Solidarabgabe

Wirtschaftsbund dagegen, über AK-Beschluss "entsetzt"

24. November 2011, 13:27

Generalsekretär Haubner: "Halte nichts von steuerpolitischen Einzelvorschlägen"

Wien - Der Wirtschaftsbund hält wenig vom Vorschlag von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, die sich am Mittwoch in ihrer Funktion als geschäftsführende ÖAAB-Obfrau für einen Solidarbeitrag für Superreiche auf Zeit ausgeprochen hatte. "Ich halte nichts von steuerpolitischen Einzelvorschlägen", sagte Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner am Donnerstag gegenüber der APA. "Entsetzt" zeigte er sich vom gestrigen Beschluss bei der Hauptversammlung der Bundesarbeiterkammer (AK), in dem "Reiche bzw. Unternehmen und Bauern" zu den "wahren Schuldentreibern" gezählt werden.

Zum Vorschlag Mikl-Leitners sagte Haubner, man habe im heimischen Staatssystem "viele Fehler, da müssen wir zuerst ansetzen". Es bringe nichts, "wenn wir da weitere Gelder reinschütten, egal, wem wir es wegnehmen". Vielmehr brauche es Reformen: "Wir wollen keine Steuerdiskussion, sondern wollen Fehler im Staatssystem beseitigen."

Löcher reparieren

Das Staatssystem sei "wie ein Wasserkübel mit vielen Löchern". Es bringe nichts, mehr Wasser hineinzuschütten, "denn damit werden die Löcher nicht repariert". In Österreich würden alle diskutieren, wo das Wasser herkommen soll, "anstatt dass man über die Reparatur der Löcher redet, das ist das Problem", so Haubner.

Zum Beschluss der AK, den auch der ÖVP-Arbeitnehmerflügel ÖAAB und FCG mitgetragen hatte, sagte Haubner, dies sei "Klassenkampf pur". Die AK-Fraktionen hatten sich in ihrer Resolution gegen einen Schuldenbremse ausgesprochen. Vielmehr forderten sie eine Vermögens- und Finanztransaktionssteuer, außerdem gelte es, "die wahren Schuldentreiber" zu bekämpfen - neben dem "Finanzsystem", der Arbeitslosigkeit und dem fehlenden Wachstum seien dies eben auch "unzureichende Beiträge von Reichen bzw. Unternehmen und Bauern". Haubner sagte, bei den Unternehmern gebe es dafür kein Verständnis. "Ich bin echt entsetzt über diesen AK-Beschluss", so der Generalsekretär.

Rauch: "Diskussionswürdig"

Den Vorschlag Mikl-Leitners hatte zuvor ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch im Ö1-"Morgenjournal" als "durchaus diskussionswürdig" bezeichnet. Die ÖVP-Linie sei aber weiterhin klar, es dürfe keine Belastung des Mittelstandes und keine weiteren Belastungen der Familien geben. In diesem Zusammenhang könne man auch über den Vorschlag diskutieren. Primäres Ziel sei aber, die "Kassentreiber" zu definieren, wiederholt er einmal mehr - dabei handle es sich vor allem um die ÖBB und Frühpensionisten. (APA)

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15 Postings
Mostbluzza
00
28.11.2011, 11:03
haubner, noch nie gehört

gibts eigentlich sowas wie "wirtschaft" bei der övp ...?

die stehen wohl unter strengster beobachtung der sektenjäger von ak,ögb und öaab; wk und öst. industriellenvereinigung haben genausowenig mit freier marktwirtschaft zu tun, wie
die sozialistische internationale.

und wir reden von neoliberalismus und dem bösen kapitalismus ... einfach lachhaft.

Nutze den Tag
00
27.11.2011, 08:38
Fehler im System sind z.B. Pensionen über € 3.000/M

Wie hoch ist die Höchstpension in der Schweiz?

sainty1
01
25.11.2011, 11:59
na dann soll er doch mit seiner Parteifreundin die Löcher

stopfen und ned deppat reden!

