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Panzerhaubitze M-109A5Ö (in Mistelbach): Die Artilleriegeschütze sollen künftig in Argentinien in Dienst gestellt werden
Wien - Der Kürassier hat ausgedient. Die als "Panzerjäger K" vor 40 Jahren im Bundesheer eingeführten Jagdpanzer sollen im Jahr 2012 samt und sonders verkauft werden. Schon jetzt sind von den einstmals 235 Kürassieren nur noch 126 im Bestand.
Der Ausverkauf im Bundesheer hat primär strategische Gründe: Verteidigungsminister Norbert Darabos versucht, das Heer an das neue Bedrohungsbild anzupassen, ohne dabei Kernkompetenzen aufzugeben: Während die Kürassier-Panzer verschwinden, sollen 56 der 114 moderneren schweren Kampfpanzer Leopard-2A4 erhalten bleiben - Österreich bleibt damit eines der wenigen Länder in Europa, die sich derartige schwere Waffen überhaupt weiterhin leisten. Auch die Panzerartillerie (M-109A5Ö) bleibt erhalten - 83 von einst 224 Stück bleiben, ebenso 67 Bergepanzer.
Die 112 neuen Ulan-Schützenpanzer bleiben, die 71 Pandur-Radpanzer werden teilweise sogar nachgerüstet. Auch die leicht gepanzerten Panzerfahrzeuge Dingo und Iveco LMV bleiben im Plan.
Angenehmer Nebeneffekt: 17 Millionen Euro Verwertungserlös und jährliche Einsparungen von rund 15 Millionen an Betriebskosten: "Das Gerät stellt einen teuren Ballast dar", sagt Minister Norbert Darabos. Dass Panzer - wie seinerzeit die M-60 - an Ägypten verkauft werden könnten, schließt er auf Anfrage des Standard aus. Anfragen gebe es etwa aus Argentinien, teilweise könnte da auch Munition mitverkauft werden.
Ansonsten müsste die Munition teuer (geschätzte Kosten: zwei Millionen Euro) durch Spezialunternehmen entsorgt werden - Verschießen kommt wegen der Schwermetallbelastung nicht infrage.
Einige der Panzer dürften übrigens an zivile Unternehmen verkauft werden, die die Panzertürme ausbauen und aus den Wannen mitsamt den guterhaltenen Motoren Brückenlegegerät und Kräne bauen können: Schwerter zu Pflugscharen.(Conrad Seidl, DER STANDARD, Printausgabe, 24.11.2011)
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Öasterreich einziges Land. das sich solche Panzer leistet?
So gut wie alle leisten sich solche Panzer. Nicht zuletzt, weil man die auch für UN-Friedeneinsätze braucht.
K anada hat auch gemeint: Kampfpanzer weg. Nach zwei Jahren kamen sie drauf, dass sie sie doch brauchen. Und kauften wieder welche.
224-83= 141 Panzerartillerie
114-56= 58 Leopard 2
126 Kürasiere
------------------------------
Verkauft: 325 Schwere Geräte
Erwerbserlös: 17Mio€
17000000/325 = 52307,7€/Gerät
Sollte es uns je überkommen können wir um das Geld ganze 6 Stück neue Leopard 2 mit der billigsten Ausstattung kaufen:)
Der Gebrauchtpanzermarkt muss vollig im Ar*** sein.
Ja lustigerweise steht heute ausgerechnet in der Heute, dass die ca. 16Milllionen nur für die 40 Leopard 2 bezahlt wurden.
Also 400.000€ pro Stück. Das macht schon mehr Sinn. Danke noch mal an den Standard für die falschen/ aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen.
Wir haben einen Pseudopazifisten zum Verteidigungsminister. Dass der werken kann, wie er will, ist aber ein Problem unserer Gesellschaft.
Im Artikel ganz oben steht, dass sich kein Land mehr in Europa Panzer leistet, was allergröbster Unsinn ist. Sowas bleibt hier aber unwidersprochen. Weil man bei uns Pazifismus mit Ahnungslosigkeit in militärischen Angelegenheiten verwechselt.
Welches Heer aus welchem Land wäre Ihnen dann am liebsten, das Österreich militärisch kontrolliert? Es gibt nämlich kein Fleckchen auf Erden und im nahen Weltraum auch nicht, das nicht irgendwer militärisch kontrolliert. Wenn ein Land ohne Heer keinem Bündnis angehört (Island macht das so), dann kann man sichs eh nicht aussuchen. Ich stell Ihnen die Frage trotzdem.
Hab ich nicht gelesen. Dafür bin ich zu realitätsnah.
Mir ist es lieber in der Zwischenzeit defensiv militärisch gerüstet zu sein.
Denn die Menschheit hat Bertha von Suttner nicht ernst genommen. Links nicht und Rechts auch nicht.
Es hat sich nur in den 1930ern deutlich gezeigt, dass man den ganz bösen hilft, wenn man sich ganz entwaffnet. Noch 1939 gab es haüfig Demonstrationen in London, deren auffälligstes Transparent "no war" hieß.
Sie sollten sich überlegen, was Pazifismus ist. Oder anders ausgedrückt: Welches Böse wollen wir zulassen. Was wollen wir mit allem Mitteln bekämpfen. Wenn Sie alles zulassen wollen, dann sagen Sie es doch.
Nur wachsam sein. Die Welt rundherum wird nicht ruhiger und friedlicher. Und sie war es vermutlich die letzten 50 Jahre nur sehr bedingt. Was nach tiefstem Frieden aussah hieß nicht zu Unrecht die meiste Zeit "Kalter Krieg". Rings um Österreich unglaubliche Hochrüstung.
Und zum Thema Steuergeld: Das k ann man sich individuell nicht aussuchen, wofür das ausgegeben wird. Ich wünsch mir ja auch nicht, dass die ÖBB keines mehr bekommen. Also ich wünsch mir, dass die saniert wird - und nicht dauerhaft alimentiert. OK. Andere Geschichte
EIn Heer muss ja nicht schießen, damit es seine Berechtigung erhält. Im Gegenteil: In demokratischen Verhältnissen ist es dann am erfolgreichsten, wenn es seinen Zweck erfüllt, ohne eingesetzt zu werden.
1956: Da ist mit einer Ausnahme kein russischer Panzer über die Grenze gefahren. Und der eine, der rübergekommen ist, hat sich verfahren. dafür haben tausende ungarische Flüchtlinge am eigenen Leibe erlebt, dass Militär etwas Rettendes sein kann.
1991 ist es gelungen, einen K onflikt im Nachbarland auch dort zu belassen. Versuche österr. Staatsgebiet zum Kriegführen zu verwenden, wurden unterbunden.
1968
Wer ist "uns" und warum sollte ich "euch" etwas zeigen?
Wenn es Sie interessiert, suche Sie es sich aus der Historie des Alois heraus.
Ich habe alle drei erwähnten Jahre bewußt erlebt, und ich stehe mit meiner Einschätzung nicht alleine da.
Meinungen verbohrter Militaristen interessieren mich allerdings nicht.
Sie haben das Problem aller österreichischen Pazifisten (zum Unterschied solcher in anderen Weltgegenden): Sie glauben, dass Pazifismus die Nichtbeschäftigung mit Militärischem einschließt. So sehen dann auch die Äußerungen dazu aus: Sachlich wenig fundiert. Historisch und politisch nicht haltbar.
Aber erklärens es mir gerne nochmal. Vielleicht ergibt sich ja doch noch ein strukturierter Diskurs.
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