Wiener Hanappi-Stadion wird um 17,7 Millionen Euro generalsaniert

22. November 2011, 12:46

Rapid-Heimstätte kann mit Herbst 2014 wieder bezogen werden

Das 1978 in Betrieb gegangene Wiener Gerhard-Hanappi-Stadion wird generalsaniert. Die Bauarbeiten beim Fußballareal in Hütteldorf sollen nach Saisonende 2012/13 beginnen, kündigte Sportstadtrat Christian Oxonitsch an. Der SK Rapid, der in "St. Hanappi" seine Heimstätte hat, muss für die Sanierungsdauer für Heimspiele ins Happel-Stadion ausweichen. Mit Herbst 2014 kann die neu renovierte Anlage dann wieder von den Grün-Weißen bezogen werden. Die Stadt investiert in die Sanierung insgesamt 17,7 Mio. Euro.

Rapid plant als Pächter des Stadions zudem die Erweiterung der Zuschauerkapazitäten. Genaue Zahlen könne man aber noch nicht nennen, da es noch keine Detailplanung gebe. Für die Planungsphase ist ein dreiviertel Jahr vorgesehen. Im Zuge der Renovierung sollen etwa die Sicherheitsvorkehrungen auf den aktuellen Stand gebracht, die Mannschaftskabinen neu gestaltet und eine moderne Fangastronomie errichtet werden.

Nachwuchsakademie

Gleichzeitig bekommt Rapid eine Nachwuchsakademie beim Hanappi-Stadion. Eine solche ist nötig, um auch künftig die Lizenzbestimmungen für die Bundesliga in der höchsten Spielklasse zu erfüllen. Eine Spiel- und Trainingsstätte nicht nur für den Nachwuchs, sondern auch für Profis und Amateure, wird wiederum beim Happel-Stadion eingerichtet. Dafür werden zwei Rasenplätze in Kunstrasenfelder umgebaut.

Außerdem wird ein Rasenplatz mit Rasenheizung sowie einer überdachten Tribüne für 400 Besucher ausgestattet. Teile der Büro-, Garderoben- und Lagerräume im Sektor E werden adaptiert. Für die Vereine und Berufsschulen, die derzeit auf dem Areal beim Prater trainieren, konnten Ersatzlösungen gefunden werden, wurde versichert. Insgesamt macht die Stadt - den Hanappi-Umbau schon miteingerechnet - 26,4 Mio. Euro bis 2015 für Rapid locker.

Die Austria wurde mit einer ähnlich großen Summe bedacht, beruhigte Oxonitsch. Ein Großteil des Geldes wurde aber bereits für den 2007 begonnenen Aus- und Umbau der Generali Arena und der violetten Nachwuchsakademie verbraucht. Dadurch habe man den Besucherschnitt von vormals 6.684 auf zuletzt 9.297 Personen anheben können, rechnete der Stadtrat vor. Die noch verbleibenden knapp zwei Mio. Euro werden bis 2015 für die ausständigen Erweiterungen der Eckbereiche Nord-Ost und Süd-West in der Generali Arena verwendet werden. Außerdem ist eine Tribüne für 400 Zuschauer in der Austria-Akademie geplant.

Städtische Investitionen in die Sportinfrastruktur würden sich rechnen, betonte der Ressortchef. So gebe beispielsweise ein Rapid- oder Austria-Fan an einem Spieltag zwischen 15 und 25 Euro in der Bundeshauptstadt aus - zusätzlich zum Ticketpreis. (APA)

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17 Postings
wer zahlt das???

als nicht fussballfan frage ich mich schon warum das der verein nicht selbst bezahlt sondern der steuerzahler.

Um viel weniger Geld abreißen ^^

na schön wie schnell das bei den vorderpurkersdorfern doch funktioniert... wenn's um die sanierung des Sportclub-Platz geht, vertröstet und eiert man jahrelang herum und ein ende ist nicht in sicht. danke liebe stadtregierung.
http://www.ipetitions.com/petition/... lub-platz/

ist natürlcih undenkbar, dass man für die beiden Wiener Vereine EIN gemeinsames modernes Stadion errichtet, anstatt 3 Stadien schlecht ausgelastet herumstehen zu lassen.

Haben sogar die Münchner geschafft.

Undenkbar, ja :-) .. für die Stadt Wien zumindestens, sonst hätten sie es ja gerafft dass diese Variante (auch in der Erhaltung) deutlich kosteneffizienter wäre. Für die Vereine vermutlich auch.

diese einmalige Chance hätte man anläßlich der EURO 2008 nutzen können. Anstatt die Happel-Bruchbude um sauteures Geld zu renovieren, hätte man einen hochmodernen Fußballtempel hinstellen können, der von Rapid und Austria nachgenutzt wird, und sich somit auch die Renovierung der jeweiligen Stadien schenken können. Aber gerade im Zuge der EURO wurden ja ein paar fragwürdige Stadien-Entscheidungen getroffen. Die größte Schnapsidee von allen war es den Kärntnern so ein riesiges Stadion hinzustellen.

wenn beide mannschaften am selben tag heimspiele haben, dann wird das spielfeld überfüllt sein.

allein schon aus Gründen ausreichender Polizeieinsatzkräfte spielen die beiden Vereine ohnedies niht gleichzeitig in Wien - außer beim Derby, und da sind sie ohnehin auf demselben Feld.

Das kann man koordinieren

Außerdem: Wenn man gezielt 2 Heimspiele nacheinander ansetzt, und die Eintrittskarten für beide Spiele gelten, wird vielleicht sogar ein Riesenstadion mit 80.000 Besuchern voll. Eas gibt nämlich nicht nur Rapid- und Austria-Ultrafans sondern auch normale Fußballfans, denen die dargebotene Leistung von 90 Minuten Öschi-Kick für geschmalzene Eintrittspreise zu gering sind.

sie dürften ein echter experte des runden leders sein...

nein ganz im gegentum, kläre mich auf, gibt es nicht spieltage an denen beide wiener mannschaften heimspiele haben?

die erklärung: es gibt keine spieltage, an denen austria und rapid am selben tag heimspiele haben.

In Italien (Milan/Inter), Deutschland (Bayern/1860) und sogar in Graz (Sturm/GAK) habens dieses Problem lösen können...

Somit die teuerste Laienbühne Österreichs.

Da behaupte noch jemand, man würde hierzulande die geschützten Werkstätten nicht fördern.

Die teuerste Laienbühne war definitiv das EM-Stadion Wals-Siezenheim, also das Bullen Stadion mit den 32000 plätzen..

Bravo!

Endlich...

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