Initiativantrag eingebracht

SPÖ und ÖVP sperren Fluchtweg vor ORF-Gebühr

22. November 2011, 06:59
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    foto: apa/techt

    ORF-Chef Wrabetz darf mit mehr Einnahmen spekulieren.

Initiativantrag schon im Parlament, formuliert nach ORF-Wunsch: Wer über Antenne empfangen kann, zahlt - Zehntausende Satseher sparten sich dank Gesetzeslücke Programmentgelt

Der bereits eingebrachte Initiativantrag der Klubchefs Josef Cap und Karlheinz Kopf, das ORF-Gesetz zu ändern, ist mit vergangenem Freitag datiert. Nur Stunden nach dem prinzipiellen Okay von SPÖ und ÖVP zu höheren ORF-Gebühren ab Mitte 2012 brachten die beiden Mediensprecher so das nächste Geschenk an den Küniglberg auf den Weg.

2008 entschied der Verwaltungsgerichtshof (auf Antrag eines Tiroler Sozialdemokraten): Ohne ORF-Decoderkarte kein Satempfang, also auch kein kein Programmentgelt mehr fällig. Das sind jene zwei Drittel der Rundfunkgebühren, die an den ORF gehen. Rund 30.000 nutzten die Möglichkeit schon vor einem Jahr.

Der Initativantrag versperrt diesen Fluchtweg ab 2012: Wer ORF-TV über Antenne empfangen kann, muss zahlen. Originellerweise führt der Antrag für diesen terrestrischen Empfang ausdrücklich „analog oder DVB-T" an: Die letzten analogen TV-Sender hat die ORS abgeschaltet. Und die ORF-Sendertochter bereitet schon den nächsten Digital-TV-Standard DVB-T2 vor.

Die Formulierung dürfte aus dem in Österreichs Mediengesetzgebung traditionellen Copy-Paste-Verfahren rühren: Sie steht so in der Stellungnahme des ORF zur Gesetzesänderung 2010. Damals legte sich die ÖVP noch dagegen quer.

Drei Tage nach dem Antrag betraute ORF-Chef Alexander Wrabetz einen bürgerlichen ORF-Betriebsrat mit höheren Koordinationsaufgaben. Als Stiftungsrat hatte der im Sommer für Wrabetz' Wiederwahl gestimmt. (fid)

Hinweis

Nach derzeitiger Rechtslage müssen Rundfunkgebühren nur dann bezahlt werden, wenn mit der vorhandenen "betriebsbereiten Rundfunkempfangsanlage der Empfang sämtlicher vom Versorgungsauftrag umfassten Fernsehprogramme des ORF" möglich ist. Das heißt beispielsweise, dass ohne freigeschaltete ORF-Digital-Sat-Karte kein Empfang möglich und damit kein Programmentgelt fällig war. So hat es der Verwaltungsgerichtshof bereits im Vorjahr festgestellt.

Künftig verpflichtet schon der Besitz eines Geräts, das "irgendeine Form von Rundfunk wahrnehmbar" macht, zur Zahlung. Ausgenommen sind Haushalte, die in einem Gebiet liegen, das nicht mit DVB-T versorgt wird. Das sind 2,3 Prozent - die übrigen 97,7 Prozent der österreichischen Haushalte (3,1 Millionen) haben die Möglichkeit, DVB-T - und durch Anschluss einer DVB-T-Box auch die ORF-Programme - zu empfangen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 403
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UNBEQUEM
00
16.1.2012, 13:44
Versorgungsauftrag ist nicht gleich Versorgungszwang!

Der Gesetzgeber irrt wenn er das verfassungsrechtlich geschützte Recht auf Eigentumsfreihet ohne Verfassungsgesetz beschneiden kann und darf!
Jeder Grundeigentümer kann dem ORF die Verbreitung seiner elektromagnetischen Wellen im Beherrschbarem Luftraum innerhalb seiner Privaten Liegenschaft untersagen! Vorallem dann wenn er daraus einen Vermögensnachteil bezieht! Oder Der Grundeigentümer verlangt vom ORF eine Grundgebühr für die Benützung seines "Luftraumes"

Juristen wären hier mal gefragt die Verfassung und das Eigentumsrecht gegenüber zu stellen!
Laut Vfgh gibt es keine Entschädigungslose Enteignung !!!

