Deutschland

Filmbranche will "Raubkopierern" den Geldhahn zudrehen

22. November 2011, 16:42
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    foto: derstandard.at/screenshot

    kino.to wurde zwar gesperrt, am User-Verhalten habe dies allerdings nichts geändert

Webseiten wie kino.to seien "eine Vermarktungsplattform für Online-Werbung"

Nach dem Fahndungserfolg gegen die illegale Plattform kino.to will die Filmbranche die Geldströme der Internet-Piraten austrocknen. Ein logistisch aufwendiges Portal wie kino.to werde schließlich nicht als Hobby betrieben, sagte Matthias Leonardy, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) am Dienstag in Berlin. "Webseiten wie kino.to sind eine Vermarktungsplattform für Online-Werbung."

An die Werbewirtschaft appellieren

Genau hier will die GVU ansetzen. Zum einen spreche man mit der Werbewirtschaft schon länger über eine Selbstverpflichtung, Anzeigen nur auf legalen Plattformen zu schalten. Bleibe dies ergebnislos, müsse eventuell "irgendwann die Frage nach der rechtlichen Verantwortung gestellt werden", sagte Leonardy. Er räumte ein, dass bei einem solchen Vorgehen höchstens deutsche Agenturen und Werbetreibende ins Visier genommen werden könnten. Derzeit passiere aber auch hier zu wenig: "Es gab sehr schnell einen Konsens, dass da keine Werbung sein sollte, aber keinen Konsens, wie sie da nicht hinkommt."

Die GVU macht sich auch für die Sperrung des Zugangs zu illegalen Film- und Software-Angeboten stark - oder zumindest einen ausdrücklichen Warnhinweis beim Aufrufen der Seiten.

Nichts geändert

Die von der Film- und Unterhaltungssoftware-Industrie getragene Organisation gibt zu, dass die Lücke durch die Abschaltung von kino.to schnell durch andere Angebote gefüllt wurde. Die Nutzerzahlen lägen nach einem kurzfristigen Knick Schätzungen zufolge wieder auf gleicher Höhe, sagte Leonardy. Es sei ein ständiger Kampf: "Nach kino.to ist vor kino.to." Die Abschaltung der illegalen Streaming-Plattform habe die Ausleihen in den Videotheken zeitweise um 25 Prozent steigen lassen. Mit der Ausbreitung von Ersatz-Angeboten im Netz sei dieser Effekt jedoch schnell wieder verpufft.

Die Behörden hatten kino.to im Sommer gestoppt. Auf der Plattform fanden sich nach früheren Angaben mehr als eine Million Links zu geschützten Werken aus Film und Fernsehen. Im Juni waren bei einer europaweiten Razzia zwölf Beschuldigte festgenommen worden, die als Betreiber der illegalen Plattform gelten. Auf Konten fanden die Ermittler rund 2,5 Millionen Euro. Die Drahtzieher saßen nach Erkenntnissen der Ermittler in Leipzig. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 92
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thomas1231
00
26.11.2011, 16:20

hab letzens wieder eine originaldvd geschaut.. nach ca 5 minuten vorspann trailer werbung und kopierschutzbestimmungen überspringen hat dann auch der filnm begonnen ..... das hat mich dann dazu bewegt den 2 ten film nachher als rip runterzuladen anstatt die dvd aufzumachen und nochmal alles überspringen zu müssen .... ich zahl sicher nimmer um verarscht zu werden ...

smeexseus ...
 
00
27.11.2011, 19:26

kauf dir nen besseren player , meiner überspringt den mist und zeigt ihn mir erst gar nicht und das per default

ein dvd player kann das nicht ein günstiger blueray player schon da die meisten eine linux box haben deswegen kommen diese player auch viel besser mit den diversen videoformaten zurecht wie DivX/XviD mkv usw.

Nomad In Time
 
00
26.11.2011, 12:03
das 21. Jhdt verschlafen...

Die Film und die Musikindustrie haben gemeinsam den Start des internetzeitalters verschlafen und scheinen auch noch immer nicht aufgewacht zu sein.
Sie halten an alten Vertriebsformen fest wärend wohl ein umdenken und verwenden der 'neuen Technologien' ihnen sowie den Konsumenten wohl mehr freude bringen würde, als das sturr gegen den Strom schwimmen.

Ich denke wenn Filmbranche ein offizielles online Angebot hat, bei dem ich mir Filme im Stream ansehen kann für 1 oder 2 Euro pro film, würde das schon für einen großen Teil der Downloader verlockend sein.

§126c Verfechter K.ing Leissner
00
25.11.2011, 00:14

Na klar die GVU will alle Ads-Provider in der Welt zu etwas verpflichten. :D

Ist den Betreibern im Endeffekt schnuppe, die suchen sich eh Shady Ads Provider aus Laendern wo das jeden egal ist.