Sonata
01
24.11.2011, 21:57
Haubner kann ja auch nichts anderes sagen...

denn sonst ist er die längste Zeit Generalsekretär gewesen. Die Löcher von denen er spricht, das sind aber schon die immensen, ungerechtfertigten Förderungen für die Großbauern, die unermeßlich hohen Politikergagen und die Ausgaben für den gigantischen Beamtenapparat. Hier ist genug Sparpotential um den Staatshaushalt in kürzester Zeit schuldemfrei zu machen.

Seadelaere
05
24.11.2011, 19:36
die wirtschaftskompetenz der wkö

sieht ma an ihrer erfolgreichen pensionskasse

sainty1
01
25.11.2011, 11:59
ja blöd dass die ehemaligen Angestellten

die ja sicher alle ein schwarzes Bücherl hatten, jetzt weniger geld kriegen..

lästermaul
11
24.11.2011, 18:42
herr haubner

was sind für sie eigentlich die fehler im system?
sozialausgaben? ausgaben für bildung und forschung? ausgaben für kultur?
wo wollen sie eigentlich wirklich sparen ohne den sozialstaat total zu ruinieren?

Radio Eriwan
00
24.11.2011, 19:31
Bankangestellt denken nur wie Bankangestellte.

Also wird sie Haubner nicht erhören.

itavalda
13
24.11.2011, 18:00

Ich bin auch für das Schließen von Systemfehlern im Staatswesen. Fangen wir gleich bei der Steuerhinterziehung an. Treiben wir einmal alle offen Forderungen ein.
Dann geht uns allen gleich besser . Denn geht der Wirtschaft gut gehts uns allen gut.

auch gut...
22
24.11.2011, 17:45
Die Bundesarbeiterkammer als...

...Hort ausgefressener Bonzen die sich mittels Zwangsbeiträgen mästen braucht man nicht einmal zu ignorieren.

Durch die Bank Zivilversager deren Meinung keinen Pfifferling wert ist.

Die Gewerkschafter, das Proletariat, die Werktätigen oder besser gesagt, der Pöbel, wittert etwas Morgenluft und Existenzberechtigung auf Grund der Wirtschaftskrise... während die Arbeitkammer und Gewerkschaftern fleissig investieren und spekulieren...

R., der Hundefreund
00
24.11.2011, 17:21
Na ja, Herr Haubner, dann fangen´s mit dem

.... stopfen des WK-Wasserkübels an. Erst wenn das gelungen ist, dürfen´s wieder über andere Dinge Laut geben.

donna corleona
13
24.11.2011, 15:21

Das Staatssystem sei "wie ein Wasserkübel mit vielen Löchern". - Der neue Totschlag-Vergleich....

NEIN, es gibt mehrere Wasserhähne und mehrere Kübel, einige davon mit Löchern. Wenn man die Erträge aus Millionärssteuer, Erbschaftssteuer etc. zweckbindet, etwa für einen Pflegefonds, geht nichts verloren!

Somit Solidarbeitrag JA, aber bitteschön ohne zeitliche Begrenzung!

woschl73
 
08
24.11.2011, 15:03
Haubner: "Jeder muss Beitrag zur Sanierung leisten"

...Herr Haubner kann sich also eine Nulllohnrunde für alle Beamten vorstellen, hält aber nichts von einem " Solidarbeitarg ser Superreichen"
also doch nicht jeder muss einen Beitrag leisten wie jetzt HERR Haubner Ich kenne mich nicht mehr aus !!

Radio Eriwan
01
24.11.2011, 15:18
Er hat vorher bei Karl-Heinz Grasser angerufen.

Childerich von Bartenbruch
02
24.11.2011, 14:18
"primäres ziel", so vp-generalsekretär rauch, ...

... "sei es aber, die forderungen der övp umzusetzen. forderungen des koalitionspartners seien prinzipiell sekundär und stünden daher eigentlich gar nicht zur diskussion."

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