Gemeinsamer Newsroom

"Neue Zürcher Zeitung" installiert Bezahlschranke

24. November 2011, 18:27
  • Artikelbild
    foto: screenshot/nzz.ch

    Jetzt noch gratis, nächstes Jahr kostenpflichtig: nzz.ch

Online und Print wird 2012 zusammengeführt - nzz.ch wird kostenpflichtig, iPad-Version ausgebaut

Gravierende Änderungen stehen nächstes Jahr bei der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ) ins Haus. Das Schweizer Medienhaus wird künftig auf einen integrierten Newsroom setzen. Die Print- und Onlineredaktion wird zusammengeführt und soll gemeinsam die Inhalte für alle Kanäle produzieren, das berichtet der Branchendienst persoenlich.com. Die Zusammensetzung der Teams wird thematisch strukturiert, die Kanäle sind Print, Online und das iPad.

Im Zuge der Umstellung soll auch das Onlineangebot kostenpflichtig werden. Wann die Bezahlpflicht genau eingeführt wird und wie viel Geld User berappen müssen, steht laut dem Artikel noch nicht fest. Von einem Kombiangebot mit Print auf der einen, und nur online auf der anderen Seite, ist auszugehen. Die Umsetzung der Maßnahmen soll im ersten Halbjahr 2012 erfolgen.

Neue iPad-Versionen

Weitere Neuerung: Die Pdf-Ausgabe fürs iPad wird mit einer kostenpflichtigen Digitalausgabe der "NZZ" und "NZZ am Sonntag" ergänzt. Hier sollen die Inhalte laufend aktualisiert werden und auch auf anderen Geräten verfügbar sein."Wir haben gemerkt, dass es zunehmend eine Klientel gibt, die nicht mehr zeitungsaffin ist. Sie ist aber auch nicht zeitungsaffin auf dem iPad. Diese Klientel braucht eine andere Darbietungsform", sagt Markus Spillmann, NZZ-Chefredakteur, zu persoenlich.com.

Die Reaktion der Redaktion beschreibt Spillmann mit gemischten Gefühlen: "Die Redaktion ist sehr leistungsfähig. Sie hat eine hohe Loyalität zur Marke NZZ und sie ist überdurchschnittlich gut qualifiziert - inhaltlich wie auch handwerklich. Aber natürlich braucht sie nun auch noch etwas Motivation. Und die bekommt sie von mir." (red)

Kommentar posten
14 Postings
Longyearbyen
 
10
27.11.2011, 21:53
NZZ Online

...
...
...

Gähn...

Diese Opas wissen doch nicht was sie mit diesem Medium anfangen sollen

Blodtryck
00
25.11.2011, 15:35

Frage mich ja ob die Werbung dann bleibt auf de Seite oder ob die dann als ausgleich für die Bezahlung fällt :)

Franz Huber
00
25.11.2011, 14:42
Online-Mentalität

Zum Glück habe ich es noch nie erlebt, dass sich ein Kunde beim Trafikanten beschwert, dass er jetzt für die Zeitung auch noch zahlen muss.
Aber für online ist das ja anders! Da hat sich eine Gratiskultur etabliert - wurscht, ob an dem Inhalt genauso viele Redakteure, Journalisten wie für print hackeln. Wo kämen wir da hin, wenn man für Arbeit bezahlen müsste?!
Freilich, schuld an dieser Zahl-nix-für-online-Mentalität sind die Medienmacher selbst: Die haben alle angefangen die Konsumenten mit zT hochwertigen Inhalten gratis zu füttern. Kein Wunder, dass jetzt niemand für Online-Content zahlen will.

Resyl mit Codein
00
4.12.2011, 16:34

Du lebst in der Vergangenheit, genauso wie die Musikindustrie usw.
Es ist ein komplett neuer Vertriebskanal auf den man einfach nicht die alten Strukturen 1:1 umsetzen kann. Da braucht es neue Ideen.
Aber die NZZ braucht im Endeffekt eh niemand.

Franz Huber
00
4.12.2011, 19:22
Genau

Nur weils ein neuer Vertriebskanal ist, muss es gleich gratis sein. Ich hoffe, du arbeitest nicht in einer Branche, wo die Kunden für deine Leistungen nichts bezahlen wollen.

Resyl mit Codein
00
4.12.2011, 20:25

Doch. Man kann es für die Leser auch kostenlos anbieten. Es gibt Werbung, es gibt zu bezahlende Bonusfeatures, etc.

Du denkst in alten Strukturen. Die Online Welt ist komplett unterschiedlich.

Freund der Sanktionen
00
25.11.2011, 14:08
Dann halt nicht.

Schade eigentlich. War als Blick in eine etwas andere Welt gelegentlich nicht interessant...

Migros Kulturprozent
08
25.11.2011, 08:54
Das wird in die Hose gehen.

Niemand liest heute noch „nur eine Zeitung" sondern hat paar News-Seiten in den Bookmarks, die er regelmässig abklappert. Wenn eine davon eine Paywall installiert fliegt sie.

Lapidarius
00
25.11.2011, 14:20
oder auch nicht

Geplant ist nämlich eine "Metered Paywall à la New York Times". Eine bestimmte Anzahl von Artikeln pro Monat ist frei, darüber hinaus wird sich ein Leser zunächst registrieren und in späterer Folge auch zahlen müssen.
Verrät Peter Hogenkamp, Leiter Digitale Medien bei der NZZ, via Twitter http://twitter.com/phogenkamp

wer weiss...
00
28.11.2011, 23:49
Zu vermuten..

So wie bei FT: zuerst über Jahre gratis, dann mit Registrierung, heute bei 10 Artikel pro Monat. Das Jahresabo dann bei ca. Euro 200.- excl. einiger Features fürs Premium Offer. Janu..

yomellamo
00
25.11.2011, 07:48
hauptsache der standard bleibt

werbefinanziert und fuehrt keine von diesen bezahlschranken ein !!!!!!

BBC
12
24.11.2011, 23:43

bei der Qualität der Printmedien frage ich mich wirklich wer dafür noch bezahlt.

Ï
00
2.12.2011, 10:56

die nzz dürftest du ja nicht zu oft lesen …

der burli
01
24.11.2011, 23:14
ich zahl nix fürs lesen von nzz.ch. da verfluch ich lieber die verhasste werbung vor den videos bei anderen angeboten.

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