Derzeit wird geprüft, ob es möglich ist, von jenen höhere Gebühren zu verlangen, die ihre Steuern nicht in Österreich zahlen
In Österreich liegt der Anteil deutscher Studenten derzeit bei knapp zehn Prozent. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, der seit seinem Amtsantritt im April auf die Einführung von Studiengebühren pocht, will vor allem auch von den deutschen Studierenden Geld für das Studium an österreichischen Unis verlangen. Das EU-Recht verbietet aber, dass Österreich von Studenten innerhalb der Europäischen Union mehr Gebühren verlangt, als von einheimischen. Der Wissenschaftsminister lässt nun laut einem Bericht der Tageszeitung "Kurier", von Europarechtsexperten prüfen, wie man österreichische Studenten gegenüber ihren deutschen Kollegen trotzdem bevorzugen könnte.
Dem Bericht zufolge wird derzeit geprüft, ob es möglich ist, dass jene Studenten (oder ihre Eltern), die ihre Steuern nicht in Österreich bezahlen, höhere Studiengebühren zahlen müssen. Das Ministerium wollte auf Anfrage von derStandard.at diese Meldung weder bestätigen noch dementieren. "Minister Töchterle hat ein Modell auf den Tisch gelegt, darin werden alle heimischen Studierenden sowie EU-Studierende gleich behandelt, für Drittstaatsangehörige ist vorgesehen, dass höhere Beiträge eingehoben werden können", heißt es in der Stellungnahme. (red, derStandard.at, 21.11.2011)