Deutsche Studenten

Töchterle sucht nach Wegen für höhere Studiengebühren

21. November 2011, 13:44
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    foto: apa/roland schlager

    Überfüllte Hörsäle sollen - wenn es nach Töchterle geht - unter anderem mit Studiengebühren bekämpft werden.

Derzeit wird geprüft, ob es möglich ist, von jenen höhere Gebühren zu verlangen, die ihre Steuern nicht in Österreich zahlen

In Österreich liegt der Anteil deutscher Studenten derzeit bei knapp zehn Prozent. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, der seit seinem Amtsantritt im April auf die Einführung von Studiengebühren pocht, will vor allem auch von den deutschen Studierenden Geld für das Studium an österreichischen Unis verlangen. Das EU-Recht verbietet aber, dass Österreich von Studenten innerhalb der Europäischen Union mehr Gebühren verlangt, als von einheimischen. Der Wissenschaftsminister lässt nun laut einem Bericht der Tageszeitung "Kurier", von Europarechtsexperten prüfen, wie man österreichische Studenten gegenüber ihren deutschen Kollegen trotzdem bevorzugen könnte.

Dem Bericht zufolge wird derzeit geprüft, ob es möglich ist, dass jene Studenten (oder ihre Eltern), die ihre Steuern nicht in Österreich bezahlen, höhere Studiengebühren zahlen müssen. Das Ministerium wollte auf Anfrage von derStandard.at diese Meldung weder bestätigen noch dementieren. "Minister Töchterle hat ein Modell auf den Tisch gelegt, darin werden alle heimischen Studierenden sowie EU-Studierende gleich behandelt, für Drittstaatsangehörige ist vorgesehen, dass höhere Beiträge eingehoben werden können", heißt es in der Stellungnahme. (red, derStandard.at, 21.11.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 49
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matthias_87
00
24.11.2011, 18:27
ich glaube Deutschland würde uns bei den deutschen Studenten entgegenkommen

wenn wir den deutschen Steuerflüchtigen nicht so gerne unterschlupf geben würden. Die Steuerflüchtigen zahlen sicher mehr in Österreich als die deutschen Studenten kosten, nur haben halt nur die Banken etwas davon.

Harl-Geinz Krassers Friseur
00
23.11.2011, 19:59

die schlechte situation an den unis hat nichts mit den deutschen zu tun, sondern mit der perversen UNTERFINANZIERUNG!

vielleicht sollte sich herr töchterle mal zuerst darum kümmern...

665
00
23.11.2011, 18:28
97 mal vorgeschlagen, jetzt denkt der Minister nach

Ich verstehe als einfacher Steuerpflichtiger von der Straße ja nicht ganz, was da so schwierig ist.
Studiengebühren mit 2.000 Euro/Sem,
anrechenbar auf die österr. ESt in Form einer Negativsteuer (wie z.B. die Absetzbeträge),
von mir aus gedeckelt oder schleifend bis zu einem zu versteuernden Einkommen von z.B. 100.000 der Unterhaltspflichtigen oder Studierenden,
gekoppelt an den Bezug der Familienbeihilfe.

Effekt: Der durchschnittliche Steuerzahler in Österreich bekommt es durch die Steuer retour, Sehr-Gut-Verdiener bekommen nix, nicht in Österreich steuerlich veranlagte Finanzierer auch nix. Bei arbeitslosen Eltern muss man sich was mit der Studienbeihilfe überlegen.

Hotblack_Desiato
20
23.11.2011, 09:59
man hätte gerne ein faires studiengebühr-system, das dennoch diese effekte hat? gerne

die kosten (die tatsächlichen) für bachelor bzw master von verschiedenen studienrichtungen werden durch die anzahl der SWS dividiert. jetzt hat jede SWS ihren wert.

jetzt sammelt der student über seine studiendauer einen geldwert von vielleicht 100.000€ an.

möglichkeit 1: der student zahlt das.

möglichkeit 2: der wert wird mit 3 multipliziert und dieser neue wert muss vom studenten als steueraufkommen (einkommenssteuer, lohnsteuer, lohnnebenkosten) in österreich "abgearbeitet" werden.

damit kann jeder numerus clausus flüchtlich kommen, bloß es ist halt zu zahlen wenn er heim will, während österr. studenten danach in österreich arbeiten. (weils die billigere variante ist).

bei nichtzahlen wird der abschluss wieder entzogen.

