Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Der US-Amerikaner Ted Ligety handelt sich dieser Tage bestimmt jede Menge Ärger beim internationalen Skiverband ein. Der Riesentorlauf-Weltmeister wettert nämlich via Blog auf seiner Webseite gegen die FIS. Ligety befürchtet, dass die geplante Materialreform künftig nicht für mehr Sicherheit sorgen, sondern das Verletzungsrisiko weiter erhöht wird. Und der US-Amerikaner sieht sogar die Zukunft des Skisports gefährdet.
"Die Tyrannei der FIS dauert schon lang genug an. Es scheint, als verließe sie den bisherigen Weg und mache den Sport kaputt. Sie führt eine Diktatur", poltert Ligety, der dem Skiverband weiters vorwirft, nach "absoluter Kontrolle" zu streben und "ihren Willen unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit" durchsetzen zu wollen.
Die Athleten, die Vereinigung der Ausrüster und die nationalen Verbände seien nach Ligetys Ansicht vollkommen machtlos, wenn es darum geht, "unseren Sport zum Positiven zu verändern oder gegen die Regeln der FIS aufzubegehren."
Ligety fühlt sich beim Anschneiden dieses Themas, als würde er "auf ein totes Pferd einschlagen", aber er hält es für die Zukunft des Skisports entscheidend. Im Zuge der Materialreform habe man es vor allem auf den Riesentorlauf abgesehen und das zu Unrecht, wie Ligety behauptet.
Riesentorlauf von Reglement-Änderungen stark betroffen
Nach der Studie der FIS gab es von 2006 bis 2011 36 schwerer verletzte Athleten in der Abfahrt, neun im Super G, 16 im Riesentorlauf und 11 im Slalom. Nicht in Betracht gezogen wurde jedoch, dass der Riesentorlauf die meistgefahrene Disziplin sei und obendrein aus zwei Durchgängen bestehe. Umso verwunderlicher findet es Ligety, warum gerade diese Disziplin am stärksten von der Reform betroffen sei. Nicht ganz außer Acht gelassen werden sollte jedoch die Tatsache, dass der US-Amerikaner als absoluter Spitzen-RTL-Fahrer natürlich besonders von Reglement-Änderungen betroffen sein könnte, weil nicht gewährleistet ist, dass er unter geänderten Material-Bedingungen wieder nahtlos an seine Erfolge anknüpfen wird können.
Der Mindestradius der RTL-Skier wird ab der Saison 2012/13 von 27 auf 35 angehoben, die Skilänge muss dann statt der bisherigen 185 cm mindestens 195 cm aufweisen. Ligety wirft der FIS vor, eine Studie über Verletzungen im Ski-Weltcup in Auftrag gegeben zu haben, dabei aber nur die letzten fünf Jahre in Betracht gezogen zu haben. Nach Ligetys Meinung ist dieser Zeitraum viel zu kurz um Rückschlüsse über Zusammenhänge zwischen Verletzungen und Materialentwicklung ziehen zu können.
Steigendes Verletzungsrisiko
Ligety steht mit seinen Vorwürfen freilich nicht alleine auf der Skipiste. Viele Rennfahrer lehnen die Materialänderung nach ersten Tests mit Prototypen ab. Sie werfen der FIS, die sich auf Studien der Universitäten in Oslo und Salzburg stützt, vor, einen zu tiefen Eingriff in das Reglement auf Basis unbewiesener Prognosen vorzunehmen. Durch die längeren, breiteren und deshalb auch schwieriger zu fahrenden Skier komme es zu einer erhöhten Krafteinwirkung auf die Knie, wodurch das Verletzungsrisiko noch zusätzlich erhöht statt gesenkt wird.
Schon beim Saison-Auftakt in Sölden forderte Bode Miller, einfach die Kurse langsamer und damit sicherer zu machen. "Wir schießen uns in den Fuß, wenn wir einen Schritt zurückgehen mit einer Sache, die unbewiesen ist", kritisierte Miller. Der Deutsche Günter Hujara, FIS-Renndirektor der Männer, zeigte Verständnis für die Anliegen der Athleten, machte aber klar, dass sich die FIS zur Änderung der Skier als einen ersten Schritt entschlossen habe, weil sie etwas tun müsse, um die Sicherheit der Athleten zu verbessern. Der Beschluss des FIS-Council sei außerdem nicht mehr rückgängig zu machen.
