SPÖ ist homosexuellenfreundlicher geworden

22. November 2011, 12:35
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Umfrage der SoHo: Knapp drei Viertel der Befragten für Adoptionsrecht, neunzig Prozent für Verpartnerung am Standesamt

Wien - Initiiert von der SoHo Salzburg führte die SPÖ Salzburg eine Umfrage unter ihren Mitgliedern zu Fragen der Akzeptanz von Lesben, Schwulen und Transgendern in der Gesellschaft durch. Das Ergebnis: Die befragten Mitglieder sind homosexuellenfreundlicher geworden.

"Die Umfrage und deren Ergebnisse finde ich mehr als bemerkenswert", hielt Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie & Homosexualität), fest. Die gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber homosexuellen Menschen habe sich sehr positiv entwickelt, konstatierte auch Georg Djundja, Landesvorsitzender der SoHo Salzburg.

Diskriminierungen erlebt oder beobachtet

So gaben knapp 80 Prozent der Befragten an, dass sich die Akzeptanz der Gesellschaft gegenüber homosexuellen Personen in den vergangenen zehn Jahren verbessert hat. Aber: Rund die Hälfte der Befragten hat bereits im eigenen Umfeld oder am Arbeitsplatz Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung erlebt oder beobachtet. "Das zeigt eindeutig, dass wir in diesem Bereich noch viel Aufklärungsarbeit leisten müssen", so Djundja.

Für Adoption

Bei der Frage Kinderwunsch für homosexuelle Paare zeigten sich die Befragten aufgeschlossen. Knapp drei Viertel der Befragten betonen, dass auch verpartnerte Frauen oder Männer die Möglichkeit haben sollen, Kinder zu adoptieren. Fast neun von zehn Befragten sind der Überzeugung, dass Verpartnerungen in jeder Gemeinde am Standesamt (statt auf der Bezirksverwaltungsbehörde) durchgeführt werden sollen. (red)

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