Frauen-Pensionen

"Hundstorfer ist ein Getriebener"

Interview | Benedikt Narodoslawsky, Rosa Winkler-Hermaden, 24. November 2011, 15:27
  • Artikelbild
    foto: derstandard.at

    "Die Frauen, die jetzt schon länger arbeiten wollen, können das gerne. Sie müssen nicht mit 60 gehen."

ÖGB-Frauenchefin Ruprecht: Warum ältere Frauen beim Pensionsantritt privilegiert gehören und man arme Männer vernachlässigen kann

Die Stimmen, dass Frauen später in Pension gehen sollen, mehren sich. Die Anhebung des Antrittsalters soll nicht erst schrittweise ab 2024 erfolgen, sondern schon früher, finden Pensionsexperten und die ÖVP. Die Gewerkschafterinnen haben dagegen eine Resolution verfasst. ÖGB-Frauenchefin Brigitte Ruprecht sagt im Interview mit derStandard.at: "Die Frauen sind doppelt und dreifach belastet und haben niedrigere Einkommen, aber nicht dieselben Chancen am Arbeitsmarkt wie Männer." Deshalb sollen sie zumindest früher in Pension gehen dürfen.

Warum arme Männer in der Frage des Pensionsantrittsalters eine vernachlässigbare Größe sind und weshalb sich Ruprecht trotz ihres Beharrens auf das spätere Antrittsalter der Frauen nicht als Betoniererin sieht, sagt sie im Interview mit derStandard.at.

****

derStandard.at: Die Pensionsexperten Theodor Tomandl und Bernd Marin sind dafür, selbst der ehemalige ÖGB-Chef und heutige Sozialminister Rudolf Hundstorfer sagt, dass es mehr arbeitende Frauen gibt, die noch dazu eine immer höhere Lebenserwartung haben. Warum betonieren Sie in der Frage der früheren Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters so?

Ruprecht: Wir sind nicht die Betonierer. Es geht darum, dass die Gleichstellung der Frauen noch nicht erfolgt ist. 1992 ist man davon ausgegangen, dass wir 2024 die Gleichstellung erreicht haben. Dann kann natürlich auch das Privileg aufgehoben werden und das Antrittsalter der Frauen an das der Männer herangeführt werden. Wir haben aber aktuell 24,3 Prozent Einkommensunterschied bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung.

derStandard.at: Die ÖGB-Frauen haben eine Resolution gegen eine frühere Angleichung des Pensionsantrittsalters beschlossen. Was hat die nicht vorhandene Gleichstellung mit der Anpassung der Pensionen zu tun? 

Ruprecht: Die Frauen sind doppelt und dreifach belastet und haben niedrigere Einkommen, aber nicht dieselben Chancen am Arbeitsmarkt wie Männer. Deshalb arbeiten Frauen bis 60 und Männer bis 65.

derStandard.at: Sie fürchten, dass Frauen dann vermehrt von Arbeitslosigkeit betroffen sind, weil es schon jetzt zu wenige Arbeitsplätze gibt. Wieso mehr als die Männer?

Ruprecht: Frauen zählen früher zum "alten Eisen".

derStandard.at: Experten rechnen allerdings vor, dass es Vorteile für Frauen gibt, wenn sie länger im Erwerbsleben bleiben. Sie erhalten eine höhere Pension, wenn sie mehr Beitragsjahre vorweisen können. Sie können sich auch in Chefetagen länger halten. Deshalb ist beispielsweise auch die Frauenrechtlerin Sybille Hamann für eine Anhebung. Verstehen Sie das Argument? 

Ruprecht: Die Frauen müssen ja nicht früher in Pension gehen. Das ist das Gerücht, mit dem immer wieder spekuliert wird. Jene, die einen Arbeitsplatz haben, müssen nicht mit 60 in Pension gehen, aber sie können. Es darf niemand aufgrund des Alters gekündigt werden.

