Dortmund braucht schon ein Wunder

23. November 2011, 20:53
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BVB nach Niederlage bei Arsenal praktisch draußen - Leverkusen im Achtelfinale - Barca gewann Spitzenspiel bei Milan

Wien - Borussia Dortmund steht in der Fußball-Champions-League vor dem Aus. Deutschlands Meister kassierte am Mittwoch in Gruppe F auswärts gegen den nunmehrigen Achtelfinalisten Arsenal eine bittere 1:2-Niederlage und hat damit nur noch theoretische Chancen auf die Runde der letzten 16. Fix aufgestiegen ist hingegen Bayer Leverkusen, das gegen Chelsea ein 0:1 noch in einen 2:1-Heimerfolg verwandelte, und auch APOEL Nikosia dank eines 0:0 in St. Petersburg.

Schwerwiegende Ausfälle

Dortmund begann gegen Arsenal stark, verlor aber schon in der ersten halben Stunde zwei Schlüsselspieler wegen Verletzungen - Götze und Sven Bender mussten vom Platz, dafür kam mit dem 18-jährigen Leitner ein Kicker mit österreichischem Pass, der sich allerdings für den DFB entschieden hat.

Trotz der prominenten Ausfälle hatte der deutsche Meister etwas mehr vom Spiel, doch die "Gunners" präsentierten sich kaltschnäuziger. In der 49. Minute war Van Persie nach sehenswerter Vorarbeit von Song per Kopf zur Stelle. Danach setzte der BVB alles auf eine Karte, Van Persie sorgte in der 86. Minute allerdings für die Entscheidung. Der Anschlusstreffer durch Kagawa (92.) kam zu spät.

Aufgrund des 1:0 von Olympiakos Piräus in Marseille können die Dortmunder nur dann weiterkommen, wenn sie Marseille vor eigenem Publikum mit vier Toren Unterschied schlagen und die Griechen daheim gegen das fix aufgestiegene Arsenal verlieren.

Bayer dreht Partie gegen Blues

Die Leverkusener wiederum schafften durch einen Last-Minute-Erfolg gegen die zweite Londoner Champions-League-Mannschaft den Einzug ins Achtelfinale. Nach dem 0:1 für Chelsea durch Drogba (48.) glückte dem kurz zuvor eingewechselten Derdiyok (73.) das 1:1, Manuel Friedrich erzielte in der 91. Minute das umjubelte 2:1.

Den zweiten Aufstiegsplatz in Pool E spielen sich in zwei Wochen Chelsea und Valencia im direkten Duell aus. Die Spanier wärmten sich mit einem 7:0 über Genk für den Showdown in zwei Wochen an der Stamford Bridge auf, wobei Soldado als vierfacher Torschütze glänzte.

Barca zementiert Führungsposition

Im Gegensatz zur Gruppe E waren in Pool H die Aufstiegsplätze schon vor der fünften Runde vergeben. Dies änderte aber nichts daran, dass sich der AC Milan und der FC Barcelona im Meazza-Stadion ein packendes Duell lieferten, das mit einem 3:2 für Barca endete.

Van Bommel (14./Eigentor), Messi (31./Elfer) mit seinem ersten Tor gegen eine italienische Mannschaft überhaupt und Xavi (63.) stellten den Gruppensieg für den Titelverteidiger sicher, den Mailändern nützten die Treffer durch den im Unfrieden von Barcelona geschiedenen Ibrahimovic (20.) und Boateng (54.) nichts. Im zweiten Gruppenspiel gewann Viktoria Pilsen auswärts gegen Sturm-Graz-Bezwinger BATE Borisow 1:0 und hat damit den Europa-League-Startplatz so gut wie fix.

In Gruppe G schaffte APOEL Nikosia durch ein 0:0 in St. Petersburg sensationell den Aufstieg ins Achtelfinale. Der zweite Platz wird im Duell zwischen den Russen (8 Punkte) und dem FC Porto (7/2:0 in Donezk) in zwei Wochen in Portugal vergeben. (APA)

Ergebnisse 5. Spieltag:

Gruppe E:
Bayer 04 Leverkusen - Chelsea 2:1 (0:0)
Tore: Derdiyok (73.), Friedrich (91.) bzw. Drogba (48.)

Valencia - KRC Genk 7:0 (4:0)
Tore: Jonas (10.), Soldado (13., 36., 39.), Pablo Hernandez (68.), Aduriz (70.), Costa (81.)

Gruppe F:
Olympique Marseille - Olympiakos Piräus 0:1 (0:0)
Tor: Fetfatzidis (82.)

Arsenal - Borussia Dortmund 2:1 (0:0)
Tore: Van Persie (49., 86.) bzw. Kagawa (92.)

Gruppe G:
Zenit St. Petersburg - APOEL Nikosia 0:0

Schachtjor Donezk - FC Porto 0:2 (0:0)
Tor: Hulk (80.), Rat (90./Eigentor)

Gruppe H:
BATE Borisow - Viktoria Pilsen 0:1
((0:1))
Tor: Bakos (42.)

AC Milan - FC Barcelona 2:3 (1:2)
Tore: Ibrahimovic (20.), K.-P. Boateng (54.) bzw. Van Bommel (14./Eigentor), Messi (31./Elfer), Xavi (63.)

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    Kevin Großkreutz im Emirates Stadium am Boden, glaubt noch an das Wunder Achtelfinale.

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    Messi (r) bediente Xavi beim 3:2 für die Katalanen mustergültig.

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