Neue ÖAAB-Obfrau

"Klares Ja zu einer befristeten Solidarabgabe für Superreiche"

Interview | 23. November 2011, 17:32
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    foto: standard/cremer

    ÖVP-Arbeitnehmerchefin und Innenministerin Mikl-Leitner steht zur verfassungsrechtlichen Verankerung der Schuldenbremse, fügt aber hinzu: "Auch Bremsen muss gelernt sein"

     

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner soll am Samstag auch formell als Obfrau der ÖVP-Arbeitnehmerorganisation ÖAAB bestätigt werden

STANDARD: Die AK-Fraktion von ÖAAB-FCG hat sich am Mittwoch klar gegen die Schuldenbremse ausgesprochen. Das widerspricht der bisherigen Haltung des ÖAAB.

Mikl-Leitner: Die Fraktion muss man verstehen: Arbeitnehmer haben immer Irritationen, wenn Sparpläne diskutiert werden, die möglicherweise zu ihren Lasten gehen. Aber da muss man reden, reden, reden, um die entsprechende Überzeugungsarbeit zu leisten.

STANDARD: Das wird ja wohl auf dem ÖAAB-Bundestag am Samstag passieren?

Mikl-Leitner: Sicher, dort gibt es die Gelegenheit dazu, wobei meine Ansage klar ist: Nein zur Vermögenssteuer, wie sie die SPÖ will. Ein klares Ja zu einer befristeten Solidarabgabe für Superreiche. Und auch ein Ja zur Schuldenbremse. Drei von vier Österreichern sind ja dafür. Aber auch Bremsen muss gelernt sein - damit nachher nicht ein Totalschaden herauskommt.

STANDARD: Der Ruf nach einer Solidarabgabe wird wieder die Besserverdiener treffen, eigentlich Ihre eigene Klientel?

Mikl-Leitner: Wer "superreich" ist, ist natürlich eine Definitionsfrage. Jeder, der auch nur einen Euro weniger verdient als sein Nachbar, hält den schon für "reich". Aber ich würde sagen: Ab Einkommen von 500.000 Euro im Jahr ist es zumutbar, dass man, zeitlich befristet, einen Zuschlag auf die Einkommenssteuer zahlt. Und ich bin weiters dafür, dass der dann nicht im allgemeinen Budget versickert, sondern dass diese Abgabe ganz gezielt für Bildung eingesetzt wird.

STANDARD: Viel wird bei solchen Einkommen nicht zu holen sein, weil es ja gar nicht so viele Bezieher von Einkommen über einer halben Million Euro gibt?

Mikl-Leitner: Das stimmt, die wesentlichen Beiträge zur Schuldenbremse müssen ausgabenseitig kommen. Man muss beim ganzen Sozialmissbrauch ansetzen: Es kann nicht sein, dass wir in Wien 84.000 Bezieher von Mindestsicherung haben, so viele wie in allen anderen Ländern zusammen. Das sollten wir uns genau anschauen. Und dann müssen wir auf die Anhebung des faktischen Pensionsalters hinarbeiten: Da bringt jedes Jahr Erhöhung eine Milliarde Euro, das ist die erste Priorität, dass wir uns dem gesetzlichen Pensionsalter annähern. (Conrad Seidl, DER STANDARD, Printausgabe, 24.11.2011)

JOHANNA MIKL-LEITNER kommt aus Niederösterreichs Landespolitik, wo sie Landesgeschäftsführerin der ÖVP, Weinviertler Nationalratsabgeordnete und Landesrätin war. Sie wurde im Frühjahr Innenministerin.

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videoopa
00
23.3.2012, 16:13
65 Jahre Landwirtschaftspolitik der ÖVP am Ende???

http://www.youtube.com/watch?v=nS21Vuitibc

Hellcat
10
24.11.2011, 15:15
"Es kann nicht sein, dass wir in Wien 84.000 Bezieher von Mindestsicherung haben"?

93.547 Personen bezogen im Jahr 2008 in Wien Sozialhilfe (siehe Sozialbericht), Tendenz stark steigend.
Budget-Voranschlag für die Mindestsicherung (Transferzahlungen an private Haushalte):
2009: 235 Mio
2010: 262 Mio
2011: 332 Mio
Für das Jahr 2012 ist wieder ein satter Anstieg budgetiert.

Für diese Steigerungsraten ist Frau Mikl-Leitner zu einem Gutteil mitverantwortlich. Asylwerber werden nicht mehr nach Polen, Litauen etc zurückgeschoben, weil ihre Beamten versagen (mehrere Fälle waren im ORF). Bei der Gewährung von Bleiberecht herrscht Wildwuchs, die Zahlen steigen stark.

So viel, wie diese Frau durch ihre Asylpolitik an Kosten verursacht, kann durch die "Solidarabgabe für Superreiche" unmöglich eingenommen werden.

Braunes Österreich Du bist in Gefahr!
00
Aber es kann sein dass Du auch eine hast?

Oder nicht?

bildungsferneschicht
01
24.11.2011, 14:54
keine neuen steuern.

würde schon reichen wenn die ganzen karl heinzis,androschs,laudas + co. ihr geld in ö. versteuern,und nicht nach liechtenstein transportieren.

