Thailand: Wegen "antiroyalistischer" SMS 20 Jahre in Haft

23. November 2011, 10:48
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Beleidigung der Monarchie streng bestraft

Das Versenden von "antiroyalistischen" Textnachrichten mit seinem Mobiltelefon ist einem thailändischen Bürger teuer zu stehen gekommen. Ein Gericht verurteilte Ampon Tangnoppakul am Mittwoch zu 20 Jahren Gefängnis, wie sein Anwalt in Bangkok mitteilte. Demnach wurde sein Mandant im August 2010 festgenommen, weil er im Mai zuvor dem Privatsekretär des damaligen Regierungschefs Abhisit Vejjajiva mehrere SMS geschickt hatte, die die Monarchie beleidigten. Laut seinem Verteidiger plädierte Ampon auf nicht schuldig. Der Verurteilte habe 30 Tage Zeit, um Einspruch einzulegen.

Drakonische Strafen für Majestätsbeleidigung

In Thailand sind auch immer wieder Ausländer wegen Verunglimpfung der Monarchie zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Das Gesetzbuch sieht drakonische Strafen für Majestätsbeleidigung vor. Der König wird in Thailand wie ein Halbgott verehrt und darf in keiner Form kritisiert werden. Bhumibol Adulyadej (Rama IX.), der 1946 den Thron bestieg, ist der dienstälteste Monarch der Welt. Verheiratet ist er mit seiner Cousine Königin Sirikit Kitiyakara. (APA)

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