bei der Frau um die
von vielen Ägyptern angefeindete Studentin Alia al-Mahdi handeln.
Dies ließ sich jedoch nicht überprüfen.
Die 20 Jahre alte Ägypterin, die sich selbst als "Revolutionärin"
bezeichnet, hatte Mitte dieses Monats den Zorn vieler
Jungrevolutionäre auf sich gezogen, nachdem sie in ihrem Blog Fotos
veröffentlicht hatte, auf denen sie nackt zu sehen ist. Die Studentin
bezeichnete die Veröffentlichung der Bilder als Kunstaktion. Die
Bewegungen der Revolutionsjugend erklärten unisono, Mahdi gehöre
nicht zu ihnen. (APA)
Der Kandidat der Muslimbruderschaft, Mohamed Morsi, liegt nach ersten Ergebnissen bei der ersten Runde der Präsidentenwahlen vorne, dicht gefolgt vom letzten Premier Hosni Mubaraks, Ahmed Shafik.
In Ägypten beginnt am 23. Mai die Wahl des ersten Staatspräsidenten seit dem erzwungenen Rücktritt des Langzeit-Machthabers Hosni Mubarak im Februar 2011 - Rund ein Dutzend Kandidaten kämpfen um das höchste Amt im Staat
Und in einem anderen Artikel liest man gerade: Beschwerden über mangelnde Präsenz der Sicherheitskräfte
Was wollen die jetzt in Ägypten ?
Mehr oder weniger Sicherheitskräfte ?
Gar keine mehr und Anarchy ?
Derzeit gibts ausser dem Militär keinen der für Ordnung im Chaos sorgt - aber das Militär soll weg - wer sorgt dann für Ordnung ?
Nix für ungut: die Journalistin tut mir leid und es wird auf "beiden Seiten" sicher noch schlimmeres passieren aber ohne das die Sicherheitskräfte hart durchgreifen wenns nötig ist, wirds nicht funktionieren.
erst recht nicht die polizei, und das schon seit der absetzung mubaraks. es werden keine anzeigen entgegen genommen, der verkehr nicht geregelt und schon gar nicht mörder, diebe usw. verfolgt. das militär sieht unbeteiligt zu, auch wenn dann die bisher abwesenden polizeikräfte mit unmäßiger gewalt gegen unbewaffnete protestanten vorgehen. also: polizisten, die auf unbewaffnete schießen, scharf, mit gummi und schrot, insbesondere auf den kopf und die augen, und tränengas in konzentrationen, die tödlich sind.
und verantwortlich ist die höchste gewalt im land, die armee!
die armee soll nicht weg, sondern sich auf ihre aufgabe der verteidigung und sicherheit zuwenden, und die regierungsarbeit an eine echte zivilregierung übergeben
heisst der kollege von mona, ebenfalls aktivist, der gleichzeitig mit ihr verhaftet wurde. der arme kerl kam ins torah gefängnis, wurde übelst zusammengeschlagen und inzwischen wieder freigelassen. vorher - nachher photo? http://boingboing.net/2011/11/2... ore-131482
seine geschichte wird nicht weltweit in allen medien erzählt, warum nicht? 1. ist er ägypter, 2. ein mann unter sehr vielen, 3. war mona auch vorher schon sehr bekannt als aktivistin und bekam deshalb sofort die mediale aufmerksamkeit oder 4. weil die sexuelle belästigung fehlt, die einfach medienwirksamer ist? keine ahnung
na wenigstens kann sie fuer den Preis ein Paar gebrochener Knochen ihre 15 Minuten auf internationaler Ebene geniessen.
Ein PublizistikStipendium an einer amerikanischen Uni, gefolgt von einer gut dotierten Stelle bei einem US ThinkTank waere zu erwarten.
Mal ganz ehrlich: ich will nicht wissen, wie viele Frauen und unschuldige, die keinen amerikanischen Pass haben, von Regimes wie in Aegypten gefoltert, vergewaltigt, gemordet werden. Ich kann den Grund nicht erkennen, warum das Schicksal gerade dieser jungen Frau ueber derer Schicksale stehen und berichtenswert erachtet werden soll. Nur weil sie sich nackt ausgezogen hat und von ihrem Leiden CNN berichten konnte? Laecherlich sowas. Aber fuer "westliche" Medien ist sie ein gefundenes Fressen, Hauptsache, man beruhigt sein Gewissen.
Ich glaube Ihre Englischkenntnisse reichen wohl nicht aus
und erst recht nicht Ihre Deutschkenntnisse, um den Artikel und die Video-Berichterstattung annähernd zu verstehen. Am besten fangen Sie nochmal von vorne an oder lassen Sie sich den Inhalt erklären.
mich errinnert das irgendwie schon an die Brutkasten-Geschichte.
Ich mein dort sind Straßenschlachten und Kriegsähnliche Zustände also musst Kriegsreporter sein um dort "bleiben" zu wollen dann ist dir aber bewust was abgehen kann oder abreisen,... nicht auch noch wärend Ausgangsverboten herum geistern und Photos machen.
eine journalistin, die sich für die geschehnisse in ihrem land interessiert, wird auch darüber berichten wollen.
auch wenn es ihr klar war, dass ihr eventuell was passieren könnte und sie bewußt das risiko eingegangen ist, heißt das nicht, dass man das, was mit ihr geschehen ist, totschweigen soll - im gegenteil.
sorry mach dich mal über die Geschichte dieser Frau mit Mubarak und dem Regiem schlau die gilt seit ~2006 mow als "Staatsfeind", da Journalistin und Amerikanerin aber nicht so einfach zu beseitigen.
und von totschweigen redet kein mensch,... aber aufblähen braucht mans auch nicht.
es geht nicht ums dürfen,... jede gewalt ist zuviel und jeder schmerz ist zuviel,... aber ich kann auch nicht ins brennende Haus rennen und dann dastehen und schreien "das ist heiß"
Die Frau kennt ihr Land, das Volk und das Regime, wenn ihr das nicht genug Fakten sind um eben bei ausgangssperre nachts nicht ausser haus zu gehen,.... das ist Kriegähnlich da unten, kein Geburtstagsfest.
Wie Mäci-Kaffe,... heiß da brauch ich ned drauf schreiben vorsuicht heiß,.... kalten kaffee will eh keiner !
Da unten gilt noch immer die Sharia,... die soll froh sein das sie so heil raus gekommen ist.
Und es ist aufgebläht,... über all bei "verschiedenen TV-Sendern", CNN, Reuters, ect.
dieser artikel ist kein aufgeblähter bericht, und ich finde es gut, dass man über dieses vorkommnis berichtet hat. es ist mir wurscht, ob die frau es hätte wissen müssen oder nicht wissen müssen, was passieren hätte können, müssen o.ä. - es war berichtenswert.
10 strichel,... kein kommentar,.... top manche leut hier.
wenn wenigstens ein "frauenverachtend" gekommen wäre, dann hätte ich wenigstens gesehen das man den post nicht verstanden hat,.... aber so weis anscheinend keiner über den "Beruf Kriegsjournalist" bescheid.
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