Verhaltens-Code in Planung
Für Unmut bei Ligety sorgt auch der Plan der FIS, eine Art "Code" zu entwickeln, um künftig "unzulässigem Verhalten" außerhalb des Wettkampfes Herr zu werden. Ziel ist es, bestehende Richtlinien zu verschärfen, damit dem Lästern der Athleten über soziale Netzwerke Einhalt geboten werden kann. (derStandard.at, 22. November 2011)
Link:
Auch Ski-Crosser Andreas Matt nicht mehr im ÖSV-Kader - Altacher beendet Karriere
Kostenexplosion bei der Ski-WM in Schladming - Rechnungshof nimmt "Prestigebauten" unter die Lupe
Olympia 2014 im Fokus des Kroaten
Kärntner war zuletzt drei Jahre lang Cheftrainer des starken schwedischen Teams
29-Jähriger will Karriere fortsetzen
Rudi Huber wird Alpin-Chef der Eidgenossen, Walter Hlebayna Cheftrainer der Männer
Nachfolger von Herbert Mandl vorgestellt, Vertrag vorläufig für zwei Jahre abgeschlossen
Marcel Hirscher gewinnt Slalomgold in einem furiosen Finale und damit seine dritte WM-Medaille. Silber für Neureuther, Bronze für Matt
FIS-Präsident Gian-Franco Kasper über die Qualität der WM, sogenannte Exoten, weltweiten Verkauf und Zukunft
Salzburgerin im halben "Blindflug" zu Platz zwei und erster Einzelmedaille - Jungstar Shiffrin siegte - Marlies Schild beim Comeback 9.
Titelverteidiger Bester der Planai - Hirscher nimmt sich trotz gröberer Rückenprobleme Silber vor Manfred Mölgg
Worley siegt mit zweimal Laufbestzeit - Maze holte mit Silber bereits ihre dritte Medaille, Fenninger die vierte für Österreich
Kritik war "ein Denkanstoß, keine Wirtshauskritik" - Österreichs Skiidol um Zukunft des Skisports in Österreich besorgt
Sandro Viletta soll bei Superkombination durch abfahrenden Pistenarbeiter entscheidend behindert worden sein
Hosp, Hirscher, Kirchgasser und Schörghofer fahren im Teambewerb souverän erstes Gold für den ÖSV ein - Silber an Schweden, Bronze für Deutschland
Romed Baumann nach der Bronzenen: "Ich weiß gar nicht mehr, in wie vielen Häusern ich war"
Durch Druck kann man sein Team kaputt machen, sagt der deutsche Alpindirektor Wolfgang Maier. Österreich müsse lernen, dass auch andere Länder gute Fahrer haben
US-Amerikanerin in Vail erfolgreich operiert - Arzt optimistisch: "Aggressive Rehabilitation wird Lindsey helfen, zu genesen" - Sotschi 2014 nächstes Ziel
Runde eins mit Glück gemeistert, Myhrer im Finale geschlagen - Deutsche Dürr gewinnt ersten Weltcupslalom
Südtiroler holt sich den Sieg auf der Streif vor dem Kanadier Eric Guay und Hannes Reichelt
Marcel Hirscher strebt in Kitzbühel zum achten Mal en suite auf ein Slalom-Podium, dafür folgt er einem straffen Plan
Ein guter Jahrgang: In acht Einzelbewerben sicherte sich der ÖSV bei der Junioren-WM im kanadischen Québec nicht weniger als vier Mal Gold
Aha. Glaubt ihr denn wirklich, dass in der FIS auch nur irgendetwas GEGEN den österreichischen und schweizer Schiverband entschieden wird?
Und glaubt ihr wirklich, dass die beiden Verbände gegen die eigenen Läufer agieren?
