Zwei Stunden gratis

Lehrergewerkschaft sieht "Verhöhnung" durch Fekter

24. November 2011, 11:28

Schmied will Details von Fekter-Vorstoß für Anhebung der Lehrer-Arbeitszeit nicht kommentieren

Wien - Einen "'Rettungsschirm' gegen unqualifizierte Attacken" haben die Lehrergewerkschaften am Donnerstag in einer Aussendung als Reaktion auf den Vorstoß von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) für teils unbezahlte Mehrarbeit von Junglehrern gefordert. "Bundeskanzler und Vizekanzler müssen dafür sorgen, dass Seriosität und Sachlichkeit in die Bildungsdebatte zurückkehren", betonte der Vorsitzende der ARGE-Lehrer und Spitzenverhandler bei der Reform des Dienst- und Besoldungsrechts, Walter Riegler, am Donnerstag in einer Aussendung aller Lehrer-Teilgewerkschaften.

Fekter habe sich mit der Schulrealität nicht auseinandergesetzt, für sie seien Pädagogen offenbar nur Buchungszeilen im Budget, so Paul Kimberger von der Pflichtschullehrer-Gewerkschaft, die wie alle Teilgewerkschaften von der VP-nahen Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) dominiert ist.

Quin: "Verhöhnung" der Arbeitsleistung

Kritik erntete Fekter auch für ihre Aussagen, wonach Lehrer äußerst gute Gehälter beziehen. "Einem Akademiker ausrichten zu lassen, dass er mit einem Anfangsbezug von etwas über 1.300 Euro exorbitant gut bezahlt ist, kann nur als Verhöhnung seiner Arbeitsleistung empfunden werden", sagte AHS-Gewerkschafter Eckehard Quin. Fekter habe offenbar noch nicht begriffen, dass Österreichs Schulsystem "auf Idealismus und Arbeitsleistung weit jenseits der 40-Stundenwoche basiert".

Rainer: "Entgleisung" der Finanzministerin

Jürgen Rainer, Gewerkschaftsvorsitzender für die berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS), sprach von einer "Entgleisung" der Finanzministerin, Albert Arzt (Berufsschullehrer) warnte, dass Fekter damit in Zeiten von Lehrermangel für die Rekrutierung von Junglehrern "kaum wieder gut zu machenden Schaden" angerichtet habe.

Schmied: Verhandlungen ohne Tabus

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) will den Vorstoß von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP), Junglehrer zu sechs Stunden mehr Unterricht zu verpflichten, wobei sie davon zwei Stunden ohne zusätzliche Bezahlung leisten sollen, inhaltlich nicht kommentieren. Sie betonte allerdings, dass es sich beim neuen Lehrerdienst- und Besoldungsrecht um ein gemeinsames Projekt der Regierung handle. "Bei den Verhandlungen wird jetzt ohne Tabus zu diskutieren sein", heißt es aus dem Büro der Ministerin.

Ziel sei ein modernes, leistungsorientiertes und faires Modell. Ob Fekters Vorschlag dabei in Frage kommen könnte, sagt sie allerdings vorerst nicht. Immerhin habe sie sich gemeinsam mit der Gewerkschaft darauf geeinigt, über den Inhalt der Verhandlungen Stillschweigen zu bewahren.(APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 144
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lehrer
61
26.11.2011, 20:46
aufgescheucht...

auch in anderen ländern wird mehr als 22 wochenstunden unterrichtet....also wird dies wohl auch in österreich möglich sein..gewerkschaft möge bessere arbeitsbedingungen erkämpfen und nicht ständig politisch besetzte posten verteidigen (bezirksschulinspektoren, landesschulinspektoren.., mehr als 250 in österreich und nicht wirklich sinnvoll, da hauptsächlich verwaltend tätig, könnte von qualifizierter sekretärin besser und billiger erledigt werden..

Walther45
00
16.12.2011, 15:57
....

22 Stunden, Herr Kollege, meine Gruppe hat eine Lehrverpflichtung von 23 Stunden.
Schauen Sie nach Finnland, Lehrverpflichtung und Schülerzahlen.

