Mugabe: "Diabolisch" sich für Homosexuelle einzusetzen

24. November 2011, 18:24
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Der Präsident von Simbabwe äußert sich über Vorhaben von David Cameron, der Commonwealth-Staaten aufforderte, sich für die Rechte Homosexueller stark zu machen

Harare - Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat das Engagement des britischen Premierministers David Cameron für die Rechte von Homosexuellen als "teuflisch" bezeichnet. Es sei "schlimm und teuflisch", wenn ein Regierungschef wie Cameron an diejenigen Länder, die Unterstützung von Großbritannien wollten, die Bedingung stelle, Homosexualität zu akzeptieren, zitierte die staatliche Zeitung "Herald" am Donnerstag aus einer Rede Mubaraks. Mit diesem "diabolischen Vorschlag" zu kommen, sei ein "dummes Angebot".

Eine britische Regierungssprecherin wollte sich nicht direkt zu Mugabes Worten äußern. Sie teilte aber mit, Großbritannien sei beim Einsatz für Menschenrechte weltweit "an der Spitze" mit dabei. Das schließe sowohl den Kampf gegen religiöse Intoleranz als auch Diskriminierungen aufgrund der Sexualität mit ein. Regelmäßig würden Regierungen kritisiert, die diese Rechte missachteten, erklärte die Sprecherin. Cameron hatte im Oktober auf dem Commonwealth-Treffen damit gedroht, Ländern die Hilfen zu kürzen, wenn sie die Rechte Homosexueller nicht anerkennen.

"Dinge im Privaten ausleben"

Der Ministerpräsident von Simbabwe, Morgan Tsvangirai, unterstützt die Rechte Homosexueller hingegen. Er bekräftigte aber, Homosexuelle müssten "ihre Dinge im Privaten" ausleben. Simbabwe diskutiert derzeit über eine Verankerung von Homosexuellenrechten in der Verfassung. Mugabe bezeichnete eine solche Möglichkeit als "Wahnsinn". In seiner Rede mahnte er: "Kommt nicht damit in Versuchung. Ihr seid jung. Wenn Ihr diese Richtung einschlagt, werden wir euch hart bestrafen." Homosexualität sei von der Natur "verdammt". Deshalb seien Schwule und Lesben "schlechter als Schweine und Hunde", sagte er laut "Herald". Homosexualität ist in Simbabwe illegal. Auch in vielen anderen afrikanischen Ländern ist sie verboten und wird mit Strafen geahndet. (APA)

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