L'Oréal-Erbin soll Steuer-Hinterzieherin sein

23. November 2011, 12:26
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Auf die kürzlich unter Vormund­schaft gestellte Liliane Bettencourt kommt neuer Ärger zu: Sie soll 77 Millionen Euro Steuern nachzahlen

Paris - Die französische L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt soll 77 Millionen Euro Steuern nachzahlen. Die Summe komme zu den rund 30 Millionen Euro dazu, die bereits im Sommer als Nachforderung an die Milliardärin bekannt wurden, hieß es am Dienstagabend aus mit dem Fall befassten Kreisen.

Das Haushaltsministerium in Paris bestätigte lediglich, dass eine Nachzahlung fällig sei, ohne Zahlen zu nennen. Der Internetdienst Mediapart berichtete, bei der Summe handle es sich um Vermögensteuer für die Jahre 2004 bis 2007 und Einkommensteuer für die Zeit zwischen 2006 und 2009.

Insgesamt soll Bettencourt laut Mediapart rund 100 Millionen Euro am Fiskus vorbei auf Auslandskonten in der Schweiz und Singapur geparkt haben. Außerdem soll sie den Steuerbehörden eine Seychellen-Insel verschwiegen haben, die sie 1997 für 18 Millionen Dollar (13,30 Mio. Euro) von der Familie des Schahs von Persien gekauft hatte.

Noch im Sommer hatte die 89-Jährige angeboten, einen Sonderbeitrag zur Verringerung des Haushaltsdefizits in Form von einer Art Reichensteuer zu zahlen. Die alte Dame, die unter Demenz leiden soll, steht seit Mitte Oktober unter Vormundschaft. Ihr Vermögen wird von ihrer einzigen Tochter und ihren beiden Enkeln verwaltet. (APA)

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    Liliane Bettencourt soll rund 100 Millionen Euro am Fiskus vorbei auf Auslandskonten in der Schweiz und Singapur geparkt haben.

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