Das Problem ist, dass die Menschen schon vorher arbeitslos sind, und Frauen, die älter als 45 sind, oft nicht behalten werden. Ein Drittel der Pensionsanträge stellen Menschen, die aus der Arbeitslosigkeit kommen.

derStandard.at: 1992 hat man den Beschluss gefasst, dass Pensionsalter ab 2024 gleichzusetzen - in der Annahme die Gleichstellung von Mann und Frau werde bis dahin erreicht sein. Warum war die Prognose zu optimistisch? 

Ruprecht: Damals ist man davon ausgegangen, dass die gleichen Chancen da sind, wenn wir in den 30 Jahren an allen Rädchen und Schräubchen drehen. Das ist nicht eingetreten, wir haben viele Verbesserungen, aber das Ziel noch lange nicht erreicht: Typisch männliche Berufe in der Technik sind viel wert, typische weibliche Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor sind nicht so viel wert. 

derStandard.at: Haben die Gewerkschaften versagt?

Ruprecht: Nein. Wir Gewerkschaften sind nur ein Teil der Verhandlungspartner. Wir können in den Kollektivverträgen natürlich Mindeststandards festlegen, die Umsetzung muss aber in den Betrieben stattfinden.

derStandard.at: Das "Zuckerl" für die Frauen ist heute, dass sie früher in Pension gehen, weil sie nicht so viel verdienen. In dieser Hinsicht betonieren Sie also Ihre Position. Sie wollen, dass die Regelung so bleibt, wie sie jetzt ist.

Ruprecht: Nein! 2024 beginnen wir mit der jährlichen Anhebung des Antrittsalters. 2033 haben wir das erreicht, dass die Frauen auch bis 65 arbeiten. Und die Frauen, die jetzt schon länger arbeiten wollen, können das gerne. Sie müssen nicht mit 60 gehen.

derStandard.at: Die schrittweise Anhebung 2024 stellen Sie nicht in Frage?

Ruprecht: Das ist Gesetz, es ist in der Verfassung festgeschrieben. Das ist Gesetzeslage bei uns. Die frühere Anhebung kommt für uns aber nicht in Frage.

derStandard.at: Aber Sie haben zuvor gesagt, dass bis 2024 die Gleichstellung auch nicht erreicht sein wird. Da müsste ihre Argumentation ja auch weiter gehen.

Ruprecht: Freilich, eigentlich müsste man sagen, wir haben das nicht erreicht, was damals vorgegeben wurde.

derStandard.at: Sie sind Jahrgang 1963, fallen also mit Ihrem Alter genau auf die Butterseite und dürfen schon mit 60 in Pension gehen. Ist das jüngeren Frauen gegenüber fair, die heute für die Pensionen von Älteren zahlen müssen, aber einmal gleich lang arbeiten werden wie Männer?

Ruprecht: Die Alten müssen Platz machen für die Jungen, damit sie eine Chance am Arbeitsmarkt haben.

derStandard.at: Glauben Sie, den jüngeren Frauen gefällt das, was Sie jetzt fordern?

Ruprecht: Ja, selbstverständlich. Ich bin jeden Tag am Arbeitsplatz bei den jüngeren Frauen. Ich kann nicht immer von 100 Prozent sprechen. Aber für jene Frauen, für die ich spreche, die sehen alle diese Benachteiligung, die sie jetzt täglich erleben. Sie sind nicht für längeres Arbeiten.

derStandard.at: Sollten auch jene Männer früher in Pension gehen dürfen, die es schwer haben und in Teilzeit oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen leben?

Ruprecht: An sich denke ich, 45 Jahre Arbeit müssten für beide Geschlechter genug sein. Im Durchschnitt erhalten die Frauen 786 Euro Pension und die Männer 1228 Euro.

derStandard.at: Ja, im Durchschnitt. Dennoch gibt es Männer, die ums Überleben kämpfen. Was ist mit denen?