Walther45
00
16.12.2011, 15:44
richtig!! vor allem in Finnland und Deutschland

in Finnland werden 18 Stunden bei maximal 20 Schüler unterrichtet. Der Gehalt ist dementsprechend höher.
In Deutschland wird auch um einiges mehr bezahlt wie in Österreich.

GoodieGoodie
00
29.11.2011, 22:58

Ja, in anderen Ländern wird mehr als 22 Wochenstunden unterrichtet - aber auch weit mehr bezahlt!!!

stall
04
27.11.2011, 07:52
wenn die kinder beim unterrichten ordentlich mitmachten

könnte man ja noch darüber reden. mehr als 4 stunden pro tag in der klasse heutzutage ist schon sehr mühsam und schlaucht. aber wie überall ist es eben nicht überall gleich. dafür gibt es zu unterschiedliche schultypen und altersstufen. aber die experten reden gerne allgemein von ein paar stunden mehr ist doch ein klax. a....löcher.

juli august
23
26.11.2011, 14:37
warum wird nicht endlich gerechtigkeit hergestellt

zwischen dem turnografen und dem deutsch/englisch-lehrer? WARUM?

so ist diese ewige diskussion um die arbeitszeit sinnlos!

ODER: 42 stunden anwesenheitsplicht der lehrer an der schule mit der "stechuhr" - dann wirkliche freizeit!

AHS-lehrer (seit vielen jahren)

Walther45
00
16.12.2011, 15:48
natürlich Herr Kollege

aber mit Arbeitsplätzen und Bezahlung so wie in der Privatwirtschaft, mit freier Urlaubswahl, mit Überstundengrundlohn und deren Zuschläge, mit Überstundenfortzahlung usw.
wie viel Millionen würde diese Gleichstellung mehr kosten?

mamilu
01
26.11.2011, 20:11

...die Zauberwörter sind a) Werteinheiten und b) Teilungszahl...

Penelope11
13
26.11.2011, 18:28
Ich verstehe das auch nicht,

...diese himmelschreiende Ungerechtigkeit wird einfach nicht korrigiert!!! Man braucht wirklich kein Rechengenie sein, um durchzukalkulieren, wie unglaublich viel Zeit mehr ein/e Deutsch/Englisch-LehrerIn für ihre Arbeit aufwenden muss: mindestens 5 (meistens 6 bis 8, je nach Schultyp) Klassen zu je 4 Schularbeiten im Jahr, ca. 25 Arbeiten pro Schularbeit, mindestens 20 Minuten pro (doppelt zu lesender) Arbeit (Oberstufe natürlich mehr), dazu pro Schularbeit 2 Hausübungsaufsätze pro Klasse, sind (als UNTERGRENZE) 625 Stunden Korrekturen, d.h. 12,5 Arbeitswochen MEHR als die Turnographen!!!! Dazu kommen aber noch (selbstverständlich NEBEN der Vorbereitungszeit, die ein Geograph auch hat) diverse Diktate und Grammatikübungen zur Korrektur!!!

Penelope11
10
26.11.2011, 18:35
KORREKTUR: es sind 500 Stunden Untergrenze, die 12,5 Wochen stimmen (bei einer ARbeitszeit von 40 Wochenstunden)

D/E
10
26.11.2011, 16:08
Weil keiner so gut politisch abgesichert ist wie die

Turnografen, Zweitfachhistoriker usw.

Die anderen haben wenigstens die Arbeit. Ist auch etwas Schönes.

Alfred Moosbrugger
01
25.11.2011, 15:23

Die noch angenehmere Überraschung: Je anspruchsvoller die Texte, desto höher hantelt sich Österreich - auf Platz vier weltweit. Höchst überraschend und für manche wohl höchst erfreulich ist, dass Mädchen OECD-bescheinigt superlativ sind: Österreichs Gymnasiastinnen erreichten 574 Punkte (OECD-Durchschnitt 500 Punkte) und sind weltweit vor ihren männlichen Kollegen mit 552 Punkten am besten.

Alfred Moosbrugger
02
25.11.2011, 15:22
Lang wird das nicht mehr so bleiben:

Das ist die logische Folge einer kürzlich veröffentlichten Studie der OECD, die so erstmals durchgeführt wurde. Die OECD, die Volkswirtschaften weltweit vergleicht, hat dabei Leseverhalten, sprachliche Ausdrucksweise und Rechenleistung beurteilt.

