Wintersport

Mangelnde Kondition führt häufig zu Skiunfällen

23. November 2011, 14:56

Die Sportler werden schnell müde und neigen dazu sich zu überschätzen

Salzburg - Kurz vor Beginn des Winters machen Ärzte der Salzburger Landeskliniken auf die Gefahren des Wintersports aufmerksam. Vor allem beobachteten sie in den vergangenen Jahren, dass immer häufiger mangelnde Kondition zu Unfällen führt, hieß es am Mittwoch bei einem Pressegespräch.

Insgesamt wurden im vergangenen Winter 384 verunglückte Wintersportler an der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie in Salzburg behandelt. Zwei Drittel davon hatten sich beim Skifahren verletzt. Die zweitgrößte Gruppe waren Snowboarder, gefolgt von Rodlern. "Nach wie vor passieren die meisten Unfälle beim Skifahren durch Selbstverschulden, in rund 13 Prozent der Fälle kam es zwischen Skifahrern zu Kollisionen. Am häufigsten verletzten sich, wie bereits in den vergangenen Jahren, Sportler unter 30 Jahren, Männer verletzten sich häufiger als Frauen", sagte Oberarzt Clemens Hübner.

Müdigkeit und Überschätzung

"Oft kommt es zu Verletzungen, weil die Kondition der Skifahrer in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat. Die Sportler werden schneller müde und neigen dazu sich zu überschätzen, was oft zu Unfällen führt. Eine Verletzungsprophylaxe wäre es, körperlich besser trainiert zu sein. Auch bei Kindern wären mehr körperliche Aktivitäten sehr wichtig", so Anton Wicker, Vorstand der Universitätsklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation.

Erfreut zeigten sich die Mediziner über einen starken Anstieg der Helmtragequote bei Kindern, die sich durch die Skihelmpflicht enorm erhöht hat. "Von den 239 Kindern, die wir in der vergangenen Saison in Salzburg behandelt haben, haben alle, mit Ausnahme von zwei Kindern, zum Zeitpunkt des Unfalls einen Helm getragen", erklärte Günther Schimpl, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie. Am häufigsten kam es bei Kindern zu Verletzungen bei Einzelstürzen auf vereisten Pisten. Rund 60 Prozent der Unfälle passierten am Nachmittag, weil bei Kindern die Ermüdungsphase bereits nach zwei bis drei Stunden einsetzt und viele ihr Können überschätzen. (APA)

kolibri2331
00
24.11.2011, 09:46
Wenn die Skigebiete im Ausland

mit Folgendem werben: in 3 Tagen Skifahren lernen, dann wundert mich nichts mehr. Außerdem kommt mir vor, als wenn viele, die Helm & Co. tragen, glauben, sie müssten die Pistenregeln ( z.B. SCHAUEN ) nicht mehr befolgen,weil sie eh geschützt sind.

pepe123
00
24.11.2011, 07:09

welcher Winter ?

Mathias Mendez
00
23.11.2011, 21:50

Im Artikel wimmelt es ja nur so von hochwissenschaftlichen Begründungen

Prost-It
00
23.11.2011, 16:42
Na echt?

Big Surprise!

der böse joko
00
23.11.2011, 16:36
"... , weil die Kondition der Skifahrer in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat"

Das glaube ich ganz einfach nicht. Bin aber bei Quellennachweis lernwillig.

erich1963
01
23.11.2011, 15:58
Wenig Schmalz in den Beinen,..

..dafür viel Alk in den Venen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.