Britische Sprecherin betont generellen Einsatz für Menschenrechte
Harare - Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat das
Engagement des britischen Premierministers David Cameron für die
Rechte von Homosexuellen als "teuflisch" bezeichnet. Es sei "schlimm
und teuflisch", wenn ein Regierungschef wie Cameron an diejenigen
Länder, die Unterstützung von Großbritannien wollten, die Bedingung
stelle, Homosexualität zu akzeptieren, zitierte die staatliche
Zeitung "Herald" am Donnerstag aus einer Rede Mugabes. Mit diesem
"diabolischen Vorschlag" zu kommen, sei ein "dummes Angebot".
Eine britische Regierungssprecherin wollte sich nicht direkt zu
Mugabes Worten äußern. Sie teilte aber mit, Großbritannien sei beim
Einsatz für Menschenrechte weltweit "an der Spitze" mit dabei. Das
schließe sowohl den Kampf gegen religiöse Intoleranz als auch
Diskriminierungen aufgrund der Sexualität mit ein. Regelmäßig würden
Regierungen kritisiert, die diese Rechte missachteten, erklärte die
Sprecherin. Cameron hatte im Oktober auf dem Commonwealth-Treffen
damit gedroht, Ländern die Hilfen zu kürzen, wenn sie die Rechte
Homosexueller nicht anerkennen.
Der Ministerpräsident von Simbabwe, Morgan Tsvangirai, unterstützt
die Rechte Homosexueller hingegen. Er bekräftigte aber, Homosexuelle
müssten "ihre Dinge im Privaten" ausleben. Simbabwe diskutiert
derzeit über eine Verankerung von Homosexuellenrechten in der
Verfassung. Mugabe bezeichnete eine solche Möglichkeit als
"Wahnsinn". In seiner Rede mahnte er: "Kommt nicht damit in
Versuchung. Ihr seid jung. Wenn Ihr diese Richtung einschlagt, werden
wir euch hart bestrafen." Homosexualität sei von der Natur
"verdammt". Deshalb seien Schwule und Lesben "schlechter als Schweine
und Hunde", sagte er laut "Herald".
Homosexualität ist in Simbabwe illegal. Auch in vielen anderen
afrikanischen Ländern ist sie verboten und wird mit Strafen geahndet. (APA)