Treibhausgas-Konzentration auf Rekordhoch

21. November 2011, 14:54
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Zunahme hat sich beschleunigt

Genf - Die Treibhausgas-Konzentration in der Erdatmosphäre ist in diesem Jahr auf Rekordniveau gestiegen. Wie die World Meteorological Organization (WMO) der UN am Montag mitteilte, stieg das Volumen der für die Erderwärmung verantwortlichen Gase darüber hinaus schneller als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Die Konzentration langlebiger Gase in der Atmosphäre liege deutlich höher als in der vorindustriellen Zeit, hieß es im WMO-Treibhausgas-Bericht: Bei Kohlendioxid seien es 39 Prozent, bei Methan 158 Prozent und bei Stickstoffoxid 20 Prozent mehr.

"Ein weiteres Rekordniveau"

Der Anteil der CO2-Moleküle in der Atmosphäre stieg innerhalb eines Jahres um 2,3 Millionstel (2,3 ppm), während er in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um 2,0 ppm und in den 90er Jahren um 1,15 ppm zunahm. Auch die Methan-Konzentration in der Atmosphäre habe nach einer Phase des relativen Stillstands (1999-2006) wieder zugenommen, erklärte WMO-Direktor Michel Jarraud. Die Wissenschaftler suchten noch nach der Ursache.

Die Belastung der Atmosphäre durch menschliche Aktivitäten habe "ein weiteres Rekordniveau seit der vorindustriellen Zeit erreicht", warnte Jarraud. Das Ansteigen der Konzentration der Treibhausgase führt zu einer erhöhten Absorption der Sonnenstrahlung und damit zu einem Anstieg der Temperaturen. Zu etwa zwei Dritteln ist der Effekt auf die CO2-Belastung zurückzuführen. Diese entsteht vor allem durch das Verbrennen fossiler Kraftstoffe und die Rodung von Wäldern.

Stickstoffdünger und natürlicher Dung

Zu den Treibhausgasen zählt auch Distickstoffmonoxid (N2O), dessen Konzentration gegenüber der vorindustriellen Zeit um 20 Prozent zugenommen hat. In den vergangenen zehn Jahren nahm die Konzentration jährlich im Schnitt um 0,75 ppm zu. Das ist vor allem durch den Einsatz von Stickstoffdüngern und natürlichem Dung zurückzuführen. Die WMO nutzt für ihre Datenerhebungen Messstationen in mehr als 50 Ländern. (APA/Reuters)

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