Steiermark fixiert Museums-Finanzierung bis 2017

24. November 2011, 14:51
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Zuschüsse sollen ab 2013 wieder angehoben werden

Graz  - Die Finanzierung des Universalmuseum Joanneum (UMJ) ist vonseiten des Landes Steiermark bis 2017 fixiert worden. Wie Kulturlandesrat Christian Buchmann am Donnerstag nach der Sitzung der Landesregierung bekanntgab, wird - nach Einsparungen heuer und in den kommenden Jahren - dann wieder nahezu das Niveau von 2010 erreicht. Buchmann bezeichnete die am Vorabend des 200-Jahre-Jubiläums erreichte Finanzierungs- und Planungssicherheit als "schönes Signal".

Beschlossen wurde in der Landesregierung eine Betriebsvereinbarung mit der Universalmuseum GmbH. Die Zuschüsse zum laufenden Aufwand - exklusive der Zuschüsse zum Kunsthaus - wurden 2011 von 14,9 auf 13,9 Millionen Euro zurückgefahren und für 2012 mit 12,1 Millionen Euro festgelegt. Unter Berücksichtigung der Valorisierungen der Folgejahre will man bis 2017 mit 14,4 Millionen Euro wieder annähernd das Niveau von 2010 (14,9 Millionen Euro) erreichen.

Ebenfalls beschlossen wurde die neue Leistungsmatrix für die Kulturservicegesellschaft KSG: Das Service werde sich stärker an den Bedürfnissen der Kulturschaffenden orientieren, und die KSG wird nicht mehr als "Kulturveranstalter" auftreten, hieß es von Buchmann. Neue Angebote werde es im Bereich der internationalen Vernetzung und der Kontakte zur Wirtschaft durch "niederschwellige Formate" geben. Außerdem will man das Service in Richtung Förderberatung ausbauen.

Eingestellt wird die bisherige Sensibilisierungskampagne "Kultur macht Mensch" sowie die Galerie "Kon-temporär", ein Ausstellungsraum am Griesplatz in Graz. Nach der Streichung der Mittel für Medienkooperationen in der Höhe von 700.000 Euro Anfang des Jahres verbleiben der KSG 500.000 Euro an operativem Budget.

Künstlerhaus Graz: Sechs Konzepte

Das das 1952 errichtete  Grazer Künstlerhaus wird nach einer Generalsanierung  wieder Ende 2012 eröffnet. Zu dessen Neupositionierung   liegen aktuell sechs Konzepte vor, die im Auftrag von Kulturlandesrat   Buchmann  an den Landeskulturbeirat zur Begutachtung weitergeleitet wurden.

Die Konzepte wurden vom Universalmuseum Joanneum, dem Grazer Stadtmuseum, den Künstlervereinigungen (Beate Landen), vom Künstler-Paar Nestler-Rebeau, den Kulturschaffenden Luise Kloos, Erika Lojen, Edith Temmel sowie von der IG Kultur eingereicht. Zudem hat die IG Kultur im November ein Manifest veröffentlicht, in dem laut Vorstandsmitglied Anita Hofer "ein offenes, selbstverwaltetes Haus von und für Künstlern gefordert wird." Diese Aufforderung richtet sich an die Intendanz des Universalmuseums Joanneum, dem das Künstlerhaus seit 2003 und bis auf weiteres zugeordnet ist. (APA)

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