Folgendes...
 
00
14.1.2012, 11:53
Die Interpretation vom Standard ist unwahr...

'Künftig verpflichtet schon der Besitz eines Geräts, das "irgendeine Form von Rundfunk wahrnehmbar" macht, zur Zahlung. '
Nein. Es verpflichtet nur Rundfunkteilnehmer. Wenn sie 1000e Geräte besitzen, aber nicht einschalten - sind sie kein Teilnehmer. Also auch nicht gebührenpflichtig... Auch wenn die GIS wieder mal lügt und anderes behauptet.

Ruben Weil
00
9.12.2011, 00:19
Die Propagandasteuer

Was für Farce!

Ruben Weil
01
9.12.2011, 00:11
Eine VgH Entscheidung

wird im Standard als Gesetzeslücke bezeichnet!? Ich glaube es hakt! Schläft der Chefredakteur oder wartet er auf einen Posten beim ORF?

Der Standard ist mittlerweile ein Praktikantenblatt!

Folgendes...
 
00
14.1.2012, 11:51
Ja, das war cleveres Marketing vom ORF.

Das wird überall als Gesetzeslücke bezeichnet - auch auf Wikipedia. Clevere NLP-Anwendung? Diejenigen, die das ausheckten, wurden jedenfalls auch von GIS-einnahmen bezahlt.. :-/

Hellex
01
3.12.2011, 19:14
Auch wenn das beschlossen wurde

glaube ich nicht, dass das hält, solange das nicht im Verfassungsrang ist.
Alleine die Argumentation, dass es keine hohe finazielle Belastung wäre, sich zusätzlich einen digitalen Tuner zu kaufen, ist ja Überheblichkeit pur!
Vielleicht will man ja gar nicht ORF sehen. Soll ja solche Leute geben!
Was wir kaufen, ist noch immer eine individuelle Entscheidung!

1x1
00
3.12.2011, 16:15
Komplett bescheuert

Man könnte sich in der Welt umschauen und das beste und gleichzeitig billigste Modell heraussuchen: das niederländische Modell.

joe doe
00
3.12.2011, 16:38
Und

das wäre
?

joe doe
00
3.12.2011, 15:10
Wird jetzt aus der Gebühr eine Steuer?

Eine Steuer ist ja leistungsunabhängig, eine Gebühr ja nicht.
Wenns also keine Steuer wird, bin ich gespannt, wielange es dauert, bis der VwGh das kippt.

Hellex
00
3.12.2011, 12:50
Weiss jemand

wo der GENAUE Wortlaut dieser Änderung nachzulesen ist?

joe doe
00
3.12.2011, 14:24
hier

das letzgültige
http://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/J... ndex.shtml
was im Parlament zu finden ist

Hellex
00
3.12.2011, 19:07
Danke!

wolfgang gaerber
00
2.12.2011, 12:00
Volksempfänger

Wenn man jetzt z.b. nur einen Volksempfänger zuhause stehen hat - muss man GIS zahlen - selbst wenn der ORF schon lang nix mehr empfangbares für dieses Gerät anbietet....
Die Klausel
"irgendeine Form von Rundfunk wahrnehmbar" erfüllt der auch.

wolfgang gaerber
00
2.12.2011, 11:55
Genausogut könnte man von jedem Autobahnmaut verlangen - und jene die kein Auto besitzen wären selber schuld.

Konsequenterweise sollte man - in Hinblick auf den Gleichheitsgrundsatz - die GIS Gebühr auch von Auslandsösterreichern einheben.
Die sind schliesslich selber schuld wenn sie nicht regelmässig heimkommen und sich dem ORF Genuss hingeben.
Oder überhaupt gleich eine Augen- und Ohren Steuer.
Mit Augenklappe gibts dann 25% Ermässigung, nur bei volkommener Blind- und Taubheit gibts dann die 50%.

benutzername xyz
00
29.11.2011, 14:58
media-manipulare

komisch wie solche themen mit vielen interessierten nach unten wandern und so themen wie pferdemistundweihrauchserie-interessiertkeinschw nach oben wandern

1x1
00
27.11.2011, 22:24
Niederländisches Modell!

