Wiener Börse schließt am Mittwoch leichter

23. November 2011, 17:51
1 Posting

Nervosität an den Märkten bleibt hoch

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei gutem Volumen mit etwas tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 4,78 Punkte oder 0,29 Prozent auf 1.652,79 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 35 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.618 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -1,58 Prozent, DAX/Frankfurt -1,43 Prozent, FTSE/London -1,28 Prozent und CAC-40/Paris -1,68 Prozent.

Nach einer durch große Nervosität geprägten Sitzung und zwei schwachen Handelstagen in Folge hat das heimische Börsenbarometer zur Wochenmitte mit etwas tieferen Notierungen geschlossen. Für Unsicherheit sorgte insbesondere die sich deutlich zuspitzende Lage am europäischen Rentenmarkt, wo am Vormittag eine deutsche Anleihen-Auktion enttäuschend verlaufen war. Zudem hatten schwache Konjunkturdaten aus China sowie aus der Eurozone die Stimmung bereits im Frühhandel belastet.

Unter Druck gerieten erneut die Papiere der Bankenschwergewichte, welche zuletzt massiv unter die Räder gekommen waren. Raiffeisen, verloren im Vorfeld zur am Donnerstag anstehenden Zahlenpräsentation 4,36 Prozent auf 14,16 Euro, Erste Group zeigten sich nach einem positiven Handelsverlauf zur Schlussglocke mit einem Kursabschlag von 0,51 Prozent auf 10,65 Euro hingegen gut gesucht. In den vergangenen beiden Handelstagen hatten die Bank-Aktien einen satten Kursrutsch von etwa 18 Prozent erlitten.

Zahlen aus der Immo-Branche im Blick

Weit oben auf der Kurstafel notierten die beiden Immobilienwerte CA Immo (plus 3,40 Prozent auf 7,30 Euro) und conwert (plus 5,53 Prozent auf 8,40 Euro). Beide Unternehmen legten ihre Ergebnisse für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres vor. So veröffentlichte die CA Immo bereits am Dienstagabend nachbörslich eine starke Neun-Monats-Bilanz. Das Nettoergebnis konnte im Jahresvergleich um 40 Prozent gesteigert werden.

conwert wies indessen einen Konzerngewinn von 6,1 Mio. Euro aus. Das entspricht einem Rückgang zur Vorjahresperiode von fast 90 Prozent. Das schwächere Ergebnis sei vor allem auf Einmaleffekte zurückzuführen, hieß es vonseiten des Immobilien-Unternehmens.

Zahlen brachte auch der Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom. Das Unternehmen konnte im ersten Halbjahr seinen Umsatz um 90 Prozent und das operative Ergebnis um 120 Prozent erhöhen. Das Ergebnis lag damit aber leicht unter den Analystenerwartungen. Die Titel erhöhten sich um 0,82 Prozent auf 50,41 Euro.

Mit Kursgewinnen tendierten auch die beiden Ölwerte Schoeller-Bleckmann (plus 1,63 Prozent auf 60,50 Euro) und OMV (plus 1,65 Prozent auf 21,59 Euro). Der Ölkonzern gabbekannt, sich gemeinsam mit der rumänischen Tochter Petrom über zwei Kreditlinien 1,68 Mrd. Euro zu holen. Damit sollen bestehende Kreditlinien, welche 2012 auslaufen, ersetzt werden.

Schließlich konnten aktuelle Analystenkommentare neue Impulse liefern. Die Experten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihr Votum für den Kranhersteller Palfinger von "Reduce" auf "Hold" erhöht. Das Kursziel wurde hingegen leicht von 14,50 auf 13,00 Euro gesenkt. Palfinger rückten um 1,94 Prozent auf 11,82 Euro vor.

Die zehn größten Kursgewinner


      1. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG      +5,70 Prozent
      2. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE      +5,53 Prozent
      3. WIENERBERGER AG                   +3,68 Prozent
      4. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG          +3,40 Prozent
      5. ZUMTOBEL AG                       +2,84 Prozent
      6. LENZING AG                        +2,28 Prozent
      7. AMAG AUSTRIA METALL AG            +2,01 Prozent
      8. PALFINGER AG                      +1,94 Prozent
      9. UNIQA VERSICHERUNGEN AG           +1,93 Prozent
     10. OMV AG                            +1,65 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer


      1. BWT AG                            -6,92 Prozent
      2. BENE AG                           -5,46 Prozent
      3. FLUGHAFEN WIEN AG                 -4,58 Prozent
      4. RAIFFEISEN BANK INTERNAT. AG      -4,36 Prozent
      5. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG     -3,40 Prozent
      6. RHI AG                            -2,93 Prozent
      7. VERBUND AG  KAT. A                -2,81 Prozent
      8. AGRANA BETEILIGUNGS-AG            -2,20 Prozent
      9. STRABAG SE                        -1,96 Prozent
     10. AT&S AUSTRIA TECH.&SYSTEMTECH.    -1,91 Prozent (APA)
Share if you care.