RBI: Analysten erwarten deutliches Gewinnplus

23. November 2011, 16:23
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Wien - Für die am morgigen Donnerstag zur Veröffentlichung anstehenden Neunmonatszahlen der börsenotierten Raiffeisen Bank International (RBI) erwarten Analysten im Vergleich zum Vorjahr unterm Strich ein deutliches Plus. Zum zweiten Quartal sei im dritten Jahresviertel allerdings mit einem kräftigen Gewinneinbruch zu rechnen. Auf größeres Interesse dürften allerdings Informationen zum neuen Kapitalplan stoßen.

Die Prognosen der Analysten von Berenberg Bank und Erste Group für das Konzernergebnis lauten im Durchschnitt auf 685 Mio. Euro. Das entspricht mehr als einer Verdoppelung, in den ersten neun Monaten 2010 hatte das Geldhaus ein Nettoergebnis von lediglich 318 Mio. Euro erzielt.

Den Nettozinsertrag erwarten die Institute für die ersten drei Quartale im Mittel bei 2,67 Mrd. Euro. Im Vorjahreszeitraum standen 2,16 Mrd. Euro zu Buche, was einem Anstieg von knapp 24 Prozent gleichkommt. Das Provisionsergebnis wird im Mittel bei rund 1,1 Mrd. Euro erwartet, was im Vergleich zur Vorjahresperiode einem Anstieg von 21 Prozent entspricht. Der Vorsteuergewinn wird mit einem Plus von über 80 Prozent auf 968 Mio. Euro erwartet.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 rechnen die Analysten der Erste Group allerdings mit deutlich tieferen Zahlen. "Immerhin sei noch mit einem Gewinn zu rechnen", hieß es von Expertenseite. Der Gewinneinbruch sei vor allem auf die deutlich höheren Risikovorsorgen zurückzuführen. Die Analysten rechnen mit Rückstellungen in der Höhe von 50 Mio. Euro aufgrund des neuen Fremdwährungsgesetzes in Ungarn. Weitere 150 Mio. müssten für die Geschäfte in Russland und Weißrussland bedacht werden. Unterm Strich dürften die Rückstellungen damit 200 Mio. Euro zusätzlich zum normalen Level ausmachen.

Informationen zum neuen Kapitalplan dürften allerdings am morgigen Donnerstag viel eher das Interesse auf sich ziehen. Nach den strengeren europäischen Vorschriften hat die Raiffeisen neuen Berechnungen zufolge nun einen Kapitalbedarf von 2,5 Mrd. Euro. Bis Juni 2012 muss das Geldhaus auf die von der europäischen Bankenaufsicht EBA verlangte Kapitalquote von 9 Prozent kommen. Das sind 600 Mio. Euro mehr als nach den Zahlen zum Halbjahr. (APA)

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