Moskau droht mit Raketenstationierung in Weißrussland

21. November 2011, 21:07

Waffen könnten auch in der russischen Region Krasnodar am Schwarzen Meer aufgestellt werden

Moskau - Russland hat im Streit um die US-Pläne zum Aufbau eines Abwehrsystems in Europa einem Medienbericht zufolge mit der Stationierung von Raketen in Weißrussland gedroht. Zudem könnten die Waffen vom Typ Iskander auch in der russischen Region Krasnodar am Schwarzen Meer aufgestellt werden, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Montag unter Berufung auf hochrangige diplomatische Kreise.

Die Pläne des früheren US-Präsidenten George W. Bush für einen Raketenschild in Europa wurden unter seinem Nachfolger Barack Obama zwar angepasst, um die russischen Bedenken zu mildern. Die Regierung in Moskau sieht sich aber nach eigenem Bekunden auch durch das veränderte System bedroht, das frühestens 2020 voll funktionsfähig sein soll. Die USA haben erklärt, dass der Schild sich gegen potenzielle Angriffe aus Staaten wie dem Iran richtet. (APA/Reuters)

Kommentar posten
20 Postings
F S 3
17
6.12.2011, 10:37
Russland agiert im Sinne seiner eigenen Sicherheit und Putin will nicht unbedingt wie Ras-Putin, oder andere Patrioten enden…

…Woronesch-Radarsystem als Antwort auf die Provokation der Globalisten, die von der Finanziellen Internationalen instrumentiert werden:
http://derstandard.at/plink/131... 6/23881341

Die Verlautbarung "Schutz gegen den Iran" entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn man weiß was wirklich läuft. Genausogut könnte man genug Gründe finden, um Netanyahu als "Agent des Irans" zu bezeichnen…

Die Einleitung eines neuen KALTEN KRIEGES ist der LETZTE SCHUTZ gegen eine wirtschaftliche Globalisierung:
http://derstandard.at/plink/132... 9/23895318
http://derstandard.at/plink/131... 6/23846117

So gesehen ist die ANTWORT Moskaus also auch nicht unbedingt als "Drohung" zu verstehen, sondern logisch und aus Selbstschutz notwendig.

supermike
25
22.11.2011, 08:40
Drohen ist doch Kinderkram

Aufstellen und Basta. Die Amis scheissen sich ja auch nix und haben Atomwaffen in Deutschland stationiert.

Generaldirektor
51
22.11.2011, 13:51
..WTF?!

Wie kommen sie auf den Müll mit Amerikanischen Atomwaffen in Deutschland?

Kohlhaas1
01
22.11.2011, 22:29
Und die US Bomber in D sind sicher nicht ausgerüstet A Bomben zu tragen ?

Und du kannst garantieren, dass die US Boyz nicht eine einzige A-Waffen in D herumliegen haben ?
Beweise das nichts da ist !

egal9
06
22.11.2011, 14:01

Was ist denn daran nun wieder Müll Sie Doppelnull?

Natürlich haben die USA Atomwaffen in D stationiert. Die deutsche Luftwaffe hat sogar Piloten dazu ausgebildet, mit atomarer Bewaffnung umzugehen.

ich.tarzan
14
22.11.2011, 08:11
empörend - die russen übersehen ganz, das sie es mit einem friedensnobelpreisträger zu tun haben

also der stellt doch ganz bestimmt die raketen nicht gegen russland auf :)

Neutraler
11
22.11.2011, 09:47
Besser "Kriegsnobelpreisträger", wenn schon....

Alf von Melmak
 
00
22.11.2011, 06:49
Moskau droht mit Raketenstationierung in Weißrussland

'
Wem droht Russland damit?

Doch wohl nur Weißrussland selbst, denn den Westeuropäern kann es ziemlich egal sein, ob die russischen Raketen jetzt in Weißrussland oder direkt hinter der russischen Grenze stehen. Und für die USA macht das sowieso keinen Unterschied...

Pjotr Ratschkovskij
00
21.11.2011, 23:42
Seltsame Meldung

Denn die Iskander ist eine Kurzstreckenrakete mit max. 300-400km Reichweite. Wenn man die in Krasnodar losschickt kann man damit bestenfalls Georgien oder die Ostukraine erschrecken. Und ich bin mir sicher, dass es schon Iskanderbatterien in Krasnodar gibt, wurden sie ja schon im Krieg gg. Georgien 2008 eingesetzt.

D.h.- kein Grund zur Aufregung!

maulwurfmeister
00
26.11.2011, 22:43
Ich vermute, es geht um folgendes:

fiktives szenario: USA möchte Russland Atomar angreiffen, da sie sich (wegen dem Raketenschutzschirm) nicht vor einem Russischen Gegenschlag fürchten.

