Pretoria wird bis Ende 2012 in Tshwane umbenannt

22. November 2011, 19:35
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Straßennamen sollen künftig an Anti-Apartheidskämpfer erinnern

Johannesburg - Der südafrikanische Regierungssitz Pretoria soll bis Ende 2012 endgültig in Tshwane umbenannt werden. Bis dahin sollten auch die großen Verkehrsadern der Stadt die Namen von Anti-Apartheidskämpfern tragen, sagte Bürgermeister Kgosientso Ramokgopa der Zeitung "Pretoria News" vom Dienstag.

Der Beschluss, Pretoria umzubenennen, war bereits 2005 gefasst worden, bisher heißen aber nur die Vororte so. Die Regierungspartei ANC will den Namen schon länger tilgen, weil er an den Buren Andries Pretorius erinnert, der 1838 mit seiner Armee zehntausende Zulu-Kämpfer tötete. Die Bedeutung des neuen Namen ist unbekannt, er soll sich auf eine traditionelle geographische Bezeichnung der Region der einheimischen Stämme oder einen historischen Stammesführer beziehen.

Lediglich eine der großen Verkehrsadern Pretorias ist nach einer Persönlichkeit des "neuen" Südafrika benannt, nach dem früheren Staatschef Nelson Mandela. Bürgermeister Ramokgopa bedauerte allerdings, dass diese Straße sehr kurz sei. Mandela verbrachte wegen seines Kampfes gegen das südafrikanische Apartheid-Regime 27 Jahre in Haft und wurde weltweit zum Mythos.

Nach seiner Freilassung 1990 ermöglichte er mit seiner Politik der Versöhnung einen friedlichen Systemwechsel. 1993 erhielt er zusammen mit dem damaligen Staatschef Frederik de Klerk den Friedensnobelpreis. Ein Jahr später wurde Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. (APA)

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