Thomas....
00
24.11.2011, 15:36

Drehen wir der Filmindustire den geldharn zu ! boykott jetzt !
www.thepiratebay.org
www.rlslog.net

francis79
 
13
23.11.2011, 13:08
Liebe Filmlobby

Liebe Filmlobby die ihr nur die großen Unternehmen vertretet und nicht "your local Filmindustry":
Geht einfach mit der Zeit und kommt im 21 Jahrhundert an!
Wenn ihr dann auch noch aufhört jedes Jahr 2 Filme ala
Die Hochzeit/Die Verlobung/Der Trauzeuge/meines/meiner/besten Freundin/besten Freundes/zum Verlieben
herauszubringen, dann sind auch mehr Leute bereit dafür zu zahlen.

Diversion
00
23.11.2011, 12:59
GUV?

sind das nicht die, die wegen der unerlaubten nutzung von raubkopien verurteilt worden sind?

schniggschnagg
 
00
23.11.2011, 12:24
Ausleihungen in der Videothek?!

Welche Videotheken bitte?! Beweise!

Azeroth
00
23.11.2011, 12:15
Sollen sie nur machen :)

Teilweise ja wirklich sehr obskure Zahlen hier ^^
Ich bin an sich froh, wenn ein Großteil der Streaming-Plattformen down gehen würden (und vlt endlich durch einen legalen Dienst ersetzt werden? Spotify gibt es jetzt ja immerhin schon in Österreich..) - die meisten Seiten sind sowieso mehr Betrugsnetzwerke als gute Angebote für User (http://www.newsgrape.com/a/kinoxto... gewinnt/).
"Der Online-Piraterie" den Geldhahn zudrehen finde ich aber witzig - was ist mit all den Leuten die über Downloader oder .torrents Filme runterladen? Denen ist die Aktion wohl egal.

mikey frau
110
23.11.2011, 11:29
"...Die Abschaltung der illegalen Streaming-Plattform habe die Ausleihen in den Videotheken zeitweise um 25 Prozent steigen lassen."

woher kommt denn DER Schwachsinn...

DanijelZX
01
24.11.2011, 13:46
Die Verkaufszahlen von "Durex" Produkten sind dadurch auch um 38% gestiegen..;)

JosefGott
00
23.11.2011, 13:02

Wohl eher Wunschdenken.

the_suck
00
23.11.2011, 12:50

aus einem Thinktank der Filmindustrie vielleicht haben sich auch nur ein paar Vertreter der Filmindustrie getroffen und haben mal schön einen Ofen durchgezogen ;)

hitower
00
23.11.2011, 10:36
Diese Warnung möchte ich sehen

Das mag in Deutschland ja ok sein, aber in Österreich sieht das dann so aus:

WARNUNG: Sie besuchen eine Seite, auf der Sie völlig legal Streams von Serien und Filmen ansehen können.

schniggschnagg
 
00
23.11.2011, 12:26
Naja...

...aber spätestens wenn die Medienlobby bei der Kommission mit ihrer Massenraubtmordpiraterie-Argumentation durchkommt, nützt uns im kleinen Österreich die tolle Privatkopieregelung nix mehr.

Diese mafiösen Strukturen können's nur durch KonsumVERZICHT zerschlagen!

Totaler Durchblicksstrudel
01
23.11.2011, 09:32

GsD übernehmen Apple, Google und Amazon bald das Geschäft. Die verstehen ihre Kunden wenigsten ein wenig, die jetzigen Verantwortungsträger behandeln ihre Kunden ja wie Verbrecher.
Irgendwann wird man dieses Unvermögen als abschreckendes Beispiel für fehlendes Marktverständnis auf der Uni lehren.

duplo66
03
23.11.2011, 09:10

Ich freue mich auf Netflix. So dieser Dienst denn tatsächlich auch nach Österreich kommt... und auch vernünftige Preise wie in den USA bietet. Das wäre für andere kostenpflichtige Angebote wie Videotheken oder Sky wohl eher schlecht. Der in diesem Artikel beschriebene "Kampf" gegen so genannte "Raubkopierer" dürfte noch überflüssiger werden, als er eh schon ist.

Hilfreich für die "Filmindustrie" wäre auch, endlich wieder mehr guten Content herzustellen. Die wenigen qualitativ guten Titel spülen mehr Geld als jemals zuvor in die Kassen - das ganze Gejammere über "Raubkopierer" ist ohnehin völlig obsolet.

AlBundyFan
 
00
23.11.2011, 09:24
die filmindustrie ist eine ansammlung von hunderten bis tausenden von firmen

wenn jetzt zb. 30 aufwendig produzierte filme im jahr ihre kosten locker wieder reinspielen, nutzt das allen firmen, die keinen dieser filme produzieren überhaupt nix, daß der konkurrent hohe einnahmen hat.
filme werden aber alle runtergeladen - auch die von anderen firmen mit wenig budget, wenig einnahmen aber deren filme oft sogar die viel bessere story haben und intressanter sind.

vergleich:du lebst neben einem millionär der autonarr ist und 50 wagen in seiner garage hat. jetzt klaut einer dem millionär den wagen dir aber deinen einzigen auch....wem tuts also weh?
lt. deiner argumentation dürfest du dich ja nciht aufregen, weil wenn dus tust, dann sage ich "aber ihr habt doch eh soviele autos".

duplo66
00
23.11.2011, 10:15

Es sind anscheinend aber auch weniger die eher "kleinen" Studios, die sich über "Raubkopierer" beklagen. Interessanterweise sind die am meisten heruntergeladenen Filme gleichzeitig meistens auch die kommerziell erfolgreichsten (siehe beispielsweise Avatar). Kleine "Indie" Filme leben oft sogar mit dem Hintergrundgeräusch, das durch Downloads entsteht.

