Deutsche Front gegen Eurobonds bröckelt

24. November 2011, 09:04
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Im Streit um Wege aus der Schuldenkrise werden Eurobonds zwar weiter heftig diskutiert, die Ablehnung Berlins schwächelt aber

Berlin - In der schwarz-gelben Koalition in Deutschland wird einem Zeitungsbericht zufolge die Zustimmung zu gemeinsamen Euro-Anleihen als Mittel gegen die Schuldenkrise nicht mehr kategorisch ausgeschlossen. Derzeit würden Szenarien diskutiert, die eine Zustimmung erforderlich machen könnten, berichtet die "Bild"-Zeitung.

So könnte die deutsche Regierung gezwungen sein, zum Beispiel für die gewünschte Verschärfung des Euro-Stabilitätspaktes eine Gegenleistung zu erbringen. Das könnte ein Ja zu Euro-Bonds oder ähnlich ausgestalteten Anleihen erforderlich machen, zitiert die Zeitung aus Fraktionskreisen. Bisher lehnen Union und FDP die Einführung von Euro-Bonds strikt ab.

Merkel, Sarkozy und Monti tagen

Am Mittwoch hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Vorstoß von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso für die Einführung von Eurobonds kritisiert. Dies sei "bekümmerlich und unpassend". Die EU-Kommission will zudem die Budgetplanung der Euro-Länder streng überwachen.

Am Donnerstag berät Merkel mit Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy und Italiens neuem Regierungschef Mario Monti in Straßburg über die Krise im Euro-Raum. Dabei dürfte es auch um die umstrittenen Euro-Bonds gehen sowie über die Möglichkeit von EU-Vertragsänderungen, um Defizitsünder im Euro-Raum besser überwachen zu können.

Frankreich drängt zudem auf ein stärkeres Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB), Deutschland lehnt dies strikt ab. Laut Berlin soll Monti in Straßburg zudem seine Pläne zur Sanierung der italienischen Staatsfinanzen erläutern. (APA)

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    Merkels Widerstand gegen Eurobonds schwindet langsam.

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