Großbritannien

Einkommensschere wird immer größer

23. November 2011, 18:49

Die Gehaltsunterschiede haben sich binnen 30 Jahren stark vergrößert - Kommission sieht negative Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft

London - Die Gehälter britischer Spitzenverdiener haben sich laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie in den vergangenen 30 Jahren um mehr als das Vierzigfache erhöht. Der Durchschnittslohn im Land habe sich seit dem Jahr 1980 dagegen nur etwa verdreifacht, teilte die unabhängige sogenannte Hochlohnkommission mit. Demnach liegt er derzeit bei rund 25.900 Pfund (knapp 30.000 Euro) pro Jahr. Das durchschnittliche Jahresgehalt der Chefs der hundert größten britischen Unternehmen bezifferte die Kommission auf 4,2 Millionen Pfund (gut 4,85 Millionen Euro) im Jahr 2010.

"Die astronomischen Lohnzuwächse schaden der britischen Wirtschaft", teilte die Kommission mit. Sie verzerrten die Märkte, entzögen Schlüsselsektoren Expertise und belohnten Fehlentscheidungen. Die Behauptung, dass die Bezahlung stetig ansteigen müsse, um gute Mitarbeiter zu binden, enthalte "wenig Wahrheit", hieß es in der Studie. Zunehmende Lohnunterschiede zwischen den Spitzenverdienern und der breiten Masse beförderten zudem eine "öffentliche Ernüchterung" und zerstörten Vertrauen. Die Kommission forderte daher für die Lohnfindung eine staatliche Aufsicht sowie Mitspracherechte der Arbeitnehmer. (APA/AFP)

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10 Postings
lieschen müller4
00
29.11.2011, 12:03

Warum sollte es in England anders als im übrigen Europa oder in Amerika sein?Die Neoliberalen der ganzen westlichen Welt haben es doch in den letzten 30 Jahren geschafft die Pyramide von den Füßen auf den Kopf zu stellen und Millionen haben die negativen Konsequenzen für eine Handvoll Profiteure zu tragen.

via Telering Handy
00
25.11.2011, 02:04
um aus lois de funes zu zitieren

nein.....doch....ohhhhh

Andreas W
03
24.11.2011, 17:32
Und je laenger es dauert, bis sich die breite Masse der Ausgebeuteten wehrt, desto brutaler wird es werden!

Aber die Geschichte der Menschheit zeigt, dass sich die reichen Herrscher (heute sohin die reichen Unternehmer und Shareholder) nur mit derselben brutalen Gewalt stuerzen lassen, mit der sie vorher die anderen der Gesellschaft ausgebeutet und betrogen haben.

Dr. Oaschhelmut Zdenko-Zdenk
00
25.11.2011, 14:34
ein erster Schritt dazu wäre, sich damit auseinander zu setzen, was ein "Einkommen" ist.

Dann postet man auch nicht mehr "Shareholder" an völlig unpassenden Stellen, und hat sogar die Chance auf einen Job jenseits des Mindestgehalts für Hilfsarbeiter!

py rx
01
24.11.2011, 15:37

es zeigt sich wieder: die riots waren viel zu harmlos, eine revolution ist dringend notwendig, um auch nur eine brise sozialer gerechtigkeit zu verwirklichen. es lebe der aufstand!

Carlos Clementin
03
24.11.2011, 08:56
Nicht nur Management

Sogar ein einfacher Nationalspieler eines kleinen Staates mitten in der EU bekommt nach Hochrechnung 200.000€ / Jahr an Gehalt.

jeffk
00
24.11.2011, 06:24

sollte man auch nur ansatzweise die prozentrechnung beherrschen dürfte das eigentlich logisch sein...

Nexialist
03
23.11.2011, 23:04
bei uns ist das nicht viel anders

wie mir das Betriebsratsmitglied eines großen internationalen Konzerns sagte ist das Verhältnis vom Durchschnittsmitarbeiter zum oberen Management 1:40... zumindest dort... (kleinere Unternehmen können diese Schere natürlich nicht so weit öffnen)

Dr. Oaschhelmut Zdenko-Zdenk
00
25.11.2011, 14:36
Der Betreibsrat kennt die Vorstandsgehälter?

Und Sie glaubem Ihm das?

Und wundern sich, dass Sie nicht viel verdienen?

Ingen Ting
00
27.11.2011, 01:33

Manche Betriebsräte sitzen im Aufsichstrat, warum sollte es dann schwierig sein, diese Info zu erhalten?

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