Hotblack_Desiato
10
23.11.2011, 10:14
was sich in den 750 zeichen nicht mehr ausgegangen ist

bei möglichkeit 1 kann der student danach direkt überall arbeiten gehen (weltweit), wo er möchte.

bei möglichkeit 2 ist das an kosten eben abzuarbeiten, da aber nur die steuerleistung herangezogen werden soll, die er sowieso zahlen würde, macht sich das auf dem konto mit 0 unterschied aus.

natürlich kann man auch beides kombinieren, wenn man nach zb 3 jahren ein gutes jobangebot im ausland hat.

und natürlich muss dieses drittel an steuereinnahmen, das der student generiert, auch tatsächlich an die uni weitergegeben werden. sonst ist das ganze sinnlos.

damit ein kurzes auslandspraktikum nicht sofort zur fälligkeit führt, sollte man einen zeitraum von 10 jahren betrachten, in denen der student das geld erbringt (beide wege).

gman
00
23.11.2011, 08:40

Ich bin ein Drittstaatsangehörige und Ich habe schon hier ein Bachelor in Software Engineering gemacht... Sollten die Studiengebühren für mich nicht bezahlbar werden, ich werde einfach weiter gehen... schade, Ich habe es genossen die Hörsäle zu überfüllen

flatus incarceratus
01
22.11.2011, 23:52
typisch österreichisch

"... prüfen, wie man österreichische Studenten gegenüber ihren deutschen Kollegen trotzdem bevorzugen könnte."

der typ hat den europäischen gedanken nicht verstanden.

"mir san mir"

Chemist88
00
23.11.2011, 08:01
verstehe ich nicht

ist der "europäische Gedanke" so, dass durch den Beitritt in die EU manche Länder benachteiligt werden?;-)

Nutze den Tag
02
22.11.2011, 14:00
Simple as that:

Maximalpension: € 3.000/M (was ist die Gegenleistung? Kreuzfahrten oder an der Börse verzocken?)
Einsparung über € 1,5Mrd/Jahr, wenn nur die Differenz der Superpensionen über € 3.000.- auf eben 3.000.- gezählt wird.

sternsteinblitz
00
22.11.2011, 18:35

Not so simple:
Was ist, wenn man ein ganzes Leben lang gearbeitet hat, zu Beginn der Laufbahn peanuts verdient hat (Lehrer), die langen Ferien tatsächlich zur Nachbereiteung des letzten Schuljahres und zur Vorbereitung des kommenden genützt hat, sich höchstens eine Fahrt im selbstgezimmerten Floß am Mühlbach geleistet hat, weil nicht mehr drinnen war und sich dann endlich auf die günstige Kreuzfahrt außerhalb der Hauptsaison gefreut hat?

Nutze den Tag
00
22.11.2011, 19:48
Was glauben Sie verdient ein Schlosser oder Zimmerer zu Beginn?

Und glauben Sie wirklich, dass Lehrer besseres leisten als oben genannte Berufsgruppe?
Alle ASVGler haben Urlaub, den Lehrer schon mit den schulautonomen Tagen und Weihnachtsferien hereinbekommen.
ASVgler zahlen in ertwa doppelt so viel Steuren und Abgaben als wie Beamte (nämlich den Arbeitgeberbeitrag).
Tun Sie sich noch immer leid? Rechtfertigen Sie noch immer Pensionen die über der ASVG Höchstpension sind, weil Sie etwas Besseres zu sein sind glauben oder weil Sie es verdient haben?
Und glauben Sie, dass Handwerker sich nicht auch in ihrer Freizeit Gedanken über die nächsten Herausforderungen machen, wenn Werkstücke im Wert von zigtausend € bearbeitet werden sollen?

Nee-Chee
10
22.11.2011, 12:42
Viel Spaß

GB hatte bis vor kurzem ein ähnliches System (das ich BTW für sinnvoll halte). Wäre interessant, warum sie es aufgegeben haben.

smea_gol
00
23.11.2011, 23:29

dafür wollens jetzt 9000 pfd für ein jahr uni in gb.
das halte ich für unzumutbar.

