Thomas Anders bekämpft Verbot von Äußerungen über Ex-Frau Nora

22. November 2011, 18:19
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Sänger darf Eifersucht, aber nicht Verschwendungssucht erwähnen

Koblenz - Der frühere Modern Talking-Sänger Thomas Anders will sich bestimmte Aussagen über seine Ex-Frau Nora nicht verbieten lassen. Bereits Ende vergangener Woche sei Einspruch gegen ein Urteil des Landgerichts Koblenz eingelegt worden, sagte die stellvertretende Medienreferentin des Gerichts, Ingrid Metzger. Damit dürfte das juristische Duell des einstigen Glamour-Paares in die Verlängerung gehen. Der Musiker hatte in den 1980er Jahren und um die Jahrtausendwende gemeinsam mit Dieter Bohlen als Duo Modern Talking Popgeschichte geschrieben.

Die Koblenzer Richter hatten Anfang November gleich zum Prozessauftakt einem Antrag auf einstweilige Verfügung von Nora Balling stattgegeben. Damit wurden dem Sänger einige Aussagen aus seiner Autobiografie "100 Prozent Anders" über seine Ex-Frau verboten. Es handelte sich um ein sogenanntes Versäumnisurteil, weil Anders nicht vor Gericht erschienen war.

Eifersucht darf erwähnt werden

Die Richter hatten entschieden, dass Anders ein Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro zahlen muss, wenn er trotz des Verbots bestimmte Aussagen über Nora macht. In dem Buch wirft Anders seiner Ex-Frau unter anderem Verschwendungssucht vor. Nicht unter das Verbot fallen dagegen Aussagen über die angebliche Eifersucht von Nora Balling. Dies sei in den Medien bereits ausführlich thematisiert worden, befand das Gericht. (APA)

  • Thomas Anders bei einer Lesung aus seiner Autobiografie "100 Prozent Anders" - Passagen daraus haben zu einem Ordnungsgeld von 100.000 Euro geführt.
    foto: epa/marcus simaitis

    Thomas Anders bei einer Lesung aus seiner Autobiografie "100 Prozent Anders" - Passagen daraus haben zu einem Ordnungsgeld von 100.000 Euro geführt.

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