Ruprecht: Das ist jetzt nicht die Frage. Auch die armen Männer in Österreich haben sehr selten die Doppelt- und Dreifachbelastung zu spüren bekommen, weil sie trotzdem um 24 Prozent mehr verdienen bei Vollzeitbeschäftigung als die Frauen. Das kann man nicht so gegeneinander aufrechnen.

derStandard.at: Aber sie rechnen ja auf. Sind arme Männer eine vernachlässigbare Größe?

Ruprecht: In dem Fall schon.

derStandard.at: Warum will der Sozialminister über eine vorzeitige Anhebung des Antrittsalters der Frauen reden?

Ruprecht: Weil er dazu von den Finanzen getrieben wird. Jedes Ressort muss gewisse Einsparungen machen. Und unser Sozialminister schaut natürlich auch, in welchen Bereichen er wieviel Geld reinbringen kann. Er ist ein Getriebener von der politischen Meinung allgemein, und von verschiedenen Kollegen auch.

derStandard.at: Hundstorfer will über ein früheres Pensionsantrittsalter der Frauen diskutieren obwohl er ÖGBler ist. Hat er sich verkauft?

Ruprecht: Ich sehe das als Ausdruck dessen, dass heute die gesamte Politik getrieben von Ratingagenturen ist. Weil wir alle rigoros sparen müssen. Weil uns insgesamt weisgemacht wird, wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt.

Es ist vielleicht der leichtere Weg, sich nicht darauf zu konzentrieren, wie man einnahmeseitig einen Staat aus den Schulden herausbekommen kann. Man nimmt stattdessen einzelne Gruppen her, wo man nicht so viel Widerstand erwartet.

derStandard.at: Haben die ÖGB-Frauen eine Minderheitenposition in der SPÖ?

Ruprecht: Die SPÖ-Frauen sind ganz auf unserer Linie, auch viele Teile der SPÖ-Männer.

derStandard.at: ÖVP-Frauensprecherin Schittenhelm will den Frauen einen Anreiz geben, länger zu arbeiten. Jedes Jahr, das eine Frau ab 60 Jahren länger arbeitet, soll 12 Prozent mehr Pension bringen. Was halten Sie davon?

Ruprecht: Wenn jene, die einen Arbeitsplatz haben und gesund sind, länger arbeiten können und es gibt dann noch eine Bonuszahlung, dann habe ich kein Problem damit.

derStandard.at: Die ÖVP-Frauen fordern die Anrechnung der Kinderbetreuungszeiten in der Höhe von vier Jahren, egal in welchem Abstand die Kinder auf die Welt gekommen sind. 

Ruprecht: Das ist ein Vorschlag, den man diskutieren kann. Aber was passiert, wenn sie Zwillinge oder Drillinge bekommen? Wenn man vier Jahre zuhause bleibt, bekommt man dann 12 Jahre angerechnet? Ich finde das unsinnig. Ich halte die Regelung, die wir jetzt haben, für sehr gut. Es ist jetzt wichtiger, andere Benachteiligungen aufzuheben. Diese Kindererziehungszeiten sind schon nett, aber das bringt uns Frauen nicht wirklich um so viel weiter.

derStandard.at: In der Resolution argumentieren Sie auch so, dass es mehr Arbeitslosigkeit geben könnte, wenn das Frauenantrittsalter früher angehoben wird. Dreht man Ihr Argument um, dann könnte man sagen: Wir pensionieren die Frauen früher, damit die Arbeitslosigkeit sinkt.

Ruprecht: Das sind unrealistische Geschichten. Mir ist weder das eine noch das andere lieber. Ich hätte gerne, dass die Menschen solange wie möglich in Beschäftigung bleiben, weil sie Arbeit haben und gesund sind. Dann haben wir überhaupt kein Problem mit irgendjemandem. Das Problem haben wir dann, wenn es ab 50 Plus keinen Arbeitsplatz mehr gibt, und nicht mehr eingestellt werde. Das ist der Grund, weswegen wir der früheren Anhebung des Antrittsalters der Frauen nicht zustimmen.

derStandard.at: Es soll also alles bleiben, wie es ist. Wenn Sie sich nicht als Betonierer betrachten, was sind Sie dann?

