SMS-Versand: Pakistan streicht Jesus von der Liste der verbotenen Wörter

23. November 2011, 19:27
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Nach einer Intervention des Ministers für religiöse Minderheiten

Vatikanstadt/Islamabad - In Pakistan darf das Wort "Jesus Christus" nun doch in SMS-Botschaften verwendet werden. Die Telekommunikationsbehörde habe den Begriff nach einer Intervention des Ministers für religiöse Minderheiten, Akram Gill, wieder aus der Liste der verbotenen Wörter gestrichen, berichtete der vatikanische Pressedienst "Fides" am Mittwoch laut Kathpress. Gill, der selbst Katholik ist, habe im Kabinett sowie in einem persönlichen Gespräch mit dem Leiter der Telekommunikationsbehörde, Mohammed Yaseen, eindringlich vor einer Gefährdung des Friedens im Land gewarnt.

Vor einigen Tagen hatte die Behörde Mobilfunkanbieter angewiesen, "im Interesse des Ruhmes des Islam" SMS mit "anstößigen" Texten nicht zu übermitteln. Die Firmen erhielten eine Schwarze Liste mit fast 1.700 Begriffen, unter ihnen das Wort "Jesus Christus". Die katholische Kirche des Landes hatte gegen die Maßnahme protestiert.

Ebenfalls auf der Liste waren folgende Wörter: Idiot, Lotion, Räuber oder Fußpilz. Die Liste soll nun auf ein Dutzend Begriffe eingegrenzt werden. (APA/red)

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    Die Glorifizierung von Jesus ist in Pakistan "anstößig".

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