Indie-Distributor spricht von schlechten Einnahmen und Kanibalisierung
Der Musik-Streaming-Dienst "Spotify" ist gerade erst in Österreich gestartet, da ereilt die Nutzer eine schlechte Nachricht. Laut Wired habe der Distributor STHoldings seinen 238 vertretenen Indie-Labels empfohlen, ihre Angebote vom Online-Dienst abzuziehen. Nur vier Studios seien der Aufforderung nicht nachgekommen.
Kanibalisierungsängste
Ausschlaggebend für die Entscheidung sei eine Studie der Marktforschungsunternehmen NPD Group und NARM gewesen, wonach Streaming-Dienste auf Kosten der Musikverkäufe gehen. "Als Distributor müssen wir tun, was das Beste für unsere Labels ist. Die Mehrheit davon will die ihre Musik nicht bei solchen Diensten anbieten, weil die Umsätze gering sind und sie sich schlecht auf die Verkaufszahlen auswirken", so eine Stellungnahme von STHoldings.
Neues Terrain
Offensichtlich spalten sich angesichts neuer Vertriebsmodelle die Geister. So argumentierte Anbieter Spotify nicht nur selbst, man sichere der von Piraterie geplagten Branche ein festes Einkommen, auch einer aktuellen Studie nach würde Streaming verlorene Einnahmen wettmachen. Die vom Interessenverband der schwedischen Musikindustrie in Auftrag gegebene Studie konnte belegen, dass der Anteil an Musikpiraterie seit dem Start von Streaming-Diensten wie Spotify zurückgehe. In Schweden nutzen knapp eine Million Menschen den Dienst. (zw)