Neue haben beste Chancen

Ansichtssache30. November 2011, 09:57
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Ljubljana - In Slowenien gehen bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 4. Dezember 21 Parteien ins Rennen, 16 davon landesweit. Diesmal haben zwei neugegründete Parteien große Chancen auf Spitzenplätze. Hingegen müssen drei von sieben Parlamentsparteien laut Umfragen um ihren Widereinzug ins Parlament zittern. Für den Einzug ins 90-köpfige Parlament, das nach dem Verhältniswahlrecht bestimmt wird, müssen die Parteien eine Vier-Prozent-Hürde nehmen. In Folge werden die wichtigsten Parteien kurz vorgestellt. (APA)

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foto: epa/oliver berg

Die Sozialdemokraten (SD) sind seit 2008 die größte Parlamentspartei und stellen mit Borut Pahor (48, Bild) den Regierungschef. Die Nachfolgepartei des Ende der 1980er Jahre reformierten Bundes der Kommunisten wurde von Pahor, der 1996 die Parteiführung übernahm, in eine moderne sozialdemokratische Partei umformiert. Nach dem Zerfall der Liberaldemokraten (LDS) im Jahr 2006 wurden die SD zur bestimmenden Kraft im linken Lager. Nach drei glücklosen Jahren an der Spitze der Mitte-Links-Regierung, die in den Krisenzeiten an der Reformpolitik zerfallen war, müssen die Sozialdemokraten ihre Führungsrolle an der Linken dem Laibacher Bürgermeister Zoran Jankovic abgeben. Der SD droht bei der Wahl der Absturz auf dem vierten Platz. Die Partei wirbt mit dem Slogan "Vorwärts" (Naprej) für Fortsetzung ihrer Reformpolitik. Wahlergebnis 2008: 30,45 Prozent. Umfragen 2011: 5,4 bis 12,6 Prozent.

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