Wenn sich Österreich einen Staatsfunk leisten will - und das wollen natürlich alle machthabenden Parteien - dann soll man doch bitte das Geld einfach überweisen.

Dieses Gesetz ist lächerlich. Ich fühle mich nicht ernstgenommen und sehe, dass mich "Obere" bewusst verarschen. Und so ein Haufen wird gewählt?

1x1
00
27.11.2011, 22:13
Solange dieses "Rundfunkgesetz" gilt,

weiss ich, dass in Österreich die Steinzeit und (vermutlich) die Korruption herrscht.
Österreich ist und bleibt eine Bananenrepublik.

Musezahn
02
26.11.2011, 00:32
egal

egal welche nachrichten man liest (sport und wetter mal ausgenommen), zumindest ich bin fassungslos!

die töchter gehen schwupps in die hymne, die orf gebühre werden zack beschlossen

aber wenns darum geht RATIONALE politik zu machen, ein jahrelanges verschleppen, nichts tun und versagen

schier unglaublich!

Feuergeist
 
02
24.11.2011, 09:21
Noch was

ich bin ehrlich beeindruckt wie schnell unsere Regierung zu einer Einigung kommen kann wanns um sowas wichtiges wie Fernesehgebühren geht....

Unglaublich das die für den Blödsinn überhaupt Zeit haben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

1x1
00
27.11.2011, 22:37
Verstehe ich nicht

Ein obsoletes Gesetz, das nur Politikern hilft, soll nicht schnell beschlossen werden? So ein bescheuertes Gesetz muss in Millisekunden beschlossen werden. Man darf der blöden Masse keine Sekunde zum Denken geben. Man stelle sich vor die blöden Wähler würden mal über diese arroganten Anmaßungen nachdenken.

Feuergeist
 
00
24.11.2011, 08:45
Da gibts noch ganz andere Gründe dagegen!!!

1) nimmt das jede Verantwortung für ein brauchbares Programm vom ORF-Management, da ja eh jeder zahlen muß, egal welchen Schrott sie senden.
2) hat der ORF einen sog. "Bildungsauftrag". Derzeit wird aber deppatiert ob Bildung nicht eigentlich Gratis sein soll!!!! Das würd die ORF-Gebühr gesetzeswiedrig machen. Wär witzig.

Schon komisch das sich bei anderen Artikeln die Gebührenerhöhungen aufzeigten etliche Leute aufregten obwohl immer nur ein Teil der Haushalte betroffen wr.
Jetzt sind eigentlich alle Haushalte betroffen und genau von diesen Postern liest man hier gar nichts.
Kann mir das wer erklären?

dailylifedotat
 
01
23.11.2011, 20:40
Passend

Passend erscheint mir diese Maßnahme zur Anhebung der ORF Gebühr. Ich selbst sehe kein ORF, denn wenn ich einen Sportsender empfangen möchte gibt es genug diverse Pay TV Anbieter welche erheblich günstiger sind und auch OHNE Werbung auskommen.

Vielleicht sollte man einfach das Gehalt vom ORF Management auf das Durchschnittsgehalt eines normalen Angestellten korrigieren. Dann geht es sich sicher aus, dass für ganz Österreich die Kosten abgedeckt sind...

einfachjetzt
02
23.11.2011, 19:42
zwangsgebühr

lieber standard ! schickt doch einfach jeden haushalt in österreich einen standard zu . ihr könnt davon ausgehen , dass die menschen ihn auch lesen und dafür müssen sie dann bezahlen .

Pauli Feuerstein
04
23.11.2011, 18:19
Tja Freunde,

die nächste Wahl könnt ihr getrost vergessten!

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