Ruprecht: Ich will nicht, dass der Status Quo so bleibt, wie er ist. Frauen sollen ein eigenständiges, unabhängiges Leben führen können, Arbeit haben, von der sie nicht nur überleben, leben können.

derStandard.at: Das wollen wir alle. Aber bei dieser Frage betonieren Sie.

Ruprecht: Bevor das, was im Gesetz steht, nicht eingehalten ist, brauchen wir dieses Gesetz nicht vorzeitig verändern.

derStandard.at: Das ist nicht betonieren, sondern ...

Ruprecht: Auf die Einhaltung eines Gesetzes pochen. (Benedikt Narodoslawsky, Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 24.11.2011)

BRIGITTE RUPRECHT (49) ist Bundesfrauenvorsitzende des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Davor war die gelernte Großhandelskauffrau ÖGB-Landesfrauensekretärin in Oberösterreich und Vorstandsmitglied in der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 286
1 2 3 4 5 6 7
Dr.Eisenbart
01
11.2.2012, 09:58
Warum kann eine kinderlose Frau mit 60 in Pension

Und ein Vater von zwei Kindern mit 65 ?

R58
00
4.12.2011, 20:20
Ich arbeite sei 20 Jahren als Mann +60 Stunden:Wo.

Mit 40 waren es 90+!
Ich darf auch nicht früher in Pension gehen!

rico50
00
28.11.2011, 08:53
Gleichberechtigung

Ich kann an allen, die mit der Aussage von Fr.Ruprecht nicht zufrieden sind, sagen, das .zik Frauen die sich für eine Arbeit bemühen und älter sind als 45 diesen Job einfach nicht bekommen. Um zu überleben müssen diese Frauen sehr einfache und unterbezahlte Arbeit annehmen. DADURCH sinkt auch das Lohnniveau, dadurch sinkt die Pension!!
Daher ist zu fordern das es ein Grundeinkommen für ALLE gibt und je nach Qualifikation, Tätigkeit und Arbeitszeit eine Aufzahlung zu zahlen ist.

the bugger_off
00
28.11.2011, 12:41

halb grün.

ich bin dagegen das gesellschaftlich notwendige tätigkeiten als mehr und weniger wertvoll eingestuft werden und das dann (wieder) in unterschiedlicher recourssen(=geld)verteilung mündet.

diephysikerin
03
28.11.2011, 00:07

Haben der Frau Ruprecht die Östrogene das Denken vernebelt?!

Wir gehen ein paar Jahre in Karenz, steigen dadurch langsamer auf, und sollen dann auch noch früher in Pension gehen?! Damit wir NOCH weniger Pension bekommen? Von der wir dann durchschnittlich 4 Jahre länger darben müssen als die Männer, weil wir länger leben?!

Minister der Ökomonie
03
27.11.2011, 14:09
Dann rechnen wir einmal, wie benachteiligt Frauen bei Pensionen sind:

Frauen gehen zum 5 Jahre früher in Pension, und werden rund fünf Jahre (oder mehr) älter als Männer.

Vergleichen wir einen Mann und eine Frau:
Mann geht mit 65 in Pension, stirbt mit 70 = 5 Jahre Pension zu: 1228,- sind 73.680,- insgesamt

Frau geht mit 60 in Pension, stirbt mit 75 = 15 Jahre Pension zu: 786,- sind 141.480,- insgesamt (wobei hier weniger Beitragsjahre verzeichnet sind)

Wie will man unter diesen Umständen die Grundlage für Gerechtigkeit schaffen? Hebt man das Pensionsalter erst an, wenn Frauen gleich viel verdienen, muss vorher eine Differenz von 147.360,- zugunsten der Frauen entstehen, und nicht nur, wie bisher 67.800,- die Frauen aktuell mehr Pension bekommen?

