Nadal wehrt sich gegen Noahs Dopingvorwürfe

Spanier bezeichnet Aussagen des Franzosen als "dumm" und "wie von einem Kind"

London/Paris - Tennis-Superstar Rafael Nadal hat die pauschalen Dopingvorwürfe des ehemaligen französischen French-Open-Siegers Yannick Noah gegen den spanischen Sport zurückgewiesen. Der frühere Weltklasse-Spieler, der nicht zuletzt dank einer erfolgreichen Gesangskarriere zu einem der beliebtesten Franzosen überhaupt avancierte, hatte in einem Interview mit der französischen Zeitung "Le Monde" die Legalisierung von Doping gefordert und vor allem den spanischen Sport attackiert. Angesichts der spanischen Erfolge im Fußball, Basketball, Radsport und Tennis hatte Noah den Eindruck geäußert, die Spanier seien "wie Obelix in den Zaubertrank-Kessel gefallen".

"Was er gesagt hat, ist sehr dumm und er weiß das besser als jeder sonst. Es ist bekannt, wie vielen Anti-Doping-Kontrollen wir uns das ganze Jahr unterziehen müssen. Meiner Meinung nach sind das die Aussagen eines Kindes. Und wenn ein Kind etwas sagt, dann schmerzt uns das nicht", sagte ein sichtlich zorniger Nadal. Der Weltranglisten-Zweite sieht einen größeren Schaden für Frankreich als für Spanien. Wenn ein wichtiger Mensch wie er so etwas sage, dann schade es dem Image seines eigenen Landes mehr.

Sturm der Entrüstung

Die Aussagen des French-Open-Siegers von 1983 hatten einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, darunter auch vom französischen Sportminister David Douillet, selbst ein früherer Judo-Olympiasieger. "Das sind ernste und verantwortungslose Aussagen", meinte er zu den Aussagen. Der Präsident des spanischen Olympischen Komitees, Alejandro Blanco, verteidigte freilich seine Sportler: "Für ignorante Menschen ist der Boom im spanischen Sport schwer zu verstehen. Harte Arbeit ist der Schlüssel zum Erfolg." (APA/Reuters)

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