Staatsdruckerei profitiert von internationalen Projekten

21. November 2011, 13:26
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Wien - Die Österreichische Staatsdruckerei Holding AG, die seit 11.11. 2011 an der Wiener Börse notiert, hat im ersten Halbjahr 2011/12 (1. April bis 30. September) stark von internationalen Projekten profitiert. Das Betriebsergebnis schrumpfte allerdings um 0,5 auf 5,2 Mio. Euro, da der Deckungsbeitrag der auf Lager gelegten Ware noch nicht realisiert werden konnte, teilte die Staatsdruckerei mit. Dennoch sei die EBIT-Marge mit 21,3 Prozent sehr zufriedenstellend.

Vor allem der Auftrag der Republik Kosovo über die Lieferung des Personalisierungssystems und der Reisepassbücher für den neuen kosovarischen elektronischen Reisepass habe sich positiv ausgewirkt. Auf Grundlage einer internationalen Ausschreibung erhielt die Staatsdruckerei einen 3-Jahres-Vertrag.

Auslandsaufträge

Der Gesamtumsatz stieg im Halbjahr im Jahresvergleich von 23,4 Mio. auf 23,7 Mio. Euro. Der Inlandsumsatz lag mit 19,1 Mio. um 1,5 Mio. unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Ursache dafür war die starke Nachfrage nach Reisepässen im Vorjahr, die heuer nicht mehr erreicht werden konnte. Dieser Rückgang konnte durch eine Umsatzsteigerung im Auslandsgeschäft um 1,8 Mio. auf 4,6 Mio. Euro allerdings kompensiert werden. Die Gesamterträge stiegen im Jahresvergleich von 22,8 Mio. auf 24,3 Mio. Euro.

Der Bestandsaufbau von Halb- und Fertigprodukten in Höhe von 0,5 Mio. Euro sei auf Auslandsaufträge zurückzuführen, die erst im 2. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres zur Auslieferung kommen werden. Das Finanzergebnis entsprach mit minus 0,3 Mio. Euro dem Vergleichswert des Vorjahres und somit ergab sich ein Vorsteuerergebnis von 4,8 Mio. Euro nach 5,3 Mio. Euro im Jahr davor.

Nach Abzug der Ertragsteuern ergab sich ein Gesamtergebnis für das erste Halbjahr in Höhe von 3,8 Mio. Euro, nach 4,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die IFRS-Bilanzsumme erhöhte sich im 1. Halbjahr um 2,0 Mio. Euro und betrug per 30. September 2011 58,3 Mio. Euro.

Die Steigerung der Aktiva resultierte vor allem aus dem Aufbau der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welcher der starken Nachfragesituation insbesondere im 2. Quartal entsprach. Auf der Passivseite sank das langfristige Fremdkapital um 2,8 Mio. Euro im Wesentlichen aufgrund der vertraglichen Teiltilgung des Kredits bei der Investkredit. Das kurzfristige Fremdkapital stieg um 1 Mio. Euro vor allem wegen der Zunahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit betrug 1,0 Mio. Euro und ergab sich aus dem Aufbau der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Es wurden Investitionen in Höhe von 0,4 Mio. Euro getätigt. Der Stand an liquiden Mittel zum 30. September 2011 betrug 7,1 Mio. Euro. (APA)

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