Dorli Krainer
00
27.11.2011, 09:11

Es wird immer nur vom Pensionsantrittsalter geschrieben bzw. drüber diskutiert. Warum wird nicht über eine Gesamtlebensarbeitszeit diskutiert. Was nützt ein Pensionsantrittsalter von sechzig oder fünfundsechzig, egal ob Manderl oder Weiberl, wenn in diesen Jahren, auf Grund von Studienzeiten, oder Kinder, oder Arbeitslosigkeit oder oder, bloss 30 Jahre, nur um eine Zahl zu nennen, eingezahlt wurde?!! Der ganze Diskussionsansatz ist meines Erachtens falsch!

kakaniengeist
01
26.11.2011, 09:21
mander, ´sch wird zeit! für eine *gendergerechte* quotenregelung im pensionssystem!

lebensaltergerechte statistische aufrechnung gegenüber der holden weiblichkeit (um mindestens fünf jahre früher in die *goldenen* herbstjahre hinein als die damen!)

anrechnung der alimentierten kinderzeiten (vor allem für die, die *blechen* dürfen, ohne den nachwuchs auch betreuen oder sehen zu dürfen, weil die ex halt nicht WILL!)

...

wenn man(n) es ganz genau nehmen würde, würde für sein geschlecht (im familienprogramm) im extremfall die x-fache belastung (jenseits von doppelt und dreifach) gelten,

teils mit potentiell lebenslänglichen *bestrafungsfaktoren* (für die *ehehammel*)!

ai1
06
25.11.2011, 17:49
autsch

eine herbe entäuschung für alle die auf kompetente gewerkschaftliche vertretrung hoffen.

locken
01
25.11.2011, 17:03
Er ist doch nur ein Anwesenheitslisten unterschreiber !

Hellcat
010
25.11.2011, 16:31
Warum...

polarisiert mich diese Dame blos so.
Dieses kurze Interview genügt, und schon ist mein Verständnis für die Anliegen von Frauen wie weggeblasen.

Richard Ebner
03
25.11.2011, 15:33
Dass man die armen Männer vernachlässigen ...

... kann, sehe ich jeden Tag dutzendweise am Bahnhofsvorplatz.

kakaniengeist
22
25.11.2011, 15:24
hundstorfer ist ein getriebener?

hundstorfer ist ein vertreter der alten zöpfe.

und er ist vor allem ein ehemaliger wiener gemeindebeamter.

und deswegen schauen alle pensions*reform*(?)aktionen genau so aus, wie sie ausschauen.

zkk
 
15
25.11.2011, 15:01
wie groß wäre der aufschrei aller quotenfrauen ähm frauenrechtlerinnen, wenn das ein mann bezüglich "armer frauen" gesagt hätte?

"derStandard.at: Aber sie rechnen ja auf. Sind arme Männer eine vernachlässigbare Größe?

Ruprecht: In dem Fall schon."

kein wehrdienst, dafür 5 jahre früher in pension, natürlich auch für kinderlose frauen ... welche doppel- und dreifachbelastung diese frauen haben, wäre interessant (ist nicht jede 3. 40-jährige frau in wien kinderlos?) zu erfahren ...

diese dame mit herrn neugebauer zu vergleichen ist sogar herrn neugebauer gegenüber ungerecht und unfair.

Bertolt Bricht
00
25.11.2011, 16:19
Geh jetzt pudelns earna ned auf...

Frauen wahren immerhin mehrere millionen Jahre Opfer.
Da sollten wir nicht kleinlich sein und auf Gleichberechtigung pochen, oder?

Minister der Ökomonie
01
27.11.2011, 14:31

Und Männer waren nicht mehrere millionen Jahre Opfer?

Wenns hart auf hart ging gab es immer deutlich mehr Todesopfer unter Männern und Jungen. Oder sind Todesopfer weniger schlimmals Kinder hüten oder vom Mann versorgt werden... und wenn die arme Frau dann ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen musste, dann weil der Mann tot war, gefallen... wer ist hier das Opfer?

