Gesundheitsbericht

OECD: Immer mehr Menschen sind fettleibig

23. November 2011, 13:50
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    foto: apa/waltraud grubitzsch

    Einer der größten Risikofaktoren für viele chronische Krankheiten ist Fettleibigkeit.

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    grafik: apa

Die Fettleibigkeit wird offenbar zur größten Gesundheitsgefahr - In Österreich sind 12 Prozent der Menschen adipös

Wien/Berlin - Auch wenn es eine andauernde Finanzierungsdebatte für das Gesundheitswesen fast jeden Industriestaates gibt: Die medizinische Versorgung innerhalb der OECD wird immer besser. Wie aus dem aktuellen Bericht der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit "Gesundheit auf einen Blick" hervorgeht, steigt die Lebenserwartung konstant, auch die Überlebensraten bei schweren Krankheiten sind höher als je zuvor. In Österreich steigen die Ausgaben für das Gesundheitswesen nur halb so schnell wie im OECD-Durchschnitt. Zur größten Gesundheitsgefahr wird offenbar die Fettleibigkeit.

Ein akutes Beispiel für die Verbesserungen in Österreich, so der Report: "Starben in Österreich im Jahr 2000 noch 11,1 Prozent der Herzinfarkt-Patienten innerhalb von 30 Tagen nach Einweisung ins Krankenhaus, so waren es 2009 nur noch 5,7 Prozent." Auch im OECD-Schnitt sank diese Sterblichkeitsrate von 8,1 auf nunmehr 4,3 Prozent. Ähnlich positive Entwicklungen gibt es bei Schlaganfällen und bei verschiedenen Krebserkrankungen. 2009 starben wesentlich weniger Frauen an Gebärmutter- und Brustkrebs als noch neun Jahre zuvor. Auch die Sterblichkeit bei Darmkrebs ging in den meisten OECD-Ländern zurück, unter anderem in Deutschland, Österreich und in der Schweiz .

Risikofaktor Fettleibigkeit

Einer der größten Risikofaktoren für viele chronische Krankheiten ist Fettleibigkeit (Adipositas). Hier gibt es weiterhin einen Besorgnis erregenden Trend. Der Bericht vergleicht den Prozentsatz an Fettleibigen über die vergangenen 20 Jahre: In allen OECD-Ländern, für die Daten vorliegen, hat sich der Anteil von adipösen Menschen vergrößert, in einer Reihe von Ländern hat er sich sogar verdoppelt. Deutschland (15 Prozent der Bevölkerung), Österreich (12 Prozent) und die Schweiz (8 Prozent) liegen in punkto Fettleibigkeit unter dem OECD-Durchschnitt (17 Prozent). Die dicksten Erwachsenen der OECD leben in den USA, Mexiko und Neuseeland. Übergewichtige und fettleibige Kinder gibt es vor allem in Griechenland, den USA und Italien. Insgesamt sind in mehr als der Hälfte aller OECD-Länder mindestens 50 Prozent der Bevölkerung übergewichtig.

Ein weiteres positives Faktum: Österreich verbucht seit 1995 einen starken Rückgang bei Suizinden. Mitte der 90er Jahre nahmen sich noch fast 40 Prozent mehr Menschen das Leben als 2009. Mit zwölf Suiziden auf 100.000 Einwohner ist das aber immer noch leicht über dem OECD-Durchschnitt von 11,3.

Bei den Gesundheitskosten gibt es trotz aller Diskussionen für Österreich und vergleichbare Länder einen positiven Trend. Der Report: "Sowohl Deutschland (11,6 Prozent) als auch Österreich (11 Prozent) und die Schweiz (11,4 Prozent) liegen mit ihren Gesundheitskosten bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt erheblich über dem OECD-Durchschnitt von 9,6 Prozent. Gleichzeitig wuchsen die Ausgaben in allen drei Ländern zwischen 2000 und 2009 real betrachtet nur etwa halb so schnell wie im OECD-Durchschnitt, der bei vier Prozent jährlich lag."

