Börse Frankfurt: Dax den achten Tag in Folge auf Talfahrt

23. November 2011, 18:11
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Deutscher Leitindex sinkt um 1,44 Prozent

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Mittwoch bereits den achten Tag in Folge mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor belastet von den Sorgen um die Weltkonjunktur und die Schuldenkrise 79,62 Punkte (minus 1,44 Prozent) auf 5.457,77 Einheiten. Der TecDAX sank um 6,38 Punkte oder 0,99 Prozent auf 636,25 Punkte. Der M-DAX ermäßigte sich 102,62 Punkte oder 1,25 Prozent auf 8.105,78 Zähler. Der HDAX schloss mit 2.776,96 Einheiten und einem Minus von 39,62 Zählern oder 1,41 Prozent. Der C-DAX verlor 6,85 Punkte oder 1,40 Prozent auf 482,58 Zähler.

Seit dem Zwischenhoch Ende Oktober hat der DAX damit mehr als 15 Prozent verloren. Während frische Konjunkturdaten aus den USA am Nachmittag kein klares Bild lieferten, trübte eine schwache chinesische Industrieproduktion am Morgen die Aussichten für die Weltkonjunktur.

Auch in der Eurozone blieb die Unsicherheit hoch: Wie eine enttäuschende Auktion zehnjähriger Staatsanleihen zeigte, gerät nun erstmals Deutschland ins Visier der Finanzmärkte. Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt indes den Vorstoß von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso für gemeinsame europäische Staatsanleihen weiterhin ab.

An der DAX-Spitze erholten sich die Aktien der Commerzbank etwas von ihrem Kurseinbruch vom Vortag. Das Plus von 1,74 Prozent auf 1,17 Euro wurde am Markt mit Aussagen von Vorstandschef Martin Blessing begründet, der am Vorabend bekräftigt hatte, dass sein Haus die Anforderungen der europäischen Bankenaufsicht aus eigener Kraft erfüllen werde. Am Dienstag war die Aktie nach Spekulationen über einen deutlich höheren Kapitalbedarf um mehr als 15 Prozent auf ein Rekordtief von 1,15 Euro abgestürzt. Ferner reagierten Infineon-Papiere positiv auf eine geplante Dividendenerhöhung. Sie legten um 1,34 Prozent zu.

Schwach zeigten sich dagegen die Aktien der Deutschen Telekom, die wegen eines Rückschlags beim geplanten Verkauf der Tochter T-Mobile USA um 2,36 Prozent auf 8,739 Euro nachgaben. Der Chef der Regulierungsbehörde FCC zweifelt an den Vorteilen der Transaktion und beantragte daraufhin eine richterliche Anhörung. Zum Streit mit dem US-Justizministerium gestellt sich damit noch eine weitere Hürde. Schwäche zeigte zudem der Autosektor: VW-Aktien etwa verloren 3,26 Prozent, was Händler mit den Aussichten auf dem Wachstumsmarkt in China begründeten.

Unter den Technologiewerten im TecDax profitierten Centrotherm mit plus 6,80 Prozent auf 9,42 Euro von einem positiven Analystenkommentar. WestLB-Expertin Katharina Cholewa empfiehlt das Papier nun zum Kauf und nannte ein Kursziel von 13,80 Euro. Der momentane Aktienkurs spiegle ein übermäßig pessimistisches Szenario wider. Zudem rechne sie mit guten Auftragseingängen im vierten Quartal. (APA)

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