Wien investiert 140 Millionen Euro in Öffis

23. November 2011, 06:15
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Geld wird für U-Bahn-Waggons der Linien U6 und für die Bim-Linien 25 und 26 verwendet

Wien - Aus der Krise herausinvestieren - dieses Mantra von Finanzstadträtin Renate Brauner (SP) gilt auch für den öffentlichen Verkehr: Angesichts der stockenden Konjunktur zieht die Stadt einige Investitionen in U-Bahn und Bim vor. Allein die neuen Garnituren für die U6 kosten rund 60 Millionen Euro. Die Waggons, die von der Firma Bombardier in der Donaustadt gekauft werden, sollen geruchs- und hitzegeplagten U6-Fahrgästen das Leben erleichtern: Sie sind allesamt klimatisiert. Auch eine Intervallverdichtung auf 2,5 Minuten in den Stoßzeiten ist laut den Wiener Linien vorgesehen. Damit reagiert man auf die neue Westbahn-Trasse, die via Meidling zum Hauptbahnhof führt. In der U6, die in Meidling hält, werden künftig deutlich mehr Fahrgäste erwartet.

Vorgezogen wird der Ausbau der Straßenbahnlinie 25, und zwar um ein Jahr auf Jänner 2012. Die Bim fährt künftig zwischen Aspern und dem Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf. Derzeit gibt es keinen 25er; er verband ursprünglich Floridsdorf und die Donaustadt, wurde aber 2000 eingestellt. Einen Großteil der Strecke übernahm damals die Linie 26. Nun wird eine einen Kilometer lange neue Trasse durch die Tokiostraße gebaut.

Zeitgleich startet - wie geplant - der Bau der neuen Strecke der Linie 26, diese ist 4,7 Kilometer lang und verläuft zwischen dem Kagraner Platz und der Hausfeldsiedlung. In Betrieb genommen wird der erweiterte 26er spätestens zur Eröffnung der U2-Verlängerung in die Seestadt Aspern. Insgesamt investiert die Stadt 80 Millionen Euro in die neuen Straßenbahnen.

Mehr Vollzeit-Jobs

Ein weiterer Schwerpunkt des Stadtbudgets, das diese Woche im Landtag diskutiert wird, ist laut Brauner die Beschäftigung. So sollen durch Weiterbildung mehr Frauen Vollzeit- statt Teilzeitjobs ausüben können. Außerdem sollen Lehrlinge verstärkt motiviert werden, ihre Ausbildung auch abzuschließen; zwei Drittel derer, die bei der Lehrabschlussprüfung im ersten Anlauf durchfallen, treten derzeit kein zweites Mal an. (Andrea Heigl, DER STANDARD, Printausgabe, 23.11.2011)

  • Insgesamt investiert die Stadt 80 Millionen in die Straßenbahnlinien 25 und 26. Von neuen Garnituren für den 37er ist nicht die Rede.
    foto: wiener linien

    Insgesamt investiert die Stadt 80 Millionen in die Straßenbahnlinien 25 und 26. Von neuen Garnituren für den 37er ist nicht die Rede.

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