Menschenrechtsbeauftragte sorgt sich um Timoschenko

21. November 2011, 21:21
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Karpatschowa: Ex-Regierungschefin darf nicht im Gefängnis bleiben

Kiew - Die parlamentarische Beauftragte für Menschenrechte in der Ukraine, Nina Karpatschowa, hat sich besorgt über den Gesundheitszustand der inhaftierten früheren Regierungschefin Julia Timoschenko gezeigt. Timoschenko gehe es sehr schlecht und sie habe "nicht einmal vom Bett aufstehen können", als sie mit ihr gesprochen habe, erklärte Karpatschowa am Montag in Kiew. Zuvor hatte die Beauftragte die wegen Amtsmissbrauchs verurteilte Timoschenko im Gefängnis besucht. "Sie muss woanders untersucht und behandelt werden als im Gefängnis", erklärte die Menschenrechtsbeauftragte. Dazu, woran Timoschenko genau leidet, äußerte sie sich mit Verweis auf das Recht auf ärztliche Schweigepflicht aber nicht.

Timoschenko war für schuldig befunden worden, ihrem Land beim Abschluss von Gasverträgen mit Russland einen Schaden in Millionenhöhe zugefügt zu haben. Im Oktober wurde die 50-Jährige, die sich als Opfer einer politischen Intrige sieht, zu sieben Jahren Haft verurteilt. Die Strafbehörden des Landes hatten dann erklärt, Timoschenko habe Rückenbeschwerden und Probleme beim Laufen. Das teilten auch ihre Angehörigen mit und kritisierten den Umgang mit ihr im Gefängnis als "Folter". Demnach wird sie trotz ihrer Beschwerden regelmäßig verhört und muss dabei im Bett liegenbleiben. (APA)

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