Provinz der Prophetinnen

22. November 2011, 10:49
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Das Wiener Kosmostheater veranstaltet ein Festival "Prophetinnen im eigenen Land"

Ein Festival für "Prophetinnen im eigenen Land" veranstaltet das Kosmostheater mit seinem Tanzkosmos. Kuratiert von der Salzburger Choreografin Editta Braun, zeigt diese jährlich stattfindende Tanzreihe ab dem 22. 11. Arbeiten von Tanzschaffenden, die zwischen Dorf und Großstadt aufgewachsen sind. Der Feststellung der Kuratorin, dass "Provinz kein geografischer, sondern ein mentaler Ort" ist, werden wohl auch viele gestandene Stadtbewohner zustimmen. Die Festivalteilnehmerinnen - zu sehen sind ausschließlich Arbeiten von Frauen - stehen für die Frage, warum es Kunstschaffende außerhalb der Metropolen immer noch schwerer haben, wahrgenommen zu werden.

Zu sehen sind Stücke von Steffi Wieser (Wien), Ulrike Hager (Linz), Christina Medina (Graz), Helene Weinzierl (Salzburg) und Iris Heitzinger (Barcelona) - plus eine Choreografie der Salzburgerin Editta Braun: König Artus. Wieser tritt in It's not me als gefallene Diva auf, und Hager zeigt mit Les Foulards eine Performance zum Thema Kopftuch. Heitzinger hat als die fiktive Figur Miss Luiss Twisted eine Kurze Abhandlung über das Nichts anzubieten.

Daneben macht das Guinea Pig Collective eine "Black Box" der virtuellen Kommunikation auf, taucht Christina Medina in die Hölle der Hochglanzmagazine ab, begibt sich Helene Weinzierl auf Die Suche nach dem UnSinn und macht eine oberflächliche Bekanntschaft mit einem Mörder. (ploe, DER STANDARD - Printausgabe, 22. November 2011)

Kosmostheater, bis 26. 11.

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