Ganz abgesehen davon sollte man/frau sich gute Filme eh im Kino ansehen. Dort laufen ja wohl hoffentlich keine "Raubkopien".

Der Vergleich mit dem Millionär mit seinen 50 Autos hinkt aber gewaltig. Jedes einzelne Auto ist ein individuelles Einzelprodukt, Filme hingegen sind simpel vervielfachbare "Commodity" Produkte. Oder wie oft haben Sie schon ein Auto heruntergeladen?

GRohnePunkte
00
23.11.2011, 11:37
Die kleinen Studios ....

... können sich aber nicht die teuren Anwälte leisten. Deshalb hört man über diese in der Öffentlichkeit weniger oft, denn die haben keine Lobby. Die kleinen Studios können dann nicht mehr oder nur weniger und billiger produzieren, müssen Angestellte entlassen und Subfirmen (z.B. Tonstudios, Beleuchtungsfirmen, Kostümverleih, Transportgewerbe, ...) bekommen folglich auch immer weniger Aufträge.

Das ist eine lange Kette von wirtschaftlichem Verlust, bis hin zu den dadurch kleiner werdenden Steuereinnahmen eines Staates.

Am Ende gehen die kleinen Studios dann zuerst pleite, was wieder eine Machtkonzentration zu Gunsten der Großen und Reichen bedeutet.

no_milk_today
10
23.11.2011, 18:08

ah ja ... die kleinen filmstudios sind jetzt also die gegenstücke zu den kleinen musik-labels. irgendwie kommt mir die ganze argumentationslinie bekannt vor, als ob schon mal wann gelesen.

aber
- dadurch kleiner werdenden Steuereinnahmen eines Staates. -
wo hab ich das gelesen? raubmordkopierer sind an der wirtschafts[schulden]krise mit schuld, weil siehe zitat. was kommt als nächstes?

dann finden sie sopa dann auch supertoll und schreien laut hurra. [wer braucht auch noch nationale regierungen, wenn us of a alles macht für uns?]
http://en.wikipedia.org/wiki/Stop... Piracy_Act [lesen sie mal, wer da aller dagegen ist]

schniggschnagg
 
00
23.11.2011, 12:29
Bitte um einen Link...

...der so ein kleines Studio als Beispiel nimmt und Ihre Behauptung beweist.

Weil... ich seh das definitiv NICHT so... Denn auch kleine Filmstudios können sich die Raten für betriebliche Rechtschutzversicherungen leisten, die die gesetzlich verbrieften Rechte von Unternehmen für ihre Mandanten einklagen. Es ist vielmehr genau so, wie Ihr Vorposter sagt: Im Allgemeinen haben NICHT die kleinen Studios das Problem, sondern die großen, die eigentlich gar keins haben und mit Forderungen bezüglich Umsatzentgang in den letzten Jahrzehnten in Billionenhöhe (!) sowieso nur zum Lachen sind!

GRohnePunkte
00
23.11.2011, 13:04
Diese Rechtschutzversicherung will ich sehen !

Es gibt zwar Vereine, die Urheberrechte für Dritte verwalten und gegebenenfalls auch Schadenersatzansprüche an Schädiger stellen, aber hier handelt es sich nicht um "Rechtschutzversicherungen". So etwas beginnt als Beitrag im 4-stelligen Euro Bereich, deckt aber meistens die Ansprüche nur EU-weit ab. Darüber hinaus ist z.B. bei Filmen für die Hinterlegung pro Film ein weiterer vierstelliger Eurobetrag zu bezahlen.

Damit kommt eine derartige "Versicherung" auf mindestens Euro 10.000 pro Film, und das können sich kleine Studios und Produzenten nicht leisten, zumal auch keine Deckung da ist, wenn der Kriminelle z.B. in Japan, USA oder Russland sitzt. Und viel Spass dabei, das überhaupt herauszufinden.

Da gibt es nichts für die Kleinen!

arsen hitrach
00
23.11.2011, 09:01

keine Woche nach kino.to kam kinox.to. Und eine Lücke ist durch die Schliessung des Portals nie entstanden. Gab und gibt weitaus bessere Seiten.

momodeluxe
03
23.11.2011, 08:05

die verhinderungsindustrie scheitert seit gefühlten 15 jahren.

statt mit innovationen aufzuwarten, bedrängen sie lieber die kleinen, nur um von den großen selbst bedrängt zu werden.

oder hat irgendjemand die so genannten rechteinhaber davon abgehalten, selbst plattformen wie *Tunes oder *Music oder *Sound zu errichten?

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