Europäische Union

Ein Drittel der Süßwasserfische vom Aussterben bedroht

22. November 2011, 13:27

Aktuelle Studie der EU-Kommission zeichnet düsteres Bild vom Zustand der europäischen Artenvielfalt bei Fischen und Weichtieren

Brüssel - Über ein Drittel der aller auf dem Gebiet der Europäischen Union lebenden Süßwasserfisch-Arten - allen voran der Stör - ist vom Aussterben bedroht. Nach einer am Dienstag von der EU-Umweltkommission veröffentlichten Studie gibt es einen noch alarmierenderen Rückgang bei Süßwasserweichtieren. Von diesen Muscheln und Schnecken droht 44 Prozent das Aussterben.

Die Untersuchung wurde unter 6.000 Arten durchgeführt. Gefährdet sind neben den Süßwasserfischen (37 Prozent) auch Amphibien (23), terrestrische Weichtiere (20), Reptilien (19), Säugetiere und Libellen (15), Vögel (13), Käfer (11) und Schmetterlinge (9 Prozent). EU-Umweltkommissar Janez Potocnik gab zu bedenken, dass das Wohl der Menschen von Gütern und Leistungen abhängen, die die Natur erbringe. "Wenn wir gegen diesen Abwärtstrend nicht umgehend handeln, wird der Preis, den wir dafür zahlen werden, sehr hoch sein."

Aktionsplan

Die einst weit verbreitete Riesenflussperlmuschel (Margaritifera auricularia) kommt heute nur noch in wenigen Flüssen Frankreichs und Spaniens vor. Die Art, die zurzeit als "vom Aussterben bedroht" klassifiziert ist, galt in den 1980er Jahren als so gut wie ausgestorben. Sie ist eine der beiden Arten, für die ein europäischer Aktionsplan aufgestellt wurde, und die laufenden Erhaltungsprogramme lassen hoffen, heißt es.

Die Europäische Rote Liste, die nach denselben Kriterien erstellt wird wie die internationale Rote Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN), jedoch auf Europa begrenzt ist, gibt einen Überblick über den Erhaltungszustand von etwa 6.000 europäischen Arten (Säugetiere, Reptilien, Amphibien, Süßwasserfische, Schmetterlinge, Libellen und ausgewählte Gruppen von Käfern, Weichtieren und Gefäßpflanzen).

Sie listet Arten auf, die auf regionaler Ebene vom Aussterben bedroht sind, damit der Erhaltungszustand dieser Arten durch geeignete Schutzmaßnahmen verbessert werden kann. (red/APA)

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Posting 1 bis 25 von 37
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Fidefududincul
01
23.11.2011, 18:02
ich stimme vielen zu

aber auch eine gewisse Spezies von Menschen ist vom Aussterben bedroht: die der netten, intelligenten und selbstlosen

Elisabeth1201
01
23.11.2011, 17:00
Aussterben

Na, und was macht die EU und die Länder, z.B.Österreich? Nix natürlich, eher noch mehr Gift und Beton und Kraftwerke und und und - wenn dann ein EU-Strafverfahren kommt (z.B.Singvogelfang, Greifvogelabschuss etc.), dann zahlt der Steuerzahler - sicher nicht die VerursacherInnen. Sind ja Jäger/Fischer/Industrielle sowie normal verdummte KonsumentInnen ....

good vibration
03
23.11.2011, 08:35
Erst wenn der letzte Baum gerodet und der letzte Fisch verschwunden, dann wird man merken, daß man Geld nicht essen kann und daß die unsichtbar -strohdumm- lenkende Macht des Marktes irgendwas falsch gemacht hat..

..und daß das dominierende Heuschreckensystem ganz schlecht = tödlich für fast alles ist..

pereswon
01
23.11.2011, 10:33
Die - strohdumm - lenkende Macht des Marktes...

ist nur die Konsequenz aus den Präferenzen und Entscheidungen der - strohdummen - Konsumenten.

slartibartfaß der Umwandler
01
23.11.2011, 01:36

der fortschritt der menschheit besteht halt leider in technischen dingen, für geistige ist sie einfach zu bescheuert. das gewinsel zum untergang kann man live auf smartphone und co bewundern.

Franz Josef Lolinger
01
22.11.2011, 20:46

Fresst sie alle auf, dann ist endlich Ruhe und ich kann getrost dozieren, dass ich es ja schon immer gewusst habe.

<°)))><
00
22.11.2011, 19:56
was ist der schollenclub?

<°)))))><
00
22.11.2011, 18:44
offizieller Protest vom Schollenclub

ranchorelaxo
12
22.11.2011, 17:23
EU-Umweltkommissar Janez Potocnik gab zu bedenken, dass das Wohl der Menschen von Gütern und Leistungen abhängen, die die Natur erbringe.

jaja ... darum diktieren die konzerne ja den eu-kasperln was zu tun ist
heuchler bagage

Trombone53
 
02
22.11.2011, 17:23
Wasserkraft als Hauptfeind

Dieses Thema wird aber die Betreiber von Wasserkraftwerken wenig interessieren. Sie sind die Hauptursache für den Rückgang der Fischbestände.

