Lebenslange Sperre für Mullings

Jamaikanischer Sprint-Weltmeister ist Wiederholungstäter

Kingston - Der jamaikanische Sprinter Steve Mullings ist wegen wiederholten Dopings lebenslang gesperrt worden. Dies entschied eine Anti-Doping-Kommission des karibischen Inselstaates am Montag (Ortszeit). Staffel-Weltmeister Mullings war bei der nationalen WM-Qualifikation Ende Juni in A- und B-Probe positiv auf das verbotene Mittel Furosemid getestet worden. Da er bereits 2004 für zwei Jahre wegen Dopings gesperrt worden war, folgte nun der lebenslange Bann.

Mullings kann vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) die lebenslange Sperre anfechten. Einen entsprechenden Gang nach Lausanne deutete sein Anwalt Alando Terrelonge in Kingston an.

Zu der Anhörung in Jamaikas Hauptstadt war Mullings nicht persönlich erschienen. Zuvor hatte der 28-Jährige erklärt, das in seinem Urin gefundene Furosemid überhaupt nicht zu kennen. "Was bewirkt dieses Mittel überhaupt? Ich weiß es wirklich nicht", hatte Mullings gesagt. Furosemid ist verboten, weil es die Einnahme von Dopingsubstanzen verschleiern kann.

Bei der WM 2009 in Berlin hat Mullings mit Superstar Usain Bolt, Asafa Powell und Michael Frater Gold mit der 4x100-m-Staffel gewonnen. (APA/dpa)

  •  Usain Bolt, Asafa Powell, Michael Frater und Steve Mullings.
    foto: apa/ap/dunham

    Usain Bolt, Asafa Powell, Michael Frater und Steve Mullings.

Share if you care.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen ( siehe ausführliche Forenregeln ), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behät sich die STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.