Strom-Boje startet Testlauf in der Donau

23. November 2011, 17:19
  • Die große Strom-Boje 3 mit einem Rotordurchmesser von zweieinhalb Metern im Kremser Hafen. Sind die Tests erfolgreich, wird 2012 die erste Serie installiert, die Strom für die Wachau liefert
    foto: aqua libre

    Die große Strom-Boje 3 mit einem Rotordurchmesser von zweieinhalb Metern im Kremser Hafen. Sind die Tests erfolgreich, wird 2012 die erste Serie installiert, die Strom für die Wachau liefert

Stromkraftwerk im Fluss stört weder Fische, noch das menschliche Auge

Krems - Die "Strom-Boje 3" ist fertig - und wurde im Kremser Hafen getauft: Das innovative österreichische Stromkraftwerk wird nun am Versuchsstandort in Kienstock in die Donau gesetzt und getestet. Für die Strom-Boje muss keine Staumauer errichtet werden, sie beeinträchtigt nicht die Natur, ist für Fische ungefährlich - und muss nur im Flussbett verankert werden. Der dritte Prototyp hat einen Rotor-Durchmesser von zweieinhalb Metern und eine Leistung von mehr als 70 Kilowatt.

Sind die Tests erfolgreich, soll 2012 die erste Serie dieser Strom-Bojen in der Donau montiert werden - sie soll das wichtigste Standbein sein für das Ziel, die Wachau stromautark zu machen. Die kleinere Strom-Boje 2 mit einem 1,5- Meter-Rotor wurde auch schon von einem privaten Kunden gekauft: Sie soll ab 2012 bei Joching Strom für den Restaurant- und Kellerbetrieb im Weingut Jamek liefern. (frei, DER STANDARD Printausgabe, 24.11.2011)

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Die Boje ...

... hat einen Durchmesser von 2,5 Meter und benötigt daher eine Wassertiefe von mind. 2,5 Meter. Das geht sich in der Donau nur selten aus. Besonders derzeit.

für volle leistung braucht sie 2,5 meter, aber der rotor wird bei 2,4 meter wasserstand nicht plötzlich wie von zauberhand stoppen ^^

wo lebst du in Bayern das geht sich fast überall aus

zurzeit produzieren aber auch die normalen Wasserkraftwerke

nur wenig Strom

Kein Wasser -> kein Wasserkraftstrom.

zu spät aber nicht ganz!

wenn das so weitergeht mit dem wetter, sollte sich schon ein desertec im marchfeld lohnen.

genial!

nur auf diese weise ist es sinnvoll das wort "fortschritt" zu bejahen...wer sowas kritisiert ist einfach dumm.

naja,

um die leistung vom kw freudenau zu erreichen, müsste man etwa 3000 solcher anlagen in die donau hängen. ob das wirklich genialer als ein einzelnes kraftwerk ist?

Find ich eine gute Idee!

Man muss aber mit starkem Hochwasser und Eisstössen rechnen.

Prinzipiell finde ich diese Bojen ja genial. Man kann sicherlich Einige an Strömen installieren, aber sicherlich nicht "vollpflastern", leider.
Denn dann gäbe es eine langsamere Flussgeschwindigkeit insgesamt und somit einen Aufstau des Wassers (erhöhter Wasserpegel "vor" den Bojen) sowie weitere Folgen der langsameren Flussgeschwindigkeit.

das ist richtig...

deshalb staut sich ja auch vor windrädern auch immer die luft auf...

und der nebel bleibt auch so lang liegen...

Da das Wasser hinter der Boje weder chemisch verändert noch kälter ist

müssen wir annehmen daß es seine Bewegungsenergie abgegeben hat. Sich also tatsächlich staut;-)
Außer es wäre ein Perpetuum mobile.

Sehen Sie, wenn Sie absichtlich versuchen einen Blödsinn zu reden kommt die Wahrheit heraus: Selbstverständlich staut sich die Luft vor einem Windrad.

Es staut nicht nur es bremst sogar

Und wie oft müssen die Bojen von Schlick und Unrat befreit werden?

.

Also bevor tausende dieser Bojen in der Donau versenkt werden ist es doch vernünftiger das Schiefergas in Poysdorf zur Energiegewinnung zu nützen.

Wie wird die Boje vor Treibgut geschützt?

Wie stark ist über's Jahr die Abrasion?
Wie tief darf der Wasserstand fallen?

Warum ist das Mühlrad jetzt wieder wirtschaftlich?

>Warum ist das Mühlrad jetzt wieder wirtschaftlich?
Ist es eh nicht, aber Wirtschaftlichkeit spielt ebenso wie Physik bei den Ökoträumen keine Rolle.

Weil Staumauern per definition Böse sind ;-)

staumauern...

lassen sich nur besser rechnen.

die energie ist schon die ganze zeit im wasser, egal ob man es stoppt oder fließen läßt

Gefällt mir!

In Serie gebaut kann so ein Ding unter 40.000 € kosten:

Bei 50 kw Dauerleistung und 4ct Einspeisetarif komme ich auf 17.520 € Jahresumsatz.

gebaut um 40.000

Die Montage (Verankerung im Flußbett) und die Anbindung (Kabel unterm Flußbett)

sowie die Wartung (Taucher? jedes Mal hochholen? Jährlich? Monatlich?) und die Reperatur (im Falle von Treibgut zB)

und schon kommt wieder eine stattliche Summe und ordentliche Betriebskosten heraus.
Selbst WENN man die 40k annimmt

Woher haben sie die 40.000€ bitte?

Klingt interessant und wirtschaftlich. Aber darf man als Privater sich seine eigene Stromboje in die Donau, Inn, Drau oder sonst in einen Fluss hängen? Möchte dann natürlich auch eine. Weiss hier im Forum jemand darüber genauer Bescheid?

Von den Artikelschreibern darf man sich ja solche wichtigen Informaitionen heutzutage nicht mehr erwarten.

wenn Sie eine wasserrechtliche Genehmigung davor erwirken können dann ja

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