Uniqa verkauft deutsche Mannheimer

Hoher Verlust durch Athen-Abschreibung

Wien - Der Uniqa-Versicherungskonzern hat in den ersten neun Monaten wegen der bereits angekündigten weiteren Abschreibungen auf Griechenland-Staatsanleihen und Kosten für den Umbau des Konzerns einen EGT-Verlust von 181 Mio. Euro geschrieben - avisiert worden war dazu Anfang November ein Wert um die 185 Mio. Euro. Den Ergebnisausblick für das Gesamtjahr 2011 ließ die Uniqa  bei der Bekanntgabe der Zahlen mit  minus 250 bis  minus 300 Mio. Euro EGT unverändert. Überraschend wurde dagegen der Verkauf der deutschen Tochter Mannheimer AG Holding angekündigt, die 2010 mit ihren drei operativen Versicherungen 412 Mio. Euro Prämie eingenommen hat und an der Uniqa 91,7 Prozent hält.

Abgegeben werden soll die Mannheimer an den Versicherungsverbund "Die Continentale", darüber wurde am Mittwoch dieser Woche eine grundsätzliche Übereinkunft unterzeichnet. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Ergebnisprognose der UNIQA-Gruppe für 2011 bleibe durch den Verkauf der Mannheimer unberührt, hieß e. Die Mannheimer-Gruppe beschäftigt 840 Mitarbeiter und betreut knapp 835.000 Versicherungsverträge.

Operativ konnte die Uniqa in den ersten drei Quartalen ihre laufenden Prämieneinnahmen um 4,9 Prozent auf 4,08 Mrd. Euro steigern - und zugleich die Schaden- und Leistungsquote über alle Sparten auf 71,1 Prozent senken. Starke Wachstumsimpulse seien mit 10,3 Prozent auf 826 Mio. Euro vor allem aus Ost- und Südosteuropa gekommen; dabei habe man dort in 13 der 15 Länder Marktanteilsgewinne erzielt. In Österreich wuchsen die laufenden Einnahmen um 2,7 Prozent auf 2,69 Mrd. Euro, im internationalen Bereich insgesamt um 9,7 Prozent auf 1,39 Mrd. Euro, darunter in Westeuropa um 8,7 Prozent auf 560 Mio. Euro. (APA)

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