Wir leben allerdings 2011. Und wir haben uns an AKTUELLE Sachen zu halten, nicht an das was irgendwann war. Ich meine, Rothaarige fordern auch keine Rache für ihre Verfolung und Verbrennung - oder meinen, deswegen dürfen alle anderen diskriminiert werden. Alte Lagerräume beschützen, erschafft keine neuen Räume.

the bugger_off
00
29.11.2011, 11:04

geh hörts bitte beide auf... "millionen" von jahren..
das leben der menschen vor 5000 jahren lässt sich schwer mit dem vor 20000 jahren vergleichen...

Publius C. Pulcher
21
25.11.2011, 14:50

wow. ... wenn gewerkschafterInnen dem neoliberalen umbau nicht zustimmen nennt man das betonieren ...

wie nennt man das, wenn unternehmen einer verbesserung der arbeitsbedingungen nicht zustimmen? bin gespannt was pseudokritische standard-journalisten dazu zu sagen hätten. ...

aber nachdem ich wahrscheinlich sowieso keinen job über der geringfügigkeitsgrenze finden werde, kann ich dem sozialsystem , und die pensionen mir ja wurscht sein.

hauptsache wir reden nicht über gerechtigkeit ...

Menschen gegen Menschen
00
25.11.2011, 14:44

Ramsch-Status.

Marlon62
01
25.11.2011, 14:26
Es darf niemand aufgrund des Alters gekündigt werden.

Das soll sie mal den Firmenchefs sagen. Es darf auch niemand wegen des Alters nicht eingestellt werden. Darum lautet die schriftliche Absage der Firmen an ältere Bewerber "Leider entsprechen Sie nicht unserem Anforderungsprofil".

MAXIMA
00
25.11.2011, 14:21
... was macht eigentlich der ÖGB ???

... kennst den richtigen ÖGBler verhilft er Dir in die Frühpension, aber für die Verdienstgleichstellung der Frauen konnte man nichts tun. Hauptsache wir haben die Töchter in der Hymne, nur abbeißen kann keine Frau davon. Einzementiert und unbeweglich diese Ruprecht.

Dagmar Rehak Wien
 
01
25.11.2011, 14:11

Man kann nicht INDIVIDUELLE Pensionsansprüche an den DURCHSCHNITTLICHEN Lebensbedingungen zweier großer Menschengruppen festmachen.
Abgesehen davon gibt es diese Benachteiligungen der Frauen schlicht nicht, Benachteiligungen von Männern aber sehr wohl, einerseits biologische (können keine Kinder kriegen, sterben früher, brauchen mehr Kalorien) und knallharte gesetzliche wie Wehrdienst, dessen Verweigerung sogar mit Gefängnisstrafe bedroht ist.
Also sofort weg mit der Ungleichbehandlung, am besten rückwirkend. Alle Männer, die in den letzten 30 Jahren nach 60 in Pension gegangen sind, sollen für die Zeit eine finanzielle Entschädigung bekommen.

Helmut Moesl
03
25.11.2011, 15:22
Man kann nicht INDIVIDUELLE Pensionsansprüche an den DURCHSCHNITTLICHEN Lebensbedingungen zweier großer Menschengruppen festmachen.

Das hat der Verfassungsgerichtshof auch so gesehen. Die jetzige Regelung ist ja mit Bomben und Granaten "gleichheitswidrig", aber halt unangreifbar, weil schlauerweise in Verfassungsrang gehoben worden.

Dagmar Rehak Wien
 
01
25.11.2011, 16:36

Na, grauenhaft... Diese extreme Ungerechtigkeit, die einen Menschen durch etwas, was dieser nicht ändern kann, benachteiligt, steht in der Verfassung?

Facialbook
00
29.11.2011, 18:52
Bitte entscheiden Sie sich ...

... zwischen Real- und Zynismusmodus, sonst sind Ihre Sätze nicht einzuordnen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 286
1 2 3 4 5 6 7

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.