Umweltzone in Wien ab Herbst 2013 denkbar

24. November 2011, 08:11
  • In Deutschland sind Umweltzonen längst Usus, wie dieses Verkehrsschild in Hannover zeigt.
    foto: apa/dpa/holger hollemann

    In Deutschland sind Umweltzonen längst Usus, wie dieses Verkehrsschild in Hannover zeigt.

Verbot für schadstoffreiche Fahrzeuge soll mithilfe von Abgasplaketten umgesetzt werden

Wien - Im Kampf gegen die Feinstaubbelastung stellt die rot-grüne Stadtregierung nun offenbar die Weichen für eine Umweltzone in Wien. Laut dem grünen Umweltsprecher Rüdiger Maresch wird demnächst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, wo und in welcher Form ein derartiges Einfahrtsverbot für schadstoffreiche Fahrzeuge sinnvoll wäre. Die Zone könnte bereits mit Herbst 2013 in Kraft treten, sagte Maresch.

Ob die Umweltzone tatsächlich kommen wird, hänge aber davon ab, "ob die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung außerhalb des Gürtels greift" - also ob durch die erhoffte Zurückdrängung des Autoverkehrs die Belastung durch Feinstaub und Stickoxide entsprechend reduziert werden kann. "Ich glaube aber fast, dass wir es machen müssen", prognostizierte Maresch.

SPÖ bisher strikt dagegen

Da die zusätzlichen Parkpickerlzonen mit September 2012 gelten sollen, werde man spätestens mit Ende des kommenden Jahres diesbezügliche Vergleichswerte haben. Falls der gewünschte Effekt nicht erzielt werde, wolle man ein so gut wie fertiges Konzept für eine Umweltzone in der Schublade haben, erklärte der grüne Mandatar. Außergewöhnlich ist der offenbar zwischen Rot und Grün akkordierte Vorstoß insofern, da die SPÖ in der Vergangenheit dieser langjährigen grünen Forderung regelmäßig eine Absage erteilt hatte.

Laut Maresch wird rund die Hälfte des Wiener Feinstaubs durch den Verkehr produziert. Bei einer Umweltzone könnten schadstoffreiche Fahrzeuge nicht mehr in bestimmte Stadtgebiete einfahren. Konkret wünscht sich der Umweltsprecher ein derartiges Verbot etwa für alte Lkw und Diesel-Pkw bis inklusive der Abgasnorm Euro 2 bzw. Euro 3 ohne Nachrüstfilter. Verstöße würden entsprechende Strafen zur Folge haben.

Plaketten zur Kennzeichnung

Praktisch umgesetzt werden soll die Maßnahme mittels Plaketten, mit welchen Fahrzeuge entsprechend ihrer Abgasklasse versehen werden. Je nach Klassifizierung ist dann die Einfahrt in die Umweltzone erlaubt oder verboten - letzteres entweder generell oder an belastungsintensiven Tagen. Maresch wies allerdings darauf hin, dass letztere Variante schwer praktikabel sei, da sich die Werte binnen Stunden verändern könnten und so Kontrollen kompliziert würden. Trotz der Tatsache, dass Feinstaub vor allem zwischen Herbst und Frühjahr ein Problem darstellt, hält der Grünpolitiker auch wenig von einer saisonalen Zone. Denn im Sommer gebe es wiederum erhöhte Ozonbelastung.

Welche konkreten Stadtgebiete die Zone umfassen könnte, darüber soll die Studie Aufschluss geben. Möglichkeiten wären etwa der gesamte Stadtbereich oder alle Bereiche innerhalb der Vorortelinie oder des Gürtels, so Maresch. Er gab aber gleichzeitig zu bedenken, dass ein Großteil des Feinstaubs bzw. der Stickoxide nicht innerhalb des Gürtels, sondern im Umkreis der großen Einfallsstraßen entstehe.