Dann könnte Russland (falls es rechtzeitig einen Angriff bemerkt) mit den Iskander raketen den Raketenschutzschirm ausschalten und danach einen Gegenschlag ausführen.

p.s.: Das Raketenschutzschirm ist primär gegen Balistische Flugkörper entworfen. Die Iskander-Raketen sind nicht balistisch.

Alf von Melmak
 
00
21.11.2011, 23:32
Moskau droht mit Raketenstationierung in Weißrussland

'
Wem drohen sie damit?

Doch wohl nur den Weißrussen, denn für Westeuropa dürfte es wohl ziemlich unerheblich sein, ob die Russen ihre Raketen in Grenznähe IN Russland aufstellen, oder knapp dahinter auf weißrussischem Gebiet. Und für die USA sowieso...

Kohlhaas1
00
22.11.2011, 22:27
Und du glaubst allen Ernstes die Dinger wären nur weil ein paar hundert kilometer weiter zu schiessen ist, keine Bedrohung ?

Die hebeln damit JEDE Vorwarnung für die Nato aus.
Und damit verliert der Schirm seinen Zweck, denn der Iran hat KEINE so weit reichenden Raketen.
Und wer weiss schon was in der Zukunft passiert ?

Alf von Melmak
 
00
23.11.2011, 06:17
Und du glaubst allen Ernstes die Dinger wären nur weil ein paar hundert kilometer weiter zu schiessen ist, keine Bedrohung

'
Im Gegenteil:

Ich meine, es macht kaum einen Unterschied, ob die Dinger nun 100 oder 200 km weiter fliegen müssen, oder nicht - die Bedrohung bleibt so ziemlich die gleiche.

Kohlhaas1
18
21.11.2011, 22:44
Jo mei, wenn der Schild eh nicht gegen Russland ist weil man den Russen ja soooo gut Freund ist , dass man die niemalsnicht bedrohen würde und sich von denen auch nicht bedroht fühlt, dann machen die paar Raketen wohl nichts.

Ich hätte für Putin einen weiteren Vorschlag : Raketen auf Kuba stationieren.
Und die dann als Verhandlungsmasse verwenden.

Andreas Pieper
00
22.11.2011, 17:39

was mir bis heute noch keiner erklähren konnte,wie kann ein raketenschild in europa die usa vor russischen atom-waffen schützen?

Horst Holzinger
00
22.11.2011, 12:01
Ob die Kubaner sich aber so einfach instrumentalisieren lassen würden,

bezweifle ich.
Russland ist nicht umbedingt dafür bekannt, dass es seine Verbündeten nicht im Stich lassen würde.

Pjotr Ratschkovskij
00
22.11.2011, 21:21

Ach so? Nennen Sie doch ein paar Beispiele! Wen hat RUS denn im Stich gelassen?
Dass man in den 90ern aufgehoert hat die Kubaner zu subventionieren ist in meinen Augen kein Verrat.

Als Gegenbeispiel sehe ich das Verhalten Russlands im NATO-Krieg gg Jugoslavien, als russische Truppen den Flughafen von Pristina besetzt haben. Die Besetzung musste beendet werden, da Laender wie Rumaenien und Bulgarien gedroht haben die russischen Versorgungsflugzeuge ueber ihrem Territorium abzuschiessen.
Ueberhaupt kann die Treue der Russen zu den Serben als Beispielhaft, ja in meinen Augen sogar als uebertrieben bezeichnet werden. Man denke an 1914.

Red Core
00
22.11.2011, 17:47

da sind die amerikaner aber nicht anders siehe georgien da haben die amis und der westen auch nichts gemacht.

Kohlhaas1
00
22.11.2011, 22:24
Wer legt sich schon mit einer Atommacht an ?

Und wie hätte man die Georgier versorgen sollen ?
Die Russen beherrschen das schwarze Meer und den kompletten Luftraum in diesem Gebiet. Dazu kommt noch eine mögliche Unterstützung von US Gegnern die es in diesen Grossraum en Masse gibt.
Und im Nahbereich machen die Russen ebenso wie die Amis einfach kurzen Prozess, während die Nato einfach am Ende einer langen Linie operieren müsste.
Einfach der Vorteil der inneren Linie. Also darf die Untätigkeit der amis niemanden verwundern.
Dort wo sie kurze Wege haben schlagen sie sowieso zu. siehe Kosovo. Da hatten die Russen den komplizierteren Versorgungsweg und mussten den natürlichen Verbündeten Serbien im Stich lassen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.