Zehn Zivilisten offenbar von Rebellen getötet

21. November 2011, 22:18
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"Durchlöcherte Leichen" im Wald entdeckt - Abgeordneter beschuldigt Separatisten

Ziguinchor - In der senegalesischen Region Casamance sind zehn Zivilisten von mutmaßlichen Aufständischen getötet worden. Wie ein lokaler Abgeordneter der Nachrichtenagentur AFP am Montag berichtete, ereignete sich der Angriff in einem Wald etwa 30 Kilometer von der Stadt Ziguinchor entfernt. Zuvor hatte die AFP aus Militärkreisen erfahren, dass an Ort und Stelle entsandte Soldaten sechs "von Kugeln durchlöcherte Leichen" gefunden hätten. Von mehreren Mitgliedern einer Gruppe aus mehr als 20 Dorfbewohnern, die zum Arbeiten in den Wald gegangen waren, fehle jede Spur.

Der lokale Abgeordnete machte die Bewegung der Demokratischen Kräfte der Casamance (MFDC) für den Angriff verantwortlich. Die Gruppe kämpft seit 1982 für die Unabhängigkeit der Region im Süden des Senegal. Der Konflikt, der seit Jahren international kaum noch Beachtung findet, ist trotz mehrerer Abkommen zwischen der Regierung in Dakar und den Rebellen weiterhin ungelöst. (APA)

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