IWF stellt Instrument zur Krisen-Eindämmung vor

22. November 2011, 19:23
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Washington - Unter dem Eindruck der Schuldenkrise in der Euro-Zone hat der Internationale Währungsfonds (IWF) ein neues Instrument zur Eindämmung von Finanzkrisen vorgestellt. Das am Dienstag bekannt gegebene Kreditprogramm richtet sich nach IWF-Angaben an Staaten, deren Volkswirtschaften eigentlich über "relativ starke" Zahlen verfügen, bei Turbulenzen an den Finanzmärkten aber in den Krisenstrudel gerissen zu werden drohen.

Betroffene Länder können sich demnach beim IWF kurzfristig bis zu fünf Mal mehr frisches Geld leihen, als ihnen nach ihrer Einlagequote beim Währungsfonds eigentlich zustünde.

Hintergrund des Programms sind Befürchtungen vor einem Dominoeffekt in der Euro-Zone. Nachdem zunächst Griechenland wegen seiner hohen Staatsverschuldung das Vertrauen der Märkte verlor, mussten bald auch Portugal und Griechenland unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen. Inzwischen stehen auch Italien und Spanien unter großem Druck der Finanzmärkte, die für die Staatsanleihen der beiden südeuropäischen Länder hohe Risikoaufschläge verlangen. (APA)

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    Die Werkzeugkiste für die Krisen-Eindämmung ist groß. Nur welches Werkzeug wirklich funktioniert, weiß noch keiner.

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