Fernost-Leitbörsen uneinheitlich

24. November 2011, 12:51
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Europas Schuldenkrise belastet deutlich

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verbilligte sich um 149,56 Zähler oder 1,80 Prozent auf 8.165,18 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg hingegen um 70,67 Zähler (plus 0,40 Prozent) auf 17.935,10 Einheiten.

Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.677,15 Zählern und einem Plus von 0,58 Punkten oder 0,02 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 10,5 Zähler oder 0,25 Prozent auf 4.115,30 Einheiten. Der Shanghai Composite legte um 2,49 Zähler oder 0,10 Prozent auf 2.409,72 Punkte zu.

Standard & Poor's (S&P) erhöhte in der Früh den Druck auf Japan. Die neue japanische Regierung habe noch keine Fortschritte beim Kampf gegen die immens hohe Verschuldung gemacht, sagte der für das Land zuständige S&P-Experte Takahira Ogawa der Nachrichtenagentur Bloomberg. Er deutete zudem an, dass Japans Bonitätsbewertung deswegen abgestuft werden könnte.

Der Tokioter Aktienmarkt hat den vierten Tag in Folge im Minus geschlossen und fiel auf den niedrigsten Stand seit April 2009. Marktteilnehmern zufolge habe aber vor allem die am Mittwoch schwach verlaufene Anleiheauktion in Deutschland auf die Stimmung gedrückt. Hinzu seien ebenfalls am Vortag noch schwächere US-Daten gekommen und auch enttäuschende Konjunkturdaten aus China hätten belastet.

Die Aktien stark exportorientierter Unternehmen litten besonders unter den trüben Wachstumsaussichten. So sackten die Papiere des Herstellers von Videospielen und Spielkonsolen Nintendo um 4,24 Prozent auf 10.850 Yen ab. Die Mazda-Papiere verbilligten sich um 2,26 Prozent auf 130 Yen. Der Automobilhersteller erwirtschaftet etwa 19 Prozent seiner Umsätze in den USA. Suzuki legten unterdessen 0,92 Prozent auf 1.533 Yen zu. Im erbitterten Streit mit Volkswagen hat der japanische Autobauer einen Schlichter angerufen.

Gegen den Trend schossen die Papiere des Kameraherstellers Olympus 13 Prozent in die Höhe. Die Rufe nach einem Verbleib des von einem Bilanzskandal erschütterten Konzerns an der Börse wurden lauter. Elpida kletterten über zehn Prozent auf 355 Yen. Die Preise für Speicherchips hätten den zweiten Tag in Folge angezogen, hieß es zur Begründung am Markt.

Die Ölpreise sind nach einem deutlichen Rückgang der Ölreserven in den USA leicht gestiegen. Die Papiere Australiens zweitgrößtem Öl- und Gasproduzenten Woodside Petroleum notierten mit einem leichten Aufschlag von 0,08 Prozent auf 35,42 australische Dollar. PetroChina verbilligten sich um 0,42 Prozent auf 9,53 Hongkong Dollar.

Dank zahlreicher Schnäppchenjäger ging es in Taiwan und Südkorea bergauf. Die Titel des taiwanesischen Handyherstellers HTC gaben allerdings nach einer überraschenden Gewinnwarnung um über sieben Prozent nach.(APA)

 

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