Keine rechtlichen Einwände

Rechtlich stehe einer Umweltzone in Wien jedenfalls nichts im Wege. Es brauche lediglich noch eine Verordnung durch Umweltminister Nikolaus Berlakovich, welche die Einstufung von Fahrzeugen nach Emissionswerten bundesweit einheitlich regelt und entsprechende Plaketten vorschreibt. Der Minister hat laut Maresch allerdings eine solche in Aussicht gestellt, sollte seitens eines Bundeslandes der Wunsch danach bestehen.

Wien wäre die erste Stadt mit einer Umweltzone in Österreich. Die Einführung einer solchen war ursprünglich eigentlich mit Dezember 2011 in Graz vorgesehen. Nach der Landtagswahl in der Steiermark im Herbst 2010 legte der neue FPÖ-Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann das Vorhaben allerdings auf Eis. (APA)

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jedenfalls immer noch ein bruchteil der kosten, den der feinstaub verursacht.

http://wiev1.orf.at/stories/208568 - und wer zahlt die feinstaubkosten der bimfahrer?

irgendwer mus das

auch kontrollieren, oder?
das kann man dann mit ein paar schwarzkappler-aequivalenten tun, ergebnis: keiner schert sich ums verbot.
oder wirkungsvoll mittels high-tech-overkill mit kennzeichenerkennung und pipapo, daran verdient halt irgendeine firma zufaellig ganz viel geld. das wir alle bezahlen.

mit einem pickerl am auto iost das nicht so schwer zu kontrollieren. das könne die derzeitigen parksherrifs auch machen.

Wie stellt man einen dieselmotor aktueller bauart schlecht ein? Die haben seit jahren ein elektronisches motormanagement, das funktioniert oder nicht, und wenn nicht merkt man es und muss eh in die werkstatt.

es sagt doch der hausverstand

dass weniger stinker bessere luft ermöglichen, da brauch ich keine studien ;-)

es bringt zwar nix, aber wir machens TROTZDEM!

is auch richtig so

wenn dadurch der priva-autoverkehr sinkt isses eine gute sache, auch wenns gegen den feinstaub speziell nicht helfen sollte.

so,so, aha!

dann gehen sie doch mit offenen augen durch berlin, hamburg oder münchen und sehen sie sich an, wie der individualverkehr durch die einführung der umweltzonen gesunken ist.....

ja ich weiß, dir wär der private autoverkehr auch dann nicht recht wenn er seifenblasen und reine luft ausstoßen würde, leise wär und so platzsparend wie ein fahrradl.

wie wir hier sehen (http://derstandard.at/131918257... U-Schnitt) haben wir genau beim privaten pkw-verkehr enormen aufholbedarf!

sehen Sie die Erhöhung des PKW-Anteils als Fortschritt???

genausowenig oder viel wie die erhöhung des radlinger-anteils.

Danke für die Satire der feinsten Art!

das zeigt schon wie verblendet du bist.

Ad Hominem abgehakt, aber nun:
Inwiefern ist eine Erhöhung des PKW-Anteil, dessen Geschwindigkeiten und der Wegentfernungen für die Gesellschaft zum Vorteil gereichend?

der gesellschaft ist es egal wie sich jemand fortbewegt. ob auto oder rad ist wurscht.

wrong

je höher der pkw-anteil desto nachteiliger insgesamt

der pkw verkehr hat keine nachteile, die mit dem aufkommen zu tun haben und die nicht nur ihn selbst betreffen.

Hey, dich würd ich echt einmal gern in personam treffen!

bist du dort kellner?

nein...

küchenhilfe? tellerwäscher?

du kannst es uns sagen, sind anständige berufe

nur weil du dich als nachtwächter in einer uni durchbringst, heißt das nicht, dass ich einer - irgendwie - ähnlichen tätigkeit nachgehe.

ja mei, ich bin ja auch kein portier

aber du bist auf jeden fall mit abstand der bornierteste und humorloseste typ EVER

da hats zu mehr g'reicht... unglaublich.