Vorstadtmama
 
00
24.11.2011, 15:01

Geld von Reichen verschwindet und taucht woanders wieder auf, sobald es nur nach Steuern riecht.

GhostInside
00
24.11.2011, 15:04

deswegen muss die Enteignung auch flott vor sich gehen.

Vorstadtmama
 
00
24.11.2011, 15:14

Bringt kein Glück (siehe ehemalige Sowjetunion). Vermögen löst sich nämlich auch dann in Luft auf, wenn sich keiner mehr drum kümmert.

GhostInside
00
24.11.2011, 15:30
Zinsen?

Warum muss ich mich kümmern, wenn ich von den Zinsen leben kann?
Ihrer Interpretation nach sind alle Vermögenden fleißige Menschen...

prado
01
24.11.2011, 14:52
unbefristete Sparabgabe für den normalen Steuerzahler

Dormouse
01
24.11.2011, 14:38

gerechtigkeit soll ja nicht zu lange dauern :D

Physikus75
41
24.11.2011, 14:36
Totaler Hohn!

Jemand der 500.000 Euro verdient muss eh schon ohne Ende Steuern zahlen. Zudem muss derjenige dafür auch eine entsprechende (?) Leistung erbringen (ob die 500.000 wert ist sei dahingestellt).

Jemand der 500.000 erbt leistet gar nichts und muss auch keinen Cent an Steuern zahlen. Dafür ist er dann ein echter Leistungsträger im Sinne der ÖVP.

Vorstadtmama
 
00
24.11.2011, 14:41
500.000 Erbe einmal im Leben gegen 500.000 jährlich?

Das Erbe ist auch selten Geld, es ist meist Wohnraum, ein Bauernhof oder ein Gewerbebetrieb. Also gilt hier: "Was du ererbt von Deinen Vätern hast, Erwirb es, um es zu besitzen!"(Johann Wolfgang von Goethe)

gewissengewissen
 
11
24.11.2011, 13:52
Was wäre mit einem Neuanfang?

Jede(r) fängt mit NULL Vermögen und NULL Einkommen neu an.
(oder hat besonders als junger Mensch die Wahl zwischen Erbe und Grundeinkommen OHNE Bedingungen)

(immerhin wird dann die Welt etwas weniger kaputtgewirtschaftet)

UND DANN (nach diesem Neuanfang) gibt es ERLAUBNISSE (aus Klima-, Umwelt- und Ressourcen- Rücksichten), WAS ÜBERHAUPT ERLAUBT IST.

Und nicht "Umverteilung" nachdem "wohlerworben" und "verdient" wurde ...

Vorstadtmama
 
00
24.11.2011, 14:12

Und den freiwerdenden Boden schenken wir den Grünen. Der Rest der Bevölkerung machts sichs dann unter der Brücke bequem. Das hätten die Bobos wohl gerne...

Peter Hammer 06
10
24.11.2011, 13:44
Und täglich grüsst das Weinviertel....

...in Gestalt der Frau BM Mikl-Leitner.

Londo Mollari
 
10
24.11.2011, 13:34
superreiche und mittelstand

da für die övp der mittelstand ab 1200bto/monat beginnt, dürfen sich wohl alle, die mehr als 3000 bekommen, wohl auf diese steuer einstellen, auch wenn jetzt noch von 500T/anno die rede ist. ganz zucker.

Vorstadtmama
 
00
24.11.2011, 13:42
...also ich hab da sowas von 500.000/Jahr gehört...

Meine Quelle ist der Artikel oben und der ORF (war heute im Morgenjounal) und die Quelle für deine Zahlen?

Freigeistin1
12
24.11.2011, 13:29

Das kenne wir doch schon!

Auch Sparbuchsteuer" sollten die Reichen wegen der Steuergerechtigkeit zahlen. Auf einmal waren wir alle reich und zahlen für unser bereits versteuertes Geld noch einmal 25% KEST.

Karl-Napp-mit-der-Batschkapp
00
25.11.2011, 18:18
Einen Schmarrn zahlen Sie auf Ihr versteuertes Geld.

Die KESt zahlen Sie auf die Zinsen auf Ihr veranlagtes Vermögen. Und für diese Zinsen haben Sie noch NIE Steuern bezahlt.

W s
01
24.11.2011, 13:24
Unfassbar. Vor allem:

Wer sozialistische Klassenkampfparolen hören will, fühlt sich bei der SPÖ besser aufgehoben.

GhostInside
00
24.11.2011, 15:15
SPÖ

Was haben die Revisionisten mit sozialistischen Klassenkampfparolen zu tun?

Childerich von Bartenbruch
14
24.11.2011, 14:20
wohingegen konservative klassenkampfparolen ...

... vom "sozialschmarotzer" bis zum "besitzstandswahrer" höchst willkommen sind.

Vorstadtmama
 
00
24.11.2011, 14:28
Neid, Neid, Neid...

wohin man nur schaut. Beim Nachbarn ist das Gras immer grüner und der Himmel blauer.

Späthippie in völliger Verblödung
00
28.11.2011, 13:09
Die Neid-Parolen sind in diesem Forum zuerst zu KHG aufgetaucht.

Und worum genau soll ich KHG aktuell jetzt beneiden?

sir osis of liver
 
00
1.12.2011, 07:27

er ist jung, er ist schön und er hat eine schöne frau ...........

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