Zuschüsse sollen ab 2013 wieder angehoben werden
Graz - Die Finanzierung des Universalmuseum Joanneum (UMJ)
ist vonseiten des Landes Steiermark bis 2017 fixiert worden. Wie
Kulturlandesrat Christian Buchmann am Donnerstag nach der Sitzung der
Landesregierung bekanntgab, wird - nach Einsparungen heuer und in den
kommenden Jahren - dann wieder nahezu das Niveau von 2010 erreicht. Buchmann bezeichnete die am Vorabend
des 200-Jahre-Jubiläums erreichte Finanzierungs- und
Planungssicherheit als "schönes Signal".
Beschlossen wurde in der Landesregierung eine Betriebsvereinbarung
mit der Universalmuseum GmbH. Die Zuschüsse zum laufenden Aufwand -
exklusive der Zuschüsse zum Kunsthaus - wurden 2011 von 14,9 auf
13,9 Millionen Euro zurückgefahren und für 2012 mit 12,1 Millionen Euro
festgelegt. Unter Berücksichtigung der Valorisierungen der Folgejahre
will man bis 2017 mit 14,4 Millionen Euro wieder annähernd das Niveau von
2010 (14,9 Millionen Euro) erreichen.
Ebenfalls beschlossen wurde die neue Leistungsmatrix für die
Kulturservicegesellschaft KSG: Das Service werde sich stärker an den
Bedürfnissen der Kulturschaffenden orientieren, und die KSG wird
nicht mehr als "Kulturveranstalter" auftreten, hieß es von Buchmann.
Neue Angebote werde es im Bereich der internationalen Vernetzung und
der Kontakte zur Wirtschaft durch "niederschwellige Formate" geben.
Außerdem will man das Service in Richtung Förderberatung ausbauen.
Eingestellt wird die bisherige Sensibilisierungskampagne "Kultur
macht Mensch" sowie die Galerie "Kon-temporär", ein Ausstellungsraum
am Griesplatz in Graz. Nach der Streichung der Mittel für
Medienkooperationen in der Höhe von 700.000 Euro Anfang des Jahres
verbleiben der KSG 500.000 Euro an operativem Budget.
Künstlerhaus Graz: Sechs Konzepte
Das das 1952 errichtete Grazer Künstlerhaus wird nach einer Generalsanierung wieder Ende 2012 eröffnet. Zu dessen
Neupositionierung liegen aktuell sechs Konzepte vor, die im
Auftrag von Kulturlandesrat Buchmann an den
Landeskulturbeirat zur Begutachtung weitergeleitet wurden.
Die Konzepte wurden vom Universalmuseum Joanneum, dem Grazer
Stadtmuseum, den Künstlervereinigungen (Beate Landen), vom
Künstler-Paar Nestler-Rebeau, den Kulturschaffenden Luise Kloos,
Erika Lojen, Edith Temmel sowie von der IG Kultur eingereicht. Zudem
hat die IG Kultur im November ein Manifest veröffentlicht, in dem
laut Vorstandsmitglied Anita Hofer "ein offenes, selbstverwaltetes
Haus von und für Künstlern gefordert wird." Diese Aufforderung
richtet sich an die Intendanz des
Universalmuseums Joanneum, dem das Künstlerhaus seit 2003 und bis auf weiteres zugeordnet
ist. (APA)