So wird für Österreich eine jährliche Wachstumsrate der Ausgaben um 2,2 angegeben. In Schweden waren es in dem Zeitraum beispielsweise 4,4 Prozent, in Großbritannien 4,8 und in der Slowakei gar 10,9 Prozent pro Jahr. Es könnte sein, dass solche Staaten wegen bestehender Defizite in der Gesundheitsversorgung erst recht investieren müssen. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 136
1 2 3 4
. Diogenes
00
28.11.2011, 15:07
DAS ist mal ein mächtiges six pack

Roy Bär
00
26.11.2011, 21:02
Ich hör immer nur "Fett",

während die Leute Vanillekipferl, Weihnachtskekse, Lebkuchen und was weiß ich noch für süße Zuckerbomben reinwerfen^^

Chocoholic
02
24.11.2011, 23:48
Anzumerken ist, dass die Dame auf dem Foto um die 200 kilo wiegen muss.

Not your average overweight in Austria.....

A Voice
00
28.11.2011, 09:07
Warum glaubst du das?

mit angenommenen 165cm Körpergröße schaut mir das nach 130kg oder so aus. Warum 200 (Bei 2m Körpergröße vielleicht ;))?

A Voice
00
28.11.2011, 13:52
Ach ja, ich habe als Vergleich

einen relativ muskulösen Mann, 1,8m groß mit knapp 130 kg, der schaut nicht viel schlanker aus (auch von der Verteilung her >;->)

Plus Lucis
09
24.11.2011, 17:48

Man kann sich nicht gleichzeitig über die Abnahme der Suizide freuen und dann den Leuten die Schokolade wegnehmen wollen.

Nick31
00
1.12.2011, 12:47

Das geht sehr wohl Hand in Hand.

Wobei wir bei Schokolade eh nicht an die "echte" (und eher noch gesunde) Schokolade aus sehr sehr viel Kakao denken, sondern an das Schokoladeangebot aus dem Supermarkt - das in erster Linie eines "liefert":

Industriezucker.

Der wie eine starke Droge wirkt - und jede Droge beschert einem hinterher ein Tief. Kein Witz: Schokolade wird mit Depressionen in Verbindung gebracht. Dass Schokolade kurz die Stimmung heben kann, sollte Sie nicht täuschen.

Das kann Heroin nämlich auch.

typograph
00
24.11.2011, 22:10

Verzeihung, aber ich kann es mir nicht verkneifen: Eines der wenigen, wenn nicht das einzige Posting, welches den Kern trifft (sofern man ein wenig darüber nachzudenken geneigt ist) ...

theWatcher14
00
24.11.2011, 16:41
Dieses Problem...

...wird sich bald von selbst erledigen. In ein paar Jahren werden wir nichts mehr zu fressen haben und uns für Lebensmittel gegenseitig umbringen.

Zinsenfeger
00
1.12.2011, 13:23
Delicatessen

ist schon eine Zeit her, dass ich den Film gesehen habe aber soviel ich mich erinnern kann: da gings genau um dieses Problem und war sehr witzig!

pepe123
00
29.11.2011, 07:24

stimmt genau

pepe123
00
29.11.2011, 07:24

stimmt genau

Chris Quast
00
25.11.2011, 15:29

blah, blah, der komet kommt auch noch, das todesvirus, die aliens, blah blah, blah.
einziger fakt ist, seit generationen geht es der menschheit von generation zu generation besser

pepe123
00
29.11.2011, 07:24

Träumer

A Voice
00
28.11.2011, 09:08
chemtrails!

Rahoul
11
25.11.2011, 06:37

Sammeln Sie bitte noch ein paar ihrer düsteren Visionen, schreiben Sie ein Buch darüber und verkaufen die Rechte nach Hollywood.
Roland Emmerich wird es sicher verfilmen, Bestseller-u. Blockbustergarantie...

theWatcher14
00
25.11.2011, 11:50
Rahoul

Schau ma mal, ist ja ein überprüfbares Szenario. ;-)

JayneCobbs
05
24.11.2011, 14:15

Das Hauptproblem seh ich eher in Softdrinks. Ab- und an Maci ist nicht so das große Problem. Nur wenn Kinder tgl 1-2l Eistee, Cola oder was auch immer trinken, wirds heftig.