Nick Knattertoni
01
22.11.2011, 17:01

kaviar ausnahmslos durch beluga-linsen ersetzen.
verpackung und preis bleibt der selbe..

avision
59
22.11.2011, 16:33
Solange es Schlachthöfe gibt, wird es Schlachtfelder geben. - Leo Tolstoi

Wer gegen Tiere grausam ist,
kann kein guter Mensch sein - Arthur Schopenhauer

trollkind
31
23.11.2011, 13:00
ach wirklich?

dann sind carnivoren also alle "schlechte" lebewesen?
meine katze, das unteir?

erst denken, dann posten.

lg
dein trollkind

ps: ein großer name ist nicht gleichzusetzen mit großer intelligenz ...

avision
56
22.11.2011, 16:25
Nun kann ich euch in Frieden betrachten, ich esse euch nicht mehr. - Franz Kafka, beim Betrachten eines Aquariums

"Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten! - Mahatma Gandhi

Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. - Alexander von Humboldt

Rein durch ihre physische Wirkung auf das menschliche Temperament würde die vegetarische Lebensweise das Schicksal der Menschheit äußerst positiv beeinflussen können. - Albert Einstein

adaschauher
21
22.11.2011, 16:12
...und die kaisersemmerln san aa ausgsturm.

adaschauher
113
22.11.2011, 16:10
die alarmisten warnen: höchste zeit für ein badeverbot, fischereiverbot und fischessverbot

andere weltbedrohungen wurden bekanntlich erfolgreich abgewehrt mittels:

glühbirnenverbot
plastiksackerlverbot
schnellfahrverbot
rauchverbot
feuerzeugkindersicherung
selbstausgehenden zigaretten

UNBEQUEM
21
22.11.2011, 15:51
Sicher auch wichtig..

aber Brüssel hat derzeit weitaus wichtiger Problem die zu lösen wären....
Stör ist leicht zu retten...indem die Kaviarerzeugung verboten wird..zumindestens aus Störroggen...
Da brauchts keine Kommisssion dazu!!

tgaog
00
22.11.2011, 15:50

in welchen europ. gewässern findet man (bzw hat man gefunden) den beluga-stör

pereswon
00
22.11.2011, 17:02
Wolga, Donau etc.

Jürgen Rembremerding
03
22.11.2011, 15:48
Die Natur bereinigt ihr Portfolio,

um wettbewerbsfähig zu bleiben!

Beschränkung auf Kernprodukte!

Peacefaktor
06
22.11.2011, 15:48
Warum verzichtet man nicht einfach einmal 3 Jahre aufs Fischen,

auch in den Meeren?
Dann könnten sich die Flüsse, Seen und Meere erholen. Wenn man die Fischer und Großfischer entschädigt, sollte es kein Problem sein. Und naja, für die Banker wurden über Nacht Billionen aufgestellt, da werden die Groß-Fischer und Fischer auch nicht mehr ins Gewicht fallen. Man kann ja auch züchten.

Ich bin allerdings skeptisch, denn die Gier ist dieser Jahre besonders hoch ausgeprägt, und der Gier ist alles egal, solange die Kassa klingelt.

insertnamehere
 
00
22.11.2011, 17:58
Grade im europäischen Süßwasser ist Bedrohung durch Überfischung wohl eher die seltene Ausnahme.

Da gehts bei den meisten (Ausnahmen wie bei den Stören können freilich sein) eher um Verschmutzung, Verlust von Laichplätzen und Verdrängung durch fremde Arten.

Meer is freilich ganz andere Baustelle, aber es wird genau KEINE Art gerettet, wenn wir jetzt 3 Jahre lang keinen Karpfen und keine Forelle mehr essen.

Peacefaktor
01
23.11.2011, 16:25
Man muss natürlich auch die Vergiftung von Flüssen unterbinden.

Landet ja dann am Ende auch im Meer oder See und dann am Teller...

Und es gibt auch viele Zuchtforellen, etc, also ganz müsste man eh nicht auf Fisch verzichten. Wenn man Verschmutzung und Überfischung in den Griff bekommt, dann haben die Meere und Flüsse eine Chance sich zu erholen, sowie die Bestände in den Gewässern. Man sollte in den Meeren zB mal die ganz großen Kutter verbieten und die Kleinfischer fördern. Die achten nämlich auf Nachhaltigkeit, wollen sie ja noch in Zukunft vom Gewerbe leben, während Großkutter halt ins nächste Gebiet ziehen um es auszubeuten...
Aber die Kleinfischer werden in der EU bekämpft und haben immer weniger Überlebenschancen. Man sieht, wer hier lobbyiert, und was wirklich wichtig ist;(

flohimpelz
02
22.11.2011, 16:19
80% der gefangenen Fische werden in der Tiernahrung verwertet,

nur ein geringer Anteil landet als Speisefisch auf den Tellern - da müssten sie auf Eier & Fleisch zur Gänze verzichten.

Peacefaktor
00
23.11.2011, 16:19
woher haben Sie diese Zahlen?

Die meisten Tiere werden doch mit Soja gefüttert...

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