Klimaschutzpreis ließ Schüler sonnengekühltes Eis erfinden

22. November 2011, 07:05
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Gewannen mit "Photovoltaik-Eis" Kategorie "Alltag & Ideen" - Weitere drei Auszeichnungen verliehen

Knapp 300 Einreichungen, 60.000 abgegebene Publikumsstimmen und vier Sieger sind beim österreichischen Klimaschutzpreis 2011 am Montagabend in Wien geehrt worden. Die Preise gab es dafür, dass in Niederösterreich "Sinn und Freude wächst", für die Übernahme des letzten örtlichen Geschäfts nach dessen Schließung durch einen eigens gegründeten Verein in einem Oberösterreichischen Dorf, für energieautarke mehrgeschoßige Wohnbauten in Kärnten und für sonnenkraft-gekühltes Speiseeis, erfunden von Schülern aus der Steiermark.

Die Auszeichnungen werden seit 2008 jährlich von Umweltministerium und ORF vergeben in verschiedenen Klassen vergeben. "Effizienter Klimaschutz funktioniert nach dem Prinzip 'Reden ist Silber, Handeln ist Gold' ", sagte Umweltminister Niki Berlakovich. Ausgezeichnet würden jene Menschen, die sich mit innovativen Ideen aktiv für den Klimaschutz einsetzen.

16 Projekte von Fachleuten nominiert

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, der gemeinsam mit Berlakovich die Preise übergab, meinte, dass "der österreichische Klimaschutzpreis ein wichtiges Instrument ist, um zukunftsweisende Projekte nicht nur auszuzeichnen, sondern sie vor allem bekanntzumachen und damit möglichst viele zur Nachahmung zu motivieren - Menschen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen oder ganze Regionen".

Die Auswahl der Gewinner erfolgte zunächst durch Fachleute, die 16 Projekte aus den Einreichungen auswählten. Diese "auserwählten" Ideen wurden vier Wochen lang in der ORF-Sendung "Konkret" vorgestellt - und zwar einem Seherkreis von 2,1 Millionen Österreichern, so Wrabetz. Die Zuschauer wählten schließlich die vier Preisträger.

Darunter zwei Schüler der HTBLA Weiz in der Steiermark, die im Rahmen ihrer Diplomarbeit ein innovatives System entwickelt haben: Sie kühlen Speiseeis per Photovoltaik, haben also "sonnengekühltes Eis" erfunden. Der Sieg in der Kategorie "Alltag & Ideen" war ihnen mit dieser umgesetzten Idee sicher - schließlich wird das Eis bereits in einer Eisdiele angeboten, die ohne Steckdose betrieben werden kann.

Die Kategorie "Landwirtschaft & Gewerbe" entschied die niederösterreichische Sonnentor Kräuterhandelsgesellschaft mit dem Projekt "Wo Sinn und Freude wächst" für sich. Die Firma agiert nachhaltig und legt in allen Bereichen Wert auf Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung. Das Unternehmen arbeitet mit 150 regionalen Biobauern zusammen und ist Partner zahlreicher Entwicklungsprojekte.

Der "Bergladen Vorderstoder" in Oberösterreich siegte in der Kategorie "Öffentliche Einrichtungen & Regionen". Die Dorfbewohner haben gemeinsam 50.000 Euro Kapital vorgestreckt, und führen nun über einen Verein selbst das örtliche Geschäft, das als letztes geschlossen hatte. Regionale Produkte stehen im Vordergrund und nicht nötiges Pendeln um einzukaufen verbessert die Klimabilanz.

Das Projekt "Griffen Green" der Kärntner Griffner Haus AG wurde zum Sieger in der Klasse "Industrie & Großbetriebe" gekürt. In der Gemeinde Griffen wurden zwei dreigeschossige Gebäude mit 18 Mietwohnungen errichtet, die bereits jetzt den EU-Gebäuderichtlinien ab 2018 entsprechen. (APA)

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