Conwert-Gewinn um 86,6 Prozent eingebrochen

23. November 2011, 09:36
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Wien - Die im ATX notierte conwert Immobilien Invest SE hat in den ersten neun Monaten des Jahres einen Konzerngewinn von 6,1 Mio. Euro ausgewiesen, das waren um 86,6 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode (45,4 Mio. Euro). Das Unternehmen führt den Rückgang laut Ad-hoc-Mitteilung vom Mittwoch vor allem auf Einmaleffekte zurück: Im dritten Quartal des Vorjahres war die neu übernommene ECO Business-Immobilien anlässlich ihrer ersten Konsolidierung um 77,1 Mio. Euro aufgewertet worden. Außerdem wurde heuer im September die RESAG Immobilienmakler GmbH aufgrund ihrer Eingliederung um 3,7 Mio. Euro abgeschrieben.

Für das Gesamtjahr hält conwert an den am Jahresanfang kommunizierten Zielen fest: Die Umsätze mit Immobilienverkäufen sollen auf rund 600 Mio. Euro steigen, es soll eine Verbesserung des Betriebsergebnisses ohne Berücksichtigung von Immobilienbewertungen von rund 15 Prozent geben. Außerdem gibt es die neue Vorgabe des Verwaltungsrates, "die Verschuldungsquote von heute rund 58 Prozent weiter zu reduzieren sowie das Aktienrückkaufprogramm und den Rückkauf von Wandelschuldverschreibungen opportunistisch weiterzuverfolgen".

Das Konzernergebnis nach Minderheitsanteilen lag Ende September mit 3,6 Mio. Euro ebenfalls deutlich unter jenem der Vorjahresperiode (30,5 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) lag mit 0,04 Euro um 89,2 Prozent niedriger als in der Vorjahresperiode (0,37 Euro/Aktie).

Mehr Vermieterlöse

Dafür legten die Vermietungserlöse um 21,6 Prozent auf 159,7 Mio. Euro (131,3 Mio. Euro) zu, die Veräußerungserlöse um 137,5 Prozent auf 499,6 Mio. Euro (210,4 Mio. Euro) und der gesamte Umsatz um 85,1 Prozent auf 681,2 Mio. Euro (EUR 368,0 Mio. Euro). Der Net Rental Income (NRI) stieg um 23,5 Prozent auf 93,4 Mio. Euro (75,6 Mio. Euro).

Das Betriebsergebnis vor Zu- und Abschreibungen (EBITDA) lag nach den ersten neun Monaten 2011 bei 97,1 Mio. Euro - um 25,9 Prozent höher als in der Vorjahresperiode (77,1 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich um 25,6 Prozent auf 82,4 Mio. Euro (110,7 Mio. Euro).

Zum Stichtag 30. September fiel das Eigenkapital leicht von 1,33 Mrd. Euro auf 1,25 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalquote stieg hingegen im Jahresabstand von 36,4 Prozent auf 38,3 Prozent. Der NAV, das Nettovermögen je Aktie, ist aufgrund des negativen Ergebnisbeitrags trotz der hohen Anzahl an Immobilienverkäufen über Buchwert leicht auf 15,07 Euro gesunken (Gesamtjahr 2010: 15,56 Euro).

Im Jahresabstand ging die Zahl der Immobilien von 1.857 auf 1.711 zurück, die Gesamtnutzfläche von 2,5 Mio. m2 auf 2,2 Mio. m2, das Immobilienvermögen von 3,3 Mrd. Euro auf 2,9 Mrd. Euro. (APA)

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