Das für viele angenehm verblüffende Ergebnis: Österreich ist praktisch immer besser als der Durchschnitt der untersuchten 31 Staaten. Im Zuordnen von Buchstabenfolgen und Sinn (in der Folge kurz Lesen genannt) ist Österreich Nummer zehn und das beste Land in Mitteleuropa (lesen Sie dazu auch auf Seite 3).

Die noch angenehmere Überraschung: Je anspruchsvoller die Texte, desto höher hantelt sich Österreich - auf Platz vier weltweit. Höchst überraschend und für manche wohl höchst erfreulich ist,

FriedenIstMöglich
09
25.11.2011, 12:00
mehr arbeit dafür weniger Geld...

...ist eine scheinbar weit verbreitete Forderung.
Im heutigen Standard gibt es eine Auflistung der Lehrerarbeitsstunden/Jahr
VS: 1881 Std p.a.
HS: 1840 Std p.a.
AHS:1928 Std p.a.
Unabhängig davon, ob diese Zahlen genau stimmen (in der gestrigen Ausgabe wurde für Landeslehrer eine Normarbeitszeit von 1776 genannt), arbeitet ein Mensch mit 38,5 Wochenstunden pro Jahr (ohne Feiertage rauszurechnen) 1809,5 Std.
JA Lehrer haben viel Ferien, JA viele andere Menschen wünschen sich das auch
DOCH die gearbeiteten Stunden scheinen in etwa gleich viele zu sein.

marie berg
61
27.11.2011, 22:32
genau

das märchen der 45 stundenwochen der volksschullehrer. gähn.

GoodieGoodie
03
29.11.2011, 23:02

Eine unnötige Wortspende von Marie Berg. Gähn.

lehrer
50
25.11.2011, 11:49
nicht korrekt..

auch wenn lehrer nicht gerade überbezahlt werden sollte die gewerkschaft korrekte angabne über lehrereinkommen kommunizieren: pflichtschullehrer 2200 bis 4400 brutto...das sind zumindest 1500 netto..

Daisy Lord
15
26.11.2011, 07:57

Laut Gehaltstabelle: Pflichtschullehrer im ersten Dienstjahr 1.925,30 Euro BRUTTO....also bitte erst informieren und nicht einfach Zahlen aus den Fingern saugen!

lehrer
10
26.11.2011, 20:41
unwahrheit

sehr geehrte frau kollegin, kein lehrer beginnt in der gehaltsstufe eins, da studium angerechnet wirdQ also einfach informieren..! außerdem beginnen lehrer normalerweise als IIL lehrer, die bezahlung entspricht der 5! gehaltsstufe!! ich din seit über 25 jahren im schuldienst und weiß bescheid!

sternsteinblitz
01
27.11.2011, 11:14

So wie Sie schreiben, sind Sie möglicherweise im Schuldienst, aber sicher nicht als Lehrer!

asinus
01
28.11.2011, 02:41

Er ist auch kein Lehrer...

sternsteinblitz
01
28.11.2011, 13:24

Ich nehme ohnehin an: ein frustrierter Mitarbeiter der Buchhaltung an einem Landes-/Stadtschulrat!

Alfred Moosbrugger
17
25.11.2011, 14:49

Einem Jung-Hauptschullehrer mit voller Lehrverpflichtung werden ca. 1350.- netto ausbezahlt.
Er steigt mit ca. 23, 24 ins Berufsleben ein.

Ein Maurergsell verdient ohne zu pfuschen mit 18, also nach wesentlich kürzerer Ausbildungszeit bereits ca. 1600.

Da sind die 1350 des Junglehrers doch nicht viel, oder etwa doch?

0815-Kommentar
00
25.11.2011, 10:47

wenn es frau fekter tatsächlich um die sache ginge, würden junglehrer mehr geld bekommen und vorschlagen, dass alle lehrer mehr stunden in der klasse verbringen. aber das ist vermutlich "sozen"-kram.

cheerio
00
25.11.2011, 10:23

kanzlerin fekter fordert - was sagt der vizekanzler neugebauer dazu?

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