Gegen Studiengebühren kämpfen!
14
22.11.2011, 12:05
"Warum sollten deutsche Studierende...

...als Ausrede für die schlechten Zustände an den österreichischen Unis herhalten? Die Regierung versucht damit doch nur Stimmung für schärfere Zugangsbeschränkungen zu machen."

http://www.linkswende.org/5347/Sind... fke-schuld

Hillsmith
00
22.11.2011, 21:51
Abwerben

Ich wäre auch eher dafür, die Deutschen nachher gleich für unseren Arbeitsmarkt anzuwerben - angeblich brauchen wir ohnehin Fachkräfte, und Deutschland wird es verkraften. Was ich allerdings nicht ganz verstehe, ist das mit den Dritstaatsangehörigen. Heißt das, man nimmt dann von sudanesischen GaststudentInnen Studiengebühren in mehrfacher Höhe? Holen wir uns so die ohnehin erbärmliche Entwicklungshilfe wieder zurück?

tomato tirol
11
22.11.2011, 12:03
langsam hab ich den eindruck

töchterle und darabos können sich die hand reichen. performance auf ähnlichem niveau :-(

Mock Turtle
00
22.11.2011, 16:28

Sagen wir so: Es tut halt bei denen, von denen man sich vor Antritt ihres Regierungsamtes etwas Positives erhofft hat, noch mehr weh.

naihoit
00
22.11.2011, 11:18
Kostendeckende Studiengebühren für alle

und Kostenersatz per Stipendium für alle österreichischen StudentInnen.
Klar, einfach, gerecht, Kosten deckend und Beitrag der NC-Flüchtlinge gesichert.
Wird aber trotzdem nicht kommen weil der Vorteil, den Studiengebühren Kindern reicher Eltern garantieren, damit verloren ginge.

Schreck
01
22.11.2011, 16:34

und weil es gegen Europarecht verstösst. Abgesehen davon ist es ein unnötiges Ausspielen verschiedener Gruppen rein aufgrund ihrer Nationalität.

naihoit
00
23.11.2011, 08:26
Europarecht verlangt gleiche Zugangsvorausetzungen für alle,

weswegen Studiengebühren für nur einen Teil der EU-Bürger unzulässig sind.
Wenn alle zahlen ist das gesetzeskonform und Stpendien sind Sozialleistungen, unterliegen daher nicht dem EU-Recht.

Chemist88
00
22.11.2011, 19:51
nicht

wenn wir unseren Bedarf nicht mehr decken könnten weil ein so großer Anteil an Studenten aus dem Ausland kommt und dann auch wieder dorthin zurückgeht. Also einfach auf die vorhandenen Kapazitäten beschränken, die wären dann sowieso so gering, dass wir da grad mal genug Absolventen für Österreich hätten. Dann könnte man für Ausländer beschränken.

yotix
 
33
22.11.2011, 08:25

Erbärmlich und widerlich anzusehen, wie aus jemandem, dem man kurze Zeit eine konstruktive und für die Universitäten förderliche Politik zugetraut hatte, ein weiterer zynischer schwarzer Bildungsvernichter wird.

Chemist88
00
22.11.2011, 19:51
alle anderen

sind nur leider auch nicht besser:-(

Fritz Meyer
00
22.11.2011, 05:02
Ach, der Töchterle...

immer im Einsatz "für" seine Schutzbefohlenen.

kleiner Schelm
10
21.11.2011, 23:05

Wenn das alle in der EU machen können wir die Freizügigkeit beerdigen. Aber die EU-Verträge sind wohl wasserdicht -- und wenn nicht wird es nicht lange dauern, bis dagegen (erfolgreich) geklagt wird.
Ich hätte Hr. Töchterle nicht für so kleingeistig gehalten.

Die Meldung kontrastiert auch ganz gut zu
http://derstandard.at/131918338... enarbeiten

Um zu sparen wäre es sinniger, dann Krems zuzusperren und die anderen Unis vernünftig zu finanzieren.

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