Kapitallücke bei ÖVAG wächst

24. November 2011, 08:57
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Weniger Geld für Volksbanken International in Sicht

Wien - Nach Erste Group und RZB-Gruppe erhöht sich nun auch bei der ÖVAG der Kapitalbedarf. Durch den Verlust im dritten Quartal braucht das Spitzeninstitut des Volksbankensektors um rund 200 Mio. Euro mehr als noch im Sommer, schreibt das "WirtschaftsBlatt". Damit werde die Lücke insgesamt 1,2 Mrd. Euro betragen.

In Summe erhöht sich das fehlende Kapital der drei großen Institute in Österreich auf 4,5 Mrd. Euro, heißt es in dem Blatt. Nach dem Sommer-Blitzstresstest lag die Lücke noch bei 2,9 Mrd. Euro.

Umstrukturierung

Die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) soll die neuen Kapitalzahlen (den Bedarf nach Definition der europäischen Bankenaufsicht EBA) am Freitag zusammen mit den Neunmonatszahlen nennen. Die Bank ist mitten in einer gravierenden Umstrukturierung und sieht sich deshalb als Sonderfall in den EBA-Vorgaben.

Unter Druck ist die ÖVAG auch von einer anderen Seite: Nach "STANDARD"-Informationen will die russische Sberbank den Preis für die Ostbankentochter Volksbank International (VBI) nochmals nach unten drücken, die Rede sei inzwischen von rund 500 Mio. Euro. Am morgigen Freitag soll Sberbank-Chef German Gref wieder in Wien verhandeln. Die VBI gehört zu 51 Prozent der ÖVAG, den Rest halten deutsche DZ- und WGZ-Bank und französische Volksbanken. Der Verkaufsvereinbarung vom September zufolge war ein Preisband von 585 Mio. bis 645 Mio. Euro festgelegt worden. Nach der letzten drastischen Gewinnwarnung der ÖVAG war höchstens nur mehr vom unteren Ende, also 585 Mio. Euro, die Rede gewesen. Dass es nun noch weniger werden könnte, wird mit schlechter als erwartet laufenden Geschäften - vor allem in Ungarn - kolportiert. (APA)

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