Ligety ist schlicht sauer, weil in der FIS andere das Sagen haben und er Angst hat, dass er mit dem neuen Material nicht zurecht kommt. Die Sicherheit von allen anderen ist ihm herzlich egal - er kam ja mit dem Material jetzt auch sehr gut zu Recht.
Nur als kurze Anmerkung: früher (ganz ohne gedachten "war alles besser" Zusatz) hatten die Latten für "Otto Normalo" definitiv einen deutlich größeren Kantenradius als 35m - und ließen sich sogar für mich bei 205cm Skilänge wedelnd und auch über Buckelpisten bewegen. Verletzungsfrei. Kann nach Ihrer These eigentlich gar nicht funktionieren ...
wie man die Kanten und die Schi-Flexibilität gestaltet. Also eine Entwicklungsgeschichte. Bei 35m Radius muß man etwas von der Aggressivität wegnehmen, damit eine Rotation über eine Rutschphase erleichtert wird. Dann kann man auch mit 35m Radius problemlos fahren.
Btw., wenn ein Otto Normalo richtig aggressive Rennbrettln besteigt, endet das in aller Regel in mehr oder weniger bösen Stürzen, Carver hin oder her.
vor allem waren die läufer immer eingebunden.
lt hujara wurden sie den ganzen winter über gefragt, was besser werden soll und die läufer wurden für besserungsvorschläge eingeladen.
untätig bleiben, keine rückmeldung bringen und dann über das ergebnis meckern ist nicht besonders charakterstark!
Die Läufer haben sich schon oft für andere Kurssetzungen ausgesprochen. Das wäre in erster Linie wichtig.
zu den Skiern:
Ist es nicht komisch, daß Ski die vor einigen Jahren für die Herren zu gefährlich waren nun die neuen Damenski seien sollen? Ich trau der Studie nicht so recht.
Ich kann den Unmut der Läufer verstehen. Keiner hätte ein Problem damit statt mit 130km/h mit 100km/h zu fahren, etwas weniger weit zu springen, aber dafür technisch gefordert zu werden. Das wäre weit weniger gefährlich. Stattdessen bleiben die Eispisten gleich, aber die Ski werden eben geändert. Ich kann den Frust nachvollziehen. Lächerlich wird's dann, wenn Raich und Co nach dem ersten schweren Unfall wieder die Seite wechseln...
Das meinte ich auch! Bitte noch einmal lesen. :)
"Lächerlich wird's dann, wenn Raich und Co nach dem ersten schweren Unfall wieder die Seite wechseln..."
Wenn sie sich dann wieder über die Pisten usw beschweren. Bei der Diskussion auf Servus TV war Raich in allen Punkten Pro FIS. Er hat sich über nix beschwert und sogar den Albrecht angegriffen.
1m95? wer möchte wieder mit solchen latten durch die gegend fahren? also stenmark war der absolute skigott, aber ich will keine skirennen mehr sehen, in dem so gefahren wird...
http://www.youtube.com/watch?v=J... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=LkEeew1lJLA
achte doch mal genau auf die Schiführung.
Und wenn du den Unterschied nicht sehen solltest: Falls du einmal ein passabler Schifahrer warst (also zumindest Parallelschwung in mittelsteilem Gelände sollt's schon sein) borge dir mal moderne Carving-Schi aus und nimm' dir eine Stunde einen Schilehrer der dir "Carving" zeigen soll.
Das ist in keiner Form vergleichbar. (Wären die Carving-Ski nicht gekommen wäre ich heute wahrscheinlich Snowboarder... ;-))
PS: Wenn du das wirklich machst - nimm' dir Allround-Carver, keine extrem taillierten, kurzen. Das geht sehr, sehr schnell schief wenn du's noch nicht gewohnt bist!
und zwar das material der stangen.
erst das heute verwendete elastische material erlaubt es, die stange wegzuboxen - damals waren die standen noch starr und man hätte sich ziemlich weh getan wenn man die stangen berührt.
deshalb mußte man bogen um die tore fahren.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.