mhm. zwischen die augen ;-)

na, schau, der blutige in seinem element, dem töten, zerstören und vernichten. da ist er gut.

wrong again

ich freu mich immer, wenn ich dir was beibringen kann, aber du musst es auch wollen.

also: nein, ich irre nicht.

nur weil du behauptest, es bringt nichts? *lol*

weil es die zahlen nahelegen und man es in deutschland auch sieht.

welche zahlen?

die ziffern, die zeigen wo denn der feinstaub herkommt.

wie man hört zu 50% aus dem autoverkehr.

wie man weiß sind 17% vom verkehr, davon 50% bim und von den restl. 8,5% sind 65% vom lkw... also viel bleibt nicht über.

in deutschland hat sich schon gezeigt dass es nichts bringt.

Egal

Na dann werde ich mir einen 120.000 EURO Edel-SUV mit neuestem Motor kaufen, und erst wieder in die Innenstadt fahren.....

Schön!

Wenn er schadstoffarm ist, wieso nicht.

Das resultiert in einer Nachrüstorgie, zusätzlichen Kosten für die Bürger, Autoverkehr bleibt gleich, und wir dürfen dann insgesamt wieviel Pickerl an der Frontscheibe haben?
Übel könnte einem werden über den Unsinn.

wenn die Regelung wirklich zu einer Partikelfilternachrüstung eines Großteils der Diesel PKW / Kleintransporter führen würde wäre das großartig. Großartig zumindest für die Wiener Luft. Dass die Speicherkats dann irgendwo deponiert werden müssen ist eine andere Sache. Dass Autos die hier nicht mehr laufen dürfen nicht verschwinden sondern dann im Osten oder Süden ihren Lebensabend fristen werden, ebenso.
Allein Euro 3 schafft jeder Diesel der nicht älter als 11 Jahre ist. Und Euro 4 schaffen Diesel PKW ohne Filter und <2to ebenso. Man sollte schon Euro 4 und Filter vorschreiben. Nur wer zahlt dann die neuen Autos bzw. die Nachrüstung? Das Problem da ist, dass die Autoindustrie an Nachrüstungen nicht interessiert ist und lieber neue Autos..

Nachtrag

Lt. TU-Studie sinds 15%, die der Verkehr ausmacht:
http://www.ots.at/presseaus... assnahmen.

Und nicht 50.

Schauts her, liebe Grüne, ich mag euch ja. Aber eure Wähler sind keine dummen FPÖ-Wähler, die alles fressen, was man ihnen vorwirft. Bitte bleibts seriös, wenn ihr irgendwelche Zahlen nennt. Wir sind keine Trotteln, die unfähig sind, Google zu verwenden. Weil das Problem ist halt, dass man euch halt sonst irgendwann gar nichts mehr glauben kann. (Wie ausnahmslos allen anderen Parteien.)

eigentlich sind die grünen wähler diesbezüglich mit den blauen identisch.

Liebe Grüne!

Ihr lest hier sicher mit.

"Laut Maresch wird rund die Hälfte des Wiener Feinstaubs durch den Verkehr produziert. "

Glaub ich nicht. Bitte um zumindest zwei unabhängige Studien, die das belegen. (Und keine Auftragsstudien wenn möglich.)

Woher solls sonst komen?

Wien hat wenig Schwerindustrie wie Zemetwerke oder ähnliches. Die Müllverbrennungen und kalorischen Kraftwerke sind auf ohem technische Stand. Geheizt wird über Ferbnwärme und Gas. Kohleheizungen und auch Öl sind schwer im Rückzug.

Also wenns nicht die kleine Kinder sind, die im Sandkasten toben, bleibt nur der Straßenverkehr als wesentliche Quelle.

Nicht im ernst, oder? Sorry, aber dass Wien nicht unter einer Glaskuppel eingeschlossen ist, und deshalb auch vieles von ausserhalb kommen kann, sollte schon klar sein.

Ich empfehle einfach mal Wikipedia?

Genau, die Scheisse muss immer von wo anders herkommen.

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