Menschenrechtsaktivisten: 33 Tote am Dienstag

23. November 2011, 09:17
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Assads Sicherheitskräfte erschießen offenbar auch Kinder und Jugendliche

Nikosia - Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste in Syrien sind am Dienstag nach neuen Oppositionsangaben 33 Menschen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London am Mittwoch mitteilte, wurden 28 Zivilisten durch Schüsse getötet, darunter sechs Kinder und Jugendliche. Zudem seien fünf Deserteure der syrischen Armee von Sicherheitskräften der Regierung von Präsident Bashar al-Assad erschossen worden. Die meisten Menschen starben demnach in der zentralsyrischen Provinz Homs sowie im südlichen Daraa (Deraa) und in Idleb im Nordwesten des Landes. Zuvor war von 17 Toten die Rede gewesen.

Bei der Unterdrückung der Proteste gegen das Regime kamen nach Angaben der Vereinten Nationen seit Mitte März mehr als 3500 Menschen ums Leben. Der Menschenrechtsausschuss der UNO-Vollversammlung verurteilte die blutige Niederschlagung der Protestbewegung in Syrien am Dienstag in New York mit großer Mehrheit. Die Verurteilung hat vor allem Appellcharakter, da die Vollversammlung und ihre Ausschüsse kein Drohpotenzial besitzen. Sanktionen kann nur der Weltsicherheitsrat verhängen. Dort waren ähnliche Versuche aber an den Vetomächten Russland und China gescheitert. Moskau hat dem Westen und arabischen Staaten vorgeworfen, die syrische Opposition gegen Präsident Assad aufzustacheln. "Das ähnelt einer politischen Provokation internationalen Ausmaßes", sagte Außenminister Sergej Lawrow am Montag. Aus westlichen und arabischen Hauptstädten käme der intensive Appell an die syrische Opposition, nicht mit Assad zu verhandeln. (APA)

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