Salz Burger
00
6.12.2011, 20:42

Das denke ich auch. Schon alleine nur die Zuckerdrinks durch kalorienfreie Varianten zu ersetzen würde das Übergewicht bei vielen Leuten gar nicht entstehen lassen.

Gute Laune ist kein Verbrechen
00
28.2.2012, 13:40
"Kalorienfrei" ist zu kurz gedacht - Süßstoffe bringen Ihre ganz eigene Latte an Problemen mit sich.

Unsere Gesellschaft ist völlig "verzuckert" und gehört "entzuckert". Uns schmeckt ein Apfel nicht mehr, obwohl er im Grunde extrem süß ist - das ist dasselbe, wie wenn ein schwerer Alkoholiker mit einem einzigen Glas Rotwein nichts anfangen kann...

Senkt man sukzessive die Süße in der eigenen Ernährung, beginnt auch Obst wieder sehr sehr süß zu schmecken. Und irgendwann ist einem der "normale" Süßkram - egal ob Fanta oder Fanta Light - sogar zu süß und schmeckt nicht mehr.

Salz Burger
00
28.2.2012, 14:01

Ja, da kann ich Ihnen durchaus folgen. Mein größtes Erfolgserlebnis ist immer wieder ein fetter kalter Schweinebraten mit Kruste. So was hätte ich früher, als ich noch viel Brot gegessen habe, niemals angerührt, dabei schmeckt der kalte Schweinebraten richtig gut.

Süße Dinge sind meistens Genussmittel, auch der Apfel und die Erdbeere. Da zähle ich auch Süßsstoff hinzu, obwohl mir Getränke mit Süßstoff viel lieber sind, als die zuckerhaltigen Dickmacher. Ich trinke gerade ein Cola light und manchmal greife ich auch zu einem Fanta zero oder Sprite zero. Einfach als Genussmittel.

arsen hitrach
34
24.11.2011, 12:38

Kein Wunder wenn man sieht wie die Mamas ihren 2 jährigen Sprösslingen die Fritten vom McDonald´s ins Gesicht schieben... Spätestens in der Volksschule wird er dann von den Mitschülern gehänselt und fängt an sich den Frust weg zu fressen, ein teuflischer Kreislauf...
Zu allem Überfluss müssen die Mamas aber auch noch arbeiten gehen, weil´s hinten und vorne mit dem Geld nicht reicht, da bleibt wenig Zeit zum selber Kochen.

Pfuideifi
31
24.11.2011, 12:43

Weiters fatal:
Im Kindesalter legt der Körper die Zahl der Fettzellen fest.
Je schlechter die Ernährung in dieser Zeit ist, umso mehr neigen diese Kinder später im Erwachsenenalter zur Fettleibigkeit.

Nick31
00
1.12.2011, 12:51

Das klingt nicht logisch, da die Anzahl der Fettzellen nicht direkt über das Gewicht bestimmt. Fettzellen "wachsen", wenn man dicker wird. Demzufolge kann jemand mit weniger Fettzellen wesentlich dicker werden als jemand mit weniger - es kommt lediglich darauf an, wie sehr die Fettzellen gefüttert werden.

Was allerdings sehr wohl zutrifft, ist das "Einschleifen" der Essgewohnheiten bei Kindern. Wer in den ersten Lebensjahren gesund ernährt wurde, hat oft gar keine Lust, sich später auf McDonalds "umschulen" zu lassen.

Salz Burger
00
6.12.2011, 20:39

Bei McDonalds in Österreich gibt es übrigens außergewöhnlich gute Salate. Es kommt halt immer drauf an, was man isst.
Wenn ich McDonalds etwas vorwerfe, dann das, dass sie bei jedem Menü als Standard zuckerhaltiges Cola und Pommes verkaufen wollen. Wo es doch um den selben Preis Salat statt Pommes und Wasser oder Cola light statt dem süßen Zeugs gibt. Und schon ist der Kaloriengehalt des ganzen